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Bohrmaschinen im Test

In vielen Haushalten zählt die Bohrmaschine zur Standardausrüstung und ist eines der am meisten genutzten Werkzeuge des Handwerkers. Das Gerät zeichnet sich durch die vielseitigen und variablen Einsatzmöglichkeiten aus. Der Allgemeinbegriff „Bohrmaschine“ wird häufig für unterschiedliche Gerätschaften angewendet. Dabei unterscheiden sich die Bohrmaschinenarten erheblich. In diesem Testbericht werden die Begrifflichkeiten erklärt, die Vorteile der einzelnen Ausführungen erläutert und wertvolle Tipps geliefert.



Die Bohrmaschine

Die Bohrmaschine eignet sich zum Bohren in Metall und Holz. Dabei arbeitet das Gerät ohne Schlag. Wer vor dem Kauf die Anforderungen an seine Bohrmaschine kennt, kann sich ein Modell kaufen, das genau auf die Bedürfnisse an Leistung sowie Preis zugeschnitten ist.

Tipp: Die durchschnittliche Lebensdauer einer Bohrmaschine liegt, je nach Einsatzhäufigkeit und Qualität, zwischen 6 und 10 Jahren. Deshalb lohnt es sich vor dem Kauf die einzelnen Modelle zu vergleichen, sodass man ein adäquates Exemplar erhält.

Dieser Testbericht beantwortet zahlreiche Fragen und gibt nützliche Zusatzinformationen, sodass man das ausgewählte Modelle mit Freude bedienen kann, weil es exakt den Anforderungen entspricht.

Das Einsatzgebiet: Was ist zu bohren?

Das Einsatzgebiet bestimmt die Art der Bohrmaschine. Wer in einem Hochhaus lebt, bohrt häufig in Stahlbetonwände, während in Häuser die Wände auch mit Holz oder Gips verbaut sind. Weiter ist entscheidend, wie häufig die Bohrmaschine zum Einsatz kommen soll. Wer lediglich ein paar Mal im Jahr zur Bohrmaschine greift, ist mit einem Amateurexemplar gut ausgestattet. Wird die Bohrmaschine mehrmals monatlich gebraucht, lohnt sich ein Profi-Gerät. Mit der nachstehenden Auflistung kann der Aufwand leicht abgeschätzt werden:

  1. Amateurhandwerker: Die Bohrmaschine wird nur genutzt, wenn ein neues Regal gekauft wurde, eine Lampe angebracht wird oder ein großer Spiegel an der Wand befestigt wird.
  2. Hobbyhandwerker: Die Bohrmaschine wird regelmäßig in der eigenen Hobbywerkstatt eingesetzt.
  3. Dauerrenovierer oder Häuslebauer: Das Gerät ist im regelmäßigen Einsatz am Bau.
  4. Profi-Handwerker: Die Bohrmaschine wird beruflich genutzt, kommt wöchentlich mehr als drei Mal zum Einsatz und zählt zum Standardwerkzeug.

Schlagbohrmaschine

Diese Ausführung gilt als Allrounder unter den Bohrmaschinen. Nahezu jedes Material ist mit einer Schlagbohrmaschine zu bearbeiten. Zudem bieten Schlagbohrmaschinen zahlreiche Zusatzfunktionen wied das Drehen von Schrauben. Im Test zeigte sich, dass eine Schlagbohrmaschine vom Amateuer bis zum Profi-Handwerker das gesamte Spektrum an Bohrarbeiten abdeckt. Der konventionelle antrieb erleichtert das arbeiten. Der Motor mit dem Getriebe befindet sich im Inneren und ermöglicht in der Regel eine stufenlose Übersetzung. Das zusätzliche Ratschengetriebe kommt mit der Schlagbohrfunktion zum Einsatz. Dadurch vibriert der Bohrer, sodass der nötige Vorwärtsschub erfolgt. Dieses Exemplar weist eine geringere horizontale Vorwärtsbewegung auf, bietet aber keine Meißelfunktion. Durch die hohe Schalg- und Drehzahl sind Schlagbohrmaschinen ideal für den Einsatz auf Metallen sowie etwas weicheren Materialien. Wir ein härteres Material mit der Schlagbohrmaschine bearbeitet, ist lediglich mehr Körperkraft gefordert, wobei die Schnelligkeit sehr abnimmt. Schlagbohrmaschinen sorgen für exakte Präzision bei Löchern.

Der Testbericht zeigt, dass die Schlagbohrmaschinen

  • zum universellen Einsatz geeignet ist
  • ein hohes Maß an Präzision bietet
  • über zahlreiche Zusatzfunktionen verfügt.

Säulenbohrmaschine

Je nach Art des Materials oder der Bohrung kommt eine Säulenbohrmaschine, auch als Tischbohrmaschine bekannt, zum Einsatz. Bei dieser Ausführung handelt es sich um eine fest installierte Bohrmaschine, die auf einer Säule, dem Fuß oder einem Bohrtisch steht. Die Säulenbohrmaschine ist für kleinere bis mittlere Werkstücke ausgelegt und ermöglicht das Verschieben oder Befestigen am Werktisch mittels eines Maschinenschraubstockes. Die Kraft des Motors wird mit dem Bohrspindel an die Bohrpinole sowie das Bohrfutter übertragen. Die Bohrpinole kann maschinell oder manuell angetriben werden und wird senkrecht nach unten auf das Werkstück bewegt. Mit der Säulenbohrmaschine können zahlreiche Materialien bearbeitet werden. Spezielle Bohrer ermöglichen den Einsatz für Plastik, Holz oder Metall. Der Pluspunkt dieser Ausführung liegt in der exakten Arbeitsweise, der Präzision sowie der Sicherheit.Bereits vor dem Bohren kann die Bohrtiefe festgelegt werden. Der Nachteil dieser Bohrmaschine liegt darin, dass sie an einem Standort verbleibt und kaum Flexibilität ermöglicht.

Bohrhammer

Wenn es um schwierige und harte Materialien geht, kommen Bohrhämmer zum Einsatz. Auch Stahlbeton ist für dieses Modell keine Herausforderung. Entscheidend für die Stärke des Bohrhammers ist die Antriebskraft. Mehrere tausend mal pro Sekunde schlägt die elektropneumatische Kraft auf den Bohrkopf. Dadurch wird eine horizontale Vorwärtskreft des Bohrwerkzeugs geboten. Der Bohrhammer zeichnet sich dadurch aus, dass keine hohe Körperkraft eingesetzt werden muss, um di durchschlagende Ergebniss bei harten Materialien zu erzeugen. Der Anpressdruck wird durch das pneumatische Schlagwerk erzeugt. Durch die Vorwärtsbewegung saugt sich ein Bohrhammer regelrecht durch Stahlbeton oder Granit. Während die Schlagbohrmaschine eine hohe Drehzahl bietet, arbeitet der Bohrhammer mit einer wesentlich geringeren Drehzahlen. Bei metallischen Materialien wie Aluminium, Kupfer oder Stahl ist eine sehr hohe Drehzahl erforderlich, damit die Bohrung präzise wird. Im Test zeigte sich, dass weichen Materialien mit Bohrhämmern nicht optimal bearbeitet werden können. Diese Bohrmaschinen arbeiten aufgrund der Vorwärtsbewegung nicht so präzise wie Schlagbohrmaschinen. Dadurch kann bei Gibs und ähnlich weichem Material aus einem 6 mm Dübelloch ungewollt schnell ein 8 mm Dübelloch entstehen.

Der Testbericht empfiehlt den Bohrhammer für:

  • Stahl
  • Kupfer
  • Beton und harte Steinarten
  • Aluminium
  • Vollziegel
  • und zum Meißeln.

Tipp: Den besten Bohrhammer finden Sie unserem Bohrhammer Test.

Schlagbohrschrauber

Der Schlagbohrschrauber besitzt ein Schlagwerk. Dieses dient dazu, schnell und in regelmäßigen Abständen einen Schlag in die Achsrichtung abzugeben. Der Bohrer schlägt quasi entlang seiner vorgegebenen Richtung auf das Material, was vor allem bei sprödem sowie hartem Material notwendig ist. Der Schlagbohrschrauber zählt zu der Kategorie der „Impulsschrauber„, da er eine geschlagene impulsartige Drehbewegung hat und ein höheres Drehmoment an der Schraube aufweist. Der hohe Drehmoment wird dadurch erreicht, dass der Elektromotor beim Impulsschrauben kurzfristig überlastet wird. Der Schlagbohrschrauber ist mit einem Zweiganggetriebe ausgestattet, sodass schnelles Bohren und langsames Schrauben möglich ist.

Watt und Drehzahl

Die Bohrmaschine bietet eine hohe Präzision. Da das Bohrfutter festsitzt, kann es nicht zum Wackeln kommen. Je mehr Leistung das Modell bietet, desto leichter ist das Arbeiten. Die Leistungen liegen zwischen 500 und 1000 Watt. Eine Bohrmaschine im Test zeigte, dass für den normalen Hausgebrauch eine Leistung, die bei 700 Watt angesiedelt ist, vollkommen ausreichend ist. Weiter ist die Drehzahl (Leerlaufdrehzahl) für die Leistung ein entscheidender Parameter. Je höher die Drehzahl ist, desto mehr Leistung bringt die Bohrmaschine. Für den Einsatz im privaten Bereich lieferte die Bohrmaschine beim Test gute Ergebnisse bei einer Drehzahl von ca. 2.500 Umdrehungen pro Minute. Nach Möglichkeit sollte die Drehzahl regelbar und stufenlos einstellbar sein.

Tipp: Wird viel mit Holz gearbeitet, ist eine Drehzahl von 4000 Umdrehungen in der Minute besser, denn dadurch werden die Arbeiten sauberer und präziser ausgeführt.

Drehzahlregelung

Nicht bei jedem Modell kann man die Drehzahlregelung (Leerlaufdrehzahl) individuell vornehmen. Bietet die Bohrmaschine eine Drehzahlregelung, sollte immer mit eine nierdrigen Drehzahl begonnen werden. Während des Arbeitens kann diese sukzessive erhöht werden. Die stufenweise Drehzahlregelung bietet im Test die besten und subersten Ergebnisse. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, nach einem Modell Ausschau zu halten, bei dem eine stufenlose Regulierung der Drehzahl möglich ist. Das ist wichtig, denn je nach Material ist eine andere Geschwindigkeit (Leerlaufdrehzahl) nötig. Kann die Maschine darauf reagieren, sind die Bohrergebnisse entsprechend den eigenen Vorstellungen. Bietet das Modell diese Möglichkeit nicht, so läuft das Gerät im schlechtesten Fall heiß, überhitzt und wird nachhaltig beschädigt. Mit einem separaten Steuerrad kann der Bohrmaschine kann die Drehzahl variabel eingestellt werden.

Tipp: Im Test bestätigte sich bei Probebohrarbeiten die Formel:“Je kleiner der Bohrkopf ist, desto höher sollte die Drehzahl (Leerlaufdrehzahl) ausfallen„.

Bohrfutter

Zur Aufnahme der unterschiedlichsten Einsatzwerkzeuge wie Spitzsenker, Spiralbohrer, Entgratwerkzeuge oder Reibahlen benötigt die Bohrmaschine unterschiedliche Spann- sowie Klemmfutter. Das Zahnkrankbohrfutter wird am häufigsten eingesetzt. Für dieses Bohrfutte ist der drehbare und sichtbare Zahnkranz typisch. Dieser wird durch einen Bohrfutterschlüssel bedient, mit dem die aufgeschnittene Verzahnung der drei Spannbacken geöffnet und geschlossen werden kann. Es gibt drei Arten der Kraftübertragung, die den sicheren Sitz des Einsatzwerkzeuges ermöglichen.

  1. eine festziehende Hand, die über die Hebellänge des Bohrfutterschlüssels zieht
  2. Übersetzung via Zahnzahl des Schlüsselritzels
  3. Übersetzung des Innengewindes des Zanhkranzes zum Spannbackengewinde

Die meisten Bohrfutter weisen eine Spannbreite zwischen 0,5 und 13 mm oder 3,0 bis 16 mm auf. Das Schnellspannbohrfutter kommt überall dort zum Einsatz, wo es auf einen schnellen und häufigen Bohrerwechsel ankommt. Man erkennt das Schnellspannfutter an der kordierten Drehhülse. Der Bohrfutterschlüssel ist nicht nötig. Durch den Backenkäfig werden die Spannbacken zwangsgeführt. Der Backenkäfig wird durch die Drehhülse gleitend bewegt. Im Unterschied zum Zahnkrankbohrfutter ist es möglich, die Bohrerschäfte auf einer größeren Länge zu spannen. dadurch wird der Anpressdruck beim Bohren höher und es erhöht sich die Spannkraft. Um zu Spannen oder entspannen ist kein Schlüssel erforderlich, denn die Spannkraft der Hand reicht aus. Bei Schnellspannfuttern gibt es Unterschiede.

Diese sind nur:

  • für den drehenden Rechtslauf
  • den schlagenden Rechtslauf
  • den drehenden Linkslauf und Rechtslauf
  • den schlagenden Linkslauf und Rechtslauf

Unbedingt beachten: Es ist immer darauf zu achten, ob es sich um einen Linkslauf oder Rechtslauf handelt! Bei Micro- und Kleinbohrmaschinen werden auch Spannzangen zum Spannen der Spiralbohrer eingesetzt.

Zweibackenfutter

Bei dem Zweibackenfutter handelt es sich um ein Spezialfutter, um Vierkantschäften zu spannen. Beim Zahnkrankbohrfutter werden die Spannbacken von außen mit einem Vierkantschlüssel über die Gewindespindel mit dem gegenläufigen gewinde gespannt. Zweibackfutter verfügen oft über eine kardanische Aufhängung, damit die Ungleichmäßigkeiten der führenden Hand ausgeglichen werden können.

Schlagzahl der Bohrmaschine

Die Schlagzahl gibt an, wie viele Schläge die Bohrmaschine in einer Minute ausführen kann. Bei der Schlagzahl verhält es sich ebenso wie bei der Drehzahl. Je höher die Schlagzahl, desto höher die Lesitung. Für normales Bohren ist eine Schlagzahl von 4000 Schlägen pro Minute ausreichend, um saubere Ergebnisse zu erhalten.

Verarbeitung und Lautstärke

Das Gehäuse einer Bohrmaschine besteht entweder aus Kunststoff oder Aluminium. Wichtig ist, dass auf eine gute und robuste Verarbeitung geachtet wird. Eine Bohrmaschine, die beim Test kleine Risse zeigt, ist schlecht verarbeitet. Eine solide Verarbeitung ist notwenig, damit das Modell seinen Einsatz über einen langen Zeitraum solide erfüllen kann. Natürlich erzeugt eine Bohrmaschine im Einsatz Lärm. Meher als 85 Dezibel sind bei Bohrmaschinen keine Seltenheit. Minderwertige Material und eine schlechte Verarbeitung können zu einer zusätzlichen Lärmquelle werden.

Tipp: Bei Arbeiten ist das Tragen eines Gehörschutzes empfehlenswert. Im Eifer der Gefechts bemerkt man die Lautstärke oft nicht oder schätzt die Gefahren falsch ein. Damit es nicht zu keinem Gehörsturz und nachhaltigen Gehörschäden kommt, sollte der Gehörschutz immer getragen werden. WEiter ist das Tragen einer Schutzbrille von Vorteil, denn beim Bohren kann es zu Feinstaub kommen oder kleine Schmutzpartikel können ins Auge gelangen. Mit Gehörschutz und Schutzbrille sind Heim,- und handwerker auf der sicheren Seite.

Bohrer

Der Bohrer bildet das Herzstück der Bohrmaschine, weshalb dieser hochwertig sein und immer genau auf den Einsatz abgestimmt werden. Nur ein korrekt ausgewählter Bohrer macht die Bohrmaschine zu einem nützlichen Werkzeug, weshalb die Konstruktion und Qualität des Bohrers entscheidend, ob die Maschine ihre volle Kapazität ausnutzen kann. Oft wird die Bohrmaschine im Test schlechter bewertet, weil der Bohrer schlecht ist und bereits seine Schneiden beim ersten Einsatz verloren hat. Nicht die Maschinen sind häufig schlecht, sondern die Bohrer weisen eine mindere Qualität auf. Bei Bohrern handelt es sich um hochwertige Werkzeuge, weshalb der Qualität des Bohrers beim Kauf absolute Priorität eingeräumt werden sollte. Je nachdem, wo und wie die Bohrmaschine eingesetzt wird, sind verschiedene Bohrer einzusetzen, die in das Bohrfutter geklemmt werden. Der größte Teil der angebotenen Modelle arbeitet mit einem Schnellspannfutter. Durch dieses wird ein schneller Wechsel des Bohrers möglich, ohne dass weiteres Werkzeug benötigt wird. Das Bohrfutter und dessen Aufnahme entscheidet über die Auswahl des Bohrers. Profi-Modelle sind in der Regel mit einem SDS-Plus-Bohrfutter versehen, weshalb ein Bohrer mit SDS-Plus-Schaft erforderlich ist. Heimwerker sind mit einem Bohrfutter für zylindrische Bohrer gut bedient, denn mit einem derartigen Schaft können alle Bohrer aufgenommen werden. Weiter ist die Spannweite des Bohrfutters entscheidende. Diese ist meistens bis zum 10,5 mm ausgelegt. Weist der Bohrer einen größeren Bohrdurchmesser auf, wird ein Modell benötigt, die 13 oder 16 mm Bohrfutterspannweite aufweist.

Gut zu wissen: Die Auswahl des geeigneten Bohrers richtet sich nach dem material. Mit Spiralbohrern kann man unterschiedliche Materialien wie Holz oder Aluminium bearbeiten, denn die Spirale verfügt über eine Steigung. Je weicher das Material ist, desto länger sollte die Steigung gezogen sein, um optimale Ergebniss zu liefern. Fliesen, Beton, mineralische Materialien oder Mauerwerk bearbeitet man mit einem Hartmetallbohrer, die niemals in Bohrmaschine eingesetzt werden dürfen, die eine Schlagfunktion besitzen.

Um den Bohrer zu wechseln, ist ein spezieller Schlüssel erforderlich. Wenn das Werkzeug häufig zu wechslen ist, weil andere Materialien einen anderen Bohrer erfordern, sollte dieser leicht sowie schnell zu wechseln sein. Schnellspannbohrfutter ist die schnellste und bequemste Möglichkeit, den Bohrkopf auszuwechslen. Mit dem Schlüssel kann der Bohrkopf einfach menuell gelöst und wieder festgezogen werden. Der Bohrkopf sollte ebenso wie der Bohrer nicht aus hochwertige Verarbeitung verzichten, denn sonst kann es zum „Rundlaufen“ kommen, was für die Maschine schlecht ist und das Arbeiten unmöglich werden lässt.

Akku oder Kabel?

Wird die Bohrmaschine einem Test unterzogen, stellt sich oft die Frage, ob ein Modell mit Akku oder Kabel favorisiert wird. Für den professionellen Einsatz auf Baustellen, bietet die
Bohrmaschine mit Kabelanschluss durch den häufigen Einsatz die bessere Möglichkeit. Zwar bietet nicht jeder Bau einen Stromanschluss, aber im Zuge der Arbeiten ist meistens ein Anschluss am Baustromverteiler frei, mit dem gearbeitet werden kann, ohne auf die Akkukapazität zu achten. Wird an Fahr- oder Außengerüstre gearbeitet, ist die Herstellung eines Stromanschlusses oft nicht möglich, zu zeitaufwendig oder kompliziert. Auf weitläufigen Baustellen bietet sich oft keine Möglichkeit, überhaupt eine Stromversorgung herzustellen. Aus diesem Grund ist die akkubetriebene Bohrmaschine auf Baustellen eine beliebte Variante. Auch Heimwerker profitieren von Modellen, die mit Akkus betrieben werden. Der fehlende Stromanschluss im Garten oder im häuslichen Bereich stellt kein Problem dar, wenn man sich auf die Akkus verlassen kann. Beim Einsatz der Bohrmaschine im Test zeigte sich, dass Kabel zu einer gefährlichen Stolperfalle werden können. Zudem kann der Boden feucht sein, weswegen das Arbeiten mit Strom nicht vorteilhaft, sondern gefährlich ist. Der Akku zählt deshalb zu den wichtigsten Bauteilen. Um die Bohrmaschine schnell aufzuladen, ist ein leistungsfähiges Ladegerät nötig. Ein NiMH-Akku reicht für einen Akkuschrauber aus, ist bei einer Bohrmaschine die weniger zufriedenstellende Lösung. Bei einer Akkuschlagbohrmaschine stösst der NiMH-Akku schnell an seine Leistungsgrenze. Deshalb empfiehlt sich ein Li-Ionen-Akku. Dieser ist schnell aufgeladen und weist keinen Memory-Effekt auf. Ideal sind Ausführungen, die über zwei Akkus verfügen. Weiter ist ein Ladegerät mit Ladebegrenzung ideal, denn das sind die Voraussetzungen, um einen verbrauchten Akku innerhalb einer halben Stunde mit der Schnellladefunktion nachzuladen.

Wird die Bohrmaschine im Test betrieben, zeigt sich, dass es bei hochwertigen Modellen es keinen Unterschied macht, ob die Bohrmaschine via Kabel oder Akku betrieben wird. Deshalb können Ausführungen, die mit einem wertigen Akku ausgestattet sind, mit der Leistung des Stromanschlusses mithalten, ohne dass Einschränkungen in der Leistung zu verzeichnen wären.

Empfehlung: Modelle, die über zwei mitgelieferte Akkus verfügen sind besser, denn dann steht immer ein aufgeladener Akku bereit, sodass Arbeitsgänge nicht wegen einem Ladevorgang unterbrochen werden müssen. Das ist besondere für Heimwerker wichtig, die oft unter Zeitdruck neben dem Job Arbeiten erledigen müssen. Eine Bohrmaschine im Test überzeugt, wenn ein hochwertiger Koffer die Bohrmaschine schützt und den Transport vereinfacht.

Tipp: Wenn Sie den besten Akkuschrauber suchen, lesen Sie unseren Akkuschrauber Test.

Ergonomie und Griffe

Bohrmaschinen sind hochwertiges Werkzeug, das mit der Hand gehalten und mit Muskelkraft geführt wird. Mit der Zeit kann es sehr anstrengend werden, wenn die Griffe nicht ergonomisch sind und das festhalten erleichtern. Durch Gummierungen werden Handwerker beim Arbeiten vor unbeabsichtigtem Abrutschen geschützt, das ein erhebliches Unfallrisiko birgt. Bietet das Modell lediglich einen Kunststoffgriff, so kann dieser „klebrig“ werden. Ein ergonomisch konstruiertes Gehäuse ist entscheidend, damit ein sicherer Halt in der Hand gewährleistet ist. Das Gehäuse sollte stabil und robust sei, damit es den Belastungen standhält. Ein zweiter Handgriff ist von Vorteil, denn dadurch ist es möglich, das Werkzeug mit zwei Händen zu bedienen, was Kraft spart. Einige Exemplare verfügen über eine eingebaute Absaugefunktion. Diese ist nicht unbedingt erforderlich, aber komfortabel und erspart das Anhalten eines Staubsauger.

Tipp: Wer viel über Kopf bohren muss, sollte nicht auf eine eingebaute Absaugfunktion verzichten.

Überhitzungsschutz

Der Überhitzungsschutz kann die Lebenszeit einer Bohrmaschine enorm erhöhen. Gerade bei Modelle, die via Akku betrieben werden, sollte auf einen Überhitzungsschutz nicht verzichtet werden. Dieser sorgt dafür, dass die Bohrmaschine automatisch ausgeschaltet wird, wenn eine bestimmte Betriebstemperatur erreicht ist.

Leuchten

Vorteilhaft sind Modelle, die über eine integrierte Lampe verfügen. Mit dieser können das Werkstück oder die Wand in dunklen Arbeitsbereichen ausgeleuchtet werden. Eine integrierte Lampe ist sinnvoll, wenn in Schränken oder unter Möbeln gearbeitet wird. Die Lampe erhöht den Komfort und sorgt für Sicherheit beim Arbeiten. Modelle mit einer integrierten Lampe machen den Handwerker unabhängig von fremder Hilfe, was bei dringenden Arbeiten vorteilhaft ist. Mit Licht überzeugte die Bohrmaschine im Test besonders, wenn die Lichtverhältnisse schlecht waren.

Bedarfsgerecht und individuell

Heimwerker, die auf der Suche nach einer Bohrmaschine sind, sollten im Vorfeld genau abklären, wie häufig und wo das Modell vorwiegend eingesetzt werden soll. Der Markt bietet für jeden Anspruch das geeignete Exemplar. Heimwerker sind keine Profis, benötigen aber trotzdem Werkzeug, das verlässlich seinen Dienst erfüllt. Deshalb ist bei Bohrmaschinen immer auf eine gute Verarbeitung sowie hochwertige Materialien zu achten. Nicht jedes günstige Modell muss schlecht sein. Der Teufel liegt oft im Detail und zeigt sich im Zubehör und kleinen Verarbeitungsmakeln.