Video zeigt das Aufsetzen der Absaugglocke
Vor kurzem tauchte bei Youtube ein Video auf, welches das Aufsetzen der tonnenschweren Absauglocke zeigt, wie es von einer der BP-Kameras gefilmt wurde. Der scheinbar problemlose Vorgang ereignete sich am Montag abend. Wie heute jedoch bekannt gegeben wurde, bleiben die Ventile auf weitere 24 Stunden offen. Auch die Arbeiten an der Entlastungsbohrung wurden für die gleiche Zeitspanne eingestellt. Die Erklärungen dazu sind, wie üblich, äußerst wage und oberflächlich. Kent Well, Vizepräsident des Ölgiganten, berief sich auf eine Entscheidung der US-Regierung.
Seit Beginn der Ölkatastrophe wirkt die Berichterstattung unvollständig und oft genug irreführend. An wie vielen Stellen tritt Öl aus? Könnte es sein, dass sogar durch den Meeresboden Öl ins Wasser strömt? Wie schon mehrmals erwähnt, wird Wissenschaftlern, die ihre Hilfe teilweise kostenlos anbieten, der Zutritt von BP verwehrt. Bis zum heutigen Tage gibt es keine Berichte über den Einsatz von U-Booten. Nur in lokalen Medien wird gelegentlich über die Krankheitssymptome berichtet, die sich bei einer nicht genannten Zahl von Menschen, durch das Einatmen der Öl- und Chemikaliendämpfe, einstellen. Nicht nur die direkten Helfer sind davon betroffen, sondern, von den Wetterbedingungen abhängig, alle Bewohner der betroffenen Küstenregionen.
Das folgende Video zeigt den scheinbar reibungslosen Ablauf des Aufsetzens der Absaugglocke. Es scheint, als wäre das Problem gelöst. Sowohl die Unterbrechung als auch die dürftige Berichterstattung lassen allerdings darauf schließen, dass die Situation noch lange nicht unter Kontrolle ist.



