Russland liefert Raketen an Syrien
Bereits 4.000 Menschen sollen bei den Unruhen, die seit Monaten in Syrien wüten, ums Leben gekommen sein. Während von den Vereinten Nationen Sanktionen gegen das Assad-Regime ausgearbeitet werden, führte Russland die Lieferung einer nicht näher bekannten Anzahl von Jachont-Raketen an Syrien durch. Obwohl sich die russische Führung mit Sicherheit dessen bewusst ist, dass dieser Schritt internationale Kritik nach sich ziehen sollte, beruft man sich in Moskau darauf, dass keine internationaler Gesetze verletzt wurden.
Wie unter anderem die israelische Online-Zeitung Ynet-News berichtet, wurde der Vertrag über die Lieferung von insgesamt 72 Anti-Schiff-Raketen vom Typ P-800 Oniks schon im Jahr 2007 abgeschlossen. Die Auftragssumme beträgt 222 Millionen Euro. Die Lenkraketen dienen in erster Linie einer Abwehr von Angriffen, die vom Meer aus erfolgen. Die Reichweite beträgt 300 km. Die Fluggeschwindigkeit wird mit Mach 2,6 angegeben. Die exakte Stückzahl der vermutlich bereits durchgeführten Lieferung ist nicht bekannt.
Israel zeigt sich besorgt, dass die Waffen über den Libanon in die Hände der islamistischen Organisation Hezbollah fallen könnten.
Zur gleichen Zeit wurde von der UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, bekannt gegeben, dass die Zahl der Todesopfer seit Ausbruch der Unruhen in Syrien, vor mittlerweile acht Monaten, bereits 4.000 erreicht haben soll. Gleichzeitig warnte sie vor einer weiteren Eskalation der Gewalttätigkeiten, die in einen Bürgerkrieg ausarten könnten.
Abgesehen von der Lieferung der Überschall-Raketen, zeigt Russland sich auch bereit, die syrische Armee in der Handhabung der Waffen auszubilden. Offizielle Stellungnahmen aus dem Weißen Haus bezüglich der russischen Unterstützung Syriens, während von den NATO-Staaten vorläufig Wirtschaftssanktionen verhängt werden, und ein militärisches Einschreiten in naher Zukunft keineswegs ausgeschlossen werden kann, sind vorläufig noch nicht bekannt.





