R³ - Rösler for President?
Kaum ist Westerwelle weg, steht schon ein neuer vor der Tür. Ein ganz neuer. Jung und dynamisch hat er bisher eigentlich nichts bewegt, als Krankheitsminister in der Gesundheitsreform. Oder umgekehrt? Soll in die Fußstapfen von Genscher treten, ist aber eine ganz andere Gewichtsklasse. Oder nehmen wir doch besser den Lindner? Den kennt auch keiner. Wäre also kein großer Unterschied. Der Dicke, nein nicht Genscher, sondern Brüderle, der will nicht gehen. Wahrscheinlich wüsste er nicht so recht wohin.
Er könnte ja einmal Harz IV ausprobieren und weiterhin die FDP wählen, damit jemand die Steuern senkt. Das würde ihm als Harz IV-Empfänger zwar nichts nützen, aber vielleicht hätte er dann einmal Zeit auszurechnen was genau eigentlich hohe oder niedrige Steuern sind. Religionsartig dahergebetet sind sie einfach zu hoch. Nein, nicht die Gehälter der Vorstände und Aufsichtsräte, die Steuern sind zu hoch. Die sind so hoch, dass die Besserverdienenden einfach darunter durchrutschen. Und nichts mehr zahlen müssen.
Was machen wir jetzt mit dem Parteivorsitz der FDP. Genau genommen ist es doch egal. Wir, das Wahlvolk, haben darauf sowieso keinen Einfluss. Wobei wir genaugenommen, überhaupt wenig demokratischen Einfluss darauf haben was da so in Amt und Würden gebracht, ernannt und bestimmt wird. Da sollte man mal drüber nachdenken, was wir Wähler denn überhaupt noch wählen dürfen und was nebenbei noch alles in unseren Regierungsapparat so kreucht und fleucht. Aber zurück zu Rösler-Baby. Wenn ich einen neuen Job will, muss ich einen Lebenslauf vorlegen und nachweisen, dass ich das, was da zukünftig von mir verlangt wird, auch tatsächlich kann. Am besten dadurch, dass ich genau diesen Job schon einmal getan habe. Und zwar nachweisbar erfolgreich.
Philipp Rösler war Stabsarzt bei der Bundeswehr. Und ist Mitglied der Vollversammlung der deutschen Katholiken. Wenn also die Zeugen Jehovas einen suchen würden, der nicht mehr zu Fuß kommt sondern mit den Leopard-Panzer vorfährt und im Falle eines Falles auch medizinisch helfen kann, wäre er genau der Richtige. Warum er aber besonders geeignet sein sollte für den Parteivorsitz einer Partei die nichts bewegt hat und die kaum jemand braucht, keine Ahnung. Da könnte man doch auch bei Westerwelle bleiben, oder?
Ein Beitrag aus der Reihe R³ - Rottlers Rigoroses Review





