10 Sätze über ... Ihre Schulden!
Ein nicht genau definiertes Gefühl macht sich in mir breit beim Gedanken, dass ein nicht unerheblicher Teil der Leserschaft zufrieden mit sich und der Welt daheim herumlümmelt, umwölkt von der honigsüßen Vorstellung, alles sei gut, insbesondere der eigene finanzielle Status. Dieser Vorstellung möchte ich die krankhafte Süße nehmen. Denn meine Tageszeitung veröffentlicht heute Daten, welche Aussagen, dass die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden um wiederum fast 100 Milliarden auf nunmehr ungefähr 1,79 Billionen gestiegen sind. Das bedeutet, dass jeder einzelne deutsche Bürger quasi von Staats wegen mit 21 882 Euro verschuldet ist.
Klar: ein Staat muss Geld ausgeben, um die Aufgaben zu erfüllen, die ein Staat eben zu erfüllen hat. Nicht mehr und nicht weniger erwarten wir von ihm.
Der deutsche Adlige und Bankier Amschel Meyer Rothschild hat im 18.Jahrhundert bezüglich vermutlich verlustreicher Finanzaktionen wie folgt philosophiert: Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. In Bezug auf die Schulden, die der deutsche Staat freiweg auf unsere Kosten macht, möchte ich diese Aussage aber wie folgt anpassen: Ihr Geld ist nicht weg. Es gibt nur jemand anderes aus. Und das von mir anfangs benannt Gefühl liegt ganz, ganz nah neben der Empfindung Wut.









