Samstag , 8 August 2020
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Was macht das Kabinett eigentlich nach der nächsten Wahl? (Achtung Satire!)

agentur_fuer_arbeit_1Sie sind es ja bereits gewohnt, wir wissen Bescheid, wir sagen ihnen, wie und warum die Welt sich dreht und sonst ebenfalls alles, was auf dieser Welt so tickt. Nein, ich habe niemanden beleidigt und ich habe auch nicht geschrieben, dass ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit zweifellos einen Tick hat. Da werden auch sie mich nicht dazu bringen, so etwas schreibt man einfach nicht, selbst ich nicht. Heute geht es um die konsequente Planung dessen, was man sein eigenes Leben nennt. Auch der Aspekt, was zu tun ist, um der Allgemeinheit nicht auf der Tasche zu liegen oder auf den Wecker zu gehen, auch dieses Thema soll beleuchtet werden.

Selbstverständlich haben wir bei der Recherche zu nachfolgender Geschichte auf den Einsatz von Trojanern oder anderen Gastarbeitern verzichtet. Das haben wir nicht nötig. Deutschland weiß und ist sich sicher, wer zwingend, unverzüglich und kostenlos informiert werden muss, nämlich „The Intelligence“. Da sieht man es doch wieder, Deutschland weiß Bescheid, und zwar bestens.

In den letzten Wochen haben sie sicherlich festgestellt, meine Einstellung zu Angela Merkel verändert sich, von Tag zu Tag – schneller und brachialer. Darüber und davon soll heute wieder die Rede sein. Angela Merkel profiliert sich immer mehr als vorausschauende und tatkräftige Staatslenkerin. Sie ist für mich mittlerweile ein Wunder an Durchblick und Ausblick. Sie spürt die Zeit in all ihren Facetten, sie erspürt die Veränderungen, lange bevor sie bemerkt und wirksam werden. Und auf diese Veränderungen richtet sie ihre Politik aus, stringent und bedingungslos und basta und so…

Zweifellos verspürte sie mehr als eine Ahnung, dass spätestens nach der nächsten Wahl der ganze Brass mit der Politik und mit der Partei endgültig vorbei ist. Das tut ihr weh und leid, weil sie der Ansicht ist, dass es eine bessere Kanzlerin noch nie gegeben hat. Auch hier hat sie Recht. Unter den bisherigen Kanzlerinnen der Bundesrepublik Deutschland gebührt ihr ohne Diskussion der Platz mit der Nummer 1. Nun gut, der Realität mag sie sich nicht entziehen. Mit der Wahl, es könnte echt dumm laufen. Mit Tränen der Rührung in ihren Augen denkt sie an die ihr liebsten Menschen, sie denkt an ihr Kabinett. Was wird wohl auf diese Menschen warten, getarnt als persönliches Schicksal? Welche Wege werden sich vor ihnen öffnen, wenn sich die Türen der Ministerien in Berlin hinter ihnen geschlossen haben? Mutti Merkel schreibt sich sofort die eben entstandenen Sätze auf, sie würden sich gut in einer eventuellen Abschiedsrede machen, sie greift nach einem Papiertaschentuch – und sie akzeptiert ihre soziale Pflicht, das Schicksal des Kabinetts betreffend.

Für die nächste Kabinettssitzung hat sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. Nach gemeinsamem Gebet und gemeinsamem Singen beharrt sie darauf, dass der Stuhlkreis nicht aufgehoben wird und sich alle an den Händen fassen. „Liebe Kinder, heute wollen wir nicht tagen, für heute habe ich den Onkel vom Arbeitsamt bestellt. Er wird euch helfen wegen – na, ihr wisst schon, man macht sich halt so seine Gedanken. Es ist aber auch zum aus der Haut fahren. Nun gut, der Onkel will euch helfen, für das Leben, wenn wir aus unseren Schlössern vertrieben werden. Die Großeltern des Onkels sind Deutsche aus der damaligen Sowjetunion und er kennt sich mit Vertriebenen bestens aus“. So hat sie gesagt. Der Onkel kam, er sprach mit jedem Kabinettsmitglied und er machte Notizen und diese kamen zu mir. Hier sind sie:

In einer grundsätzlichen Stellungnahme meldete er der oberen Behörde, dass sie Erfolgsaussichten für die Integration des Bundeskabinetts in den ersten Arbeitsmarkt nicht sehr Erfolg versprechend seien, dass man diese Maßnahme nur mit sehr hohem Aufwand zu einem entsprechenden Ergebnis führen könne. Für die gesamte Gruppe, für alle Damen und Herren, da schlug er dringend logopädische Maßnahmen vor, um die Aussprache der Menschinnen und Menschen zu verbessern. Weiter forderte er ebenfalls als zwingende Verpflichtung, Deutschkurse der Kategorie „Anfänger“ als auch „Fortgeschrittene 1“ besuchen zu lassen. Aus mehrstündigen Gesprächen mit jeder einzelnen Person wurde recht schnell klar, diese würden von niemandem verstanden. Weiter sei bemerkenswert, auch untereinander würde man sich nicht verstehen. Von einer gemeinsamen Beschäftigung in einer Firma sei dringend abzuraten.

Auch die sozialen Verhaltensmuster entsprächen nicht unbedingt dem, was notwendig sei. Ein gewisser Ronald Pofalla hatte den Onkel mit den Worten „Ich kann deine blöde Fresse nicht mehr sehen“ empfangen, als es um die Berechnung eventueller Lohnersatzleistungen für diesen ging, weil bei ihm die Möglichkeit einer Arbeitsaufnahme in der freien Wirtschaft am unwahrscheinlichsten sei. Ein gewisser Niebel störe ebenfalls jede Sitzung mit dem Ausruf „Und was ist mit mir, hä?“. Auch seine eventuelle Vermittlung auf den Arbeitsmarkt sei zweifelhaft. Bewerbungen als Hotelier und auch als Versicherungsmakler seien gescheitert, weil er sich nicht von seinem Gebirgsjäger-Käppi trennen wolle. Ein Herr Friedrich sei über alle Maßen auffällig. Er nähme vor jeder Beratungsstunde vom Onkel die Fingerabdrücke und frage ihn über seine Kommunikationshilfsmittel aus. Dabei grinse er deutlich ausgeprägt und mache deutlich, er wisse schon alles.

Die Vermittlung der Herren Rösler und Bahr sei hinfällig, beide hätten bereits einen Vertrag als Regionalvertriebsleiter in der Pharmabranche unterschrieben. Der Herr Schäuble habe deutlich gemacht, dass er keinen Bock mehr habe. Zum Ausstieg sei es empfehlenswert, eine nicht mehr gebrauchte Kaserne in ein Finanzministerium umzuwandeln. So könne S. täglich weiter ins Büro fahren und glauben, er bewege etwas. Der Arzt von S. habe empfohlen, die Dosis Büro alle sechs Monate um zehn Minuten zu reduzieren, damit es nicht zu psychischen Problemen komme. Die anderen Damen und Herren seien sicherlich als Verbandsgeschäftsführer, Lobbyisten oder Aufsichtsräte unterzubringen. Hier würden natürlich und voraussichtlich logopädische Stützmaßnahmen und Deutschkurse entfallen. Das sei bei der Integration von Politikern ganz, ganz außergewöhnlich.

Soweit Auszüge aus dem Bericht von V-Mann „Onkel“. Was gibt es noch zu berichten? Mutti wird sich immer mehr ihrer sozialen Verantwortung bewusst. Die H4-Sätze werden überarbeitet. Es wird eine separate Gruppe von Leistungsempfängern gebildet. Ausschließlich ehemalige Politikerinnen und Politiker werden in dieser Kaste vertreten sein. Die Einstiegsbeihilfe pro Monat liegt bei 10.747,– € pro Person. Dadurch steigt der Durchschnittswert über alle Empfängerinnen und Empfänger auf 1.200,– € pro Monat.

Diesen Wert wird Frau Merkel unter Verzicht auf weitere Details morgen vor der Presse verkünden. Alles wird gut, danke Mutti.

In diesem Sinne…

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