Richtig Entscheidungen treffen und Herausforderungen anpacken
Wir müssen uns immer wieder entscheiden, Tag für Tag. Manche Entscheidungen sind wichtiger, manche weniger. Manche müssen schnell gefällt werden, bei anderen haben wir mehr Zeit. Meist machen wir uns gar keine Gedanken über die Methode unserer Entscheidungsfindung. Über etwas nachdenken und dann entscheiden eben. Im Grunde kann man zwischen zwei Arten unterscheiden, wie wir Entscheidungen fällen: rational oder intuitiv. Die allgemein bekannte Möglichkeit und die am meisten anerkannte ist die rationale Entscheidungsfindung.
Wir sammeln Informationen, spielen die Situation in Gedanken durch, wägen ab, überlegen, wie wir früher entschieden haben und wie das ausging etc. Auf diese Weise kommt man Schritt für Schritt zu einem durchaus ordentlichen Ergebnis. Die Sache hat aber zwei Nachteile: Erstens ziehen wir nur das in Betracht, was uns gerade einfällt und zweitens braucht diese Art der Entscheidungsfindung Zeit, ist also weniger geeignet, wenn z.B. in Notsituationen schnell Entscheidungen getroffen werden müssen.
Die andere Art zu einer Entscheidung zu kommen ist der intuitive Weg. In unserer Intuition, unserem “Bauchgefühl”, fließen die bewussten und unbewussten Erfahrungen vieler Jahre zusammen und sind schnell, weil emotional markiert, verfügbar. Auch die Dinge, die das Bewusstsein vergessen hat, bleiben unbewusst präsent und können verwendet werden. Der Intuition zu vertrauen ist also nicht dumm, sondern im Gegenteil nutzen wir dadurch unser gesamtes Potenzial und können noch dazu viel schneller entscheiden, als auf andere Weise. Also ist es durchaus angebracht in unserer meist sehr rational orientieren Gesellschaft einfach auch mal auf seinen Bauch zu vertrauen.
Falls genügend Zeit zur Verfügung steht, ist es natürlich sinnvoll das Ergebnis der intuitiven Entscheidungsfindung ebenfalls durch das rationale Bewusstsein “gegenzuchecken”. Die Kunst ist es dabei, Korrekturen zuzulassen, aber nicht die Frische und Unmittelbarkeit der Intuition zu verwässern. Wie das geht, kann man lernen.
1. Planen Sie das Vorgehen nicht nur allgemein, sondern auch spezifisch. Die Ziele müssen erreichbar und vor allem konkret sein. Finden Sie eine realistische Selbsteinschätzung und fangen Sie mit den Dingen an, die Ihnen am wenigsten Angst machen.
2. Bereiten Sie sich auf etwaige Misserfolge vor und machen Sie sich klar, dass Sie damit fertig werden. Einen Notfallplan zurechtlegen! Negative Vorahnungen sind oft schlimmer als die Realität, also nicht abschrecken lassen.
3. Sich von anderen Menschen Hilfe holen und um Rat fragen. Es nützt nichts, alleine mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.
4. Seien Sie gefasst auf das unberechenbare Verhalten anderer Menschen. Meiden Sie negative Menschen. Oftmals sind gerade Freunde die größten Miesmacher. Stellen Sie diese zur Rede und wenn nötig verschließen Sie die Ohren.
5. Machen Sie ein worst-case-Szenario und teilen Sie ihre Ängste davor in kleine Teile auf. Sie müssen sich Stück für Stück desensibilisieren. Hier hilft nur Konfrontation. Ausweichen macht Sie auf die Dauer nur schwächer.
Ein Beitrag von Christian Weilmeier




