Mittwoch , 20 Oktober 2021
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Studie zeigt: Eisenmangel bei Stillkindern

baby_stillenDas Stillen des Kindes ist in den ersten Lebensmonaten immer noch die beste und natürlichste Nahrung für das Kind. Allerdings konnten Wissenschaftler aus Bonn in einer Studie nachweisen, dass gerade Stillkinder einen Eisenmangel erleiden können. Dieser kann unter anderem zu einer Sauerstoffunterversorgung im kleinen Organismus führen und somit die Entwicklung beeinträchtigen. Welche Ergebnisse diese Studie zutage beförderte und welche Empfehlungen die Forscher bezüglich der Säuglingsernährung geben, lässt sich nun hier bei uns nachlesen. 

Die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), welches an die Universität Bonn angegliedert ist, bestimmten im Rahmen der Studie den Eisenstatus von insgesamt 76 Säuglingen. Die Blutuntersuchungen wurden jeweils in einem Alter von vier, sieben und zehn Monaten durchgeführt, wobei zwei Drittel der Kinder bis zum Alter von vier Monaten in vollem Umfang von ihren Müttern gestillt worden waren. Bei den anderen Babys wurde nach nur drei Monaten Stillzeit ergänzend Babynahrung in Fertigmilch – oder Breivariante gefüttert.

Nach Auswertung aller gesammelten Daten, konnten die Forscher dokumentieren, dass bereits im Alter von sieben Monaten zehn reine Stillkinder ein Eisendefizit vorzuweisen hatten. Wurden die Säuglinge allerdings nach der Stillzeit oder bei nur einmaligem Stillen am Tag zusätzlich mit Flaschennahrung oder Gläschennahrung mit Fleisch gefüttert, reduzierte sich der Eisenmangel deutlich. Eisen selbst ist bei Kindern bereits mit der Geburt als eine Art Reserve in der Leber enthalten, baut sich jedoch auf eine natürliche Weise im ersten Lebensjahr eines Kindes ab. Benötigt wird Eisen zum Aufbau des Blutes sowie zum Sauerstofftransport im gesamten Organismus (Bestandteil roter Blutfarbstoff Hämoglobin).

Aufgrund der gesammelten Erkenntnisse, empfehlen die Wissenschaftler, dass Kinder zwar nachwievor mindestens vier Monate voll gestillt werden sollten, dann jedoch eine Zufütterung mit Flaschennahrung (Milch) und nach und nach Breikost oder Babygläschen, die Fleisch als einen der Inhaltsstoffe aufweisen, erfolgen sollte. Gerade Fleisch ist ein wertvoller Eisenlieferant, was inzwischen auch in der Erwachsenenernährung immer wieder eine Bestätigung findet. Allerdings hat man als Erwachsener den großen Vorteil auf viele weitere eisenhaltige Lebensmittel zurückgreifen zu können, was hingegen bei dem noch jungen Organismus eines Säuglings leider nicht in dieser Form geschehen kann.

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