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Tragischer Unfall nach Versagen der Rücktritts-Bremse

ruecktrittbremseBerlin – Am späten Vormittag kam es heute zu einem schweren Unglück im politischen Verkehr Deutschlands. Aus noch ungeklärter Ursache versagte die bei Bundesprätendent Christian Wulff serienmäßig eingebaute Rücktritts-Bremse. Wulff, der schon vor geraumer Zeit ins Schleudern gekommen war, geriet in die Spur der Staatsanwaltschaft und musste den Notausstieg benutzen. Er und seine Beifahrerin wurden nach eigenen Angaben verletzt. Das schon lange vor Ort versammelte Notfall-Team konnte nur noch den Exodus feststellen.

In ersten Analysen gehen Sachverständige davon aus, dass eventuell die maximale Zuladung an schwerwiegenden Korruptions-Vorwürfen überschritten worden sei. „So eine Rücktritts-Bremse ist normalerweise für eine Person und zwei, drei Trittbrett-Fahrer ausgelegt. Mehr als eine Handvoll schwerreicher Unternehmer kann sie nicht auffangen.“ so ein Experte.

Zahlreiche Partei-Lenker zollten Wulffs geistesgegenwärtiger Reaktion Respekt. Bereits nach zweimonatiger Schussfahrt habe er die Gefahr erkannt und das Amt des Bundespräsidenten, wie auch die politische Kultur insgesamt vor einer ernsthaften Schädigung bewahrt. Nun gelte es, im parteiübergreifenden Konsens einen Nachfolger zu finden, der sich dieses Erbes als würdig erweise. Weitere Äußerungen waren leider nicht zu verstehen, überall in Deutschland werden Gespräche derzeit von einem kollektiven Seufzer übertönt. Er klingt wie: „Na endlich!”

Aus dem Umfeld von Bundeskanzlerin Merkel war zu vernehmen, dass bei der Kandidaten-Suche auf die Herkunft geachtet werden solle. Ein Vertrauter erklärte: „Mit Hannoveranern haben wir ja nicht so gute Erfahrungen gemacht, vielleicht versuchen wir es jetzt mal mit einem Nassauer.“

 

Hinweis: Der gerade gelesene Artikel ist als Satire einzustufen.

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