Sonntag , 26 Mai 2019
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Ist Bill Gates ein Rassist?

studentBill Gates ist, zumindest den Angaben von Forbes entsprechend, einer der reichsten Männer der Welt. Durch das Umlenken vieler Milliarden in sogenannte Wohltätigkeits- Fonds, genießt er den Ruf eines Philanthropen. Das „Gates-Millennium-Scholars-Program” bietet nun 1.000 Studenten ein Stipendium an. Allerdings, zu den geforderten Kriterien zählt, neben entsprechendem Erfolg in der bisherigen Ausbildung, auch die Rassenzugehörigkeit des Antragstellers. Wie lässt sich dies mit dem modernen Zeitgeist bzw. mit „politischer Korrektheit“ vereinbaren?

Mit Bill Gates’ Spendenfreudigkeit hat sich The Intelligence schon mehrmals kritisch auseinander gesetzt. Der Artikel „Der Schwindel mit den Spendengeldern“ beleuchtet die durchaus kommerziellen, und keineswegs wohltätigen, Hintergründe der Bill & Melinda Stiftung. Unter dem Namen „The Giving Pledge“ (Das Spendengelöbnis) wurde im vergangenen Sommer eine, ebenfalls durch Bill Gates organisierte, Sammelaktion bekannt, in der Milliardäre eingeladen werden, zumindest ihr halbes Vermögen „wohltätigen Zwecken“ zu überlassen – besser gesagt: ebenfalls die Milliarden in anderen Fonds unterzubringen.

Neben massiven Investitionen und nicht minder kommerziell motivierten Finanzierungen von Forschungsprojekten, insbesondere im Gesundheitswesen, durch die Bill & Melinda Gates Foundation, finden sich natürlich auch einige Projekte, bei denen wirklich Geld verschenkt wird. So unterstützte die Organisation, die über mehr als 30 Milliarden Dollar verfügt, die Opfer der tragischen Erdbebenkatastrophe in Haiti, eigenen Angaben zufolge, mit $ 2.150.000, was weniger als 0,007% des verfügbaren Vermögens entspricht.

Auf der Webseite der Organisation namens „The Gates Millennium Scholars“ lässt sich sofort erkennen, dass diese von der Bill & Melinda Gates Foundation gegründet wurde. 1.000 lernwilligen Studenten wird bis zum Abschluss der Ausbildung finanziell unter die Arme gegriffen. Als förderungswürdig gilt, wer über entsprechende Schulnoten verfügt und legal in den Vereinigten Staaten residiert. Allerdings, als erstes Auswahlkriterium ist Folgendes zu lesen (im Originalwortlaut):

Students are eligible to be considered for a GMS scholarship if they are African American, American Indian/Alaska Native, Asian Pacific Islander American or Hispanic American.

Also, Berücksichtigung finden ausschließlich Anträge von Menschen schwarzer Hautfarbe, Indianern und Inuits (vormals „Eskimos“ genannt), Asiaten, Ureinwohnern pazifischer Inseln und Zuwanderern aus den spanischsprechenden Teilen der beiden Amerikas. Der gleiche Satz ließe sich auch folgendermaßen formulieren: „Amerikaner weißer Hauptfarbe sind nicht berechtigt, einen Antrag auf ein Stipendium zu stellen!“

Dem Artikel bei Wikipedia (englisch) zufolge, ist Bill Gates selbst englischer, deutscher sowie schottisch-irischer Abstammung. Sein Vater war ein, mittlerweile pensionierter, wohlhabender Rechtsanwalt und seine Mutter entstammte einer Bankiers-Familie. Er ist zweifellos weißer Hauptfarbe, wäre also durch seine eigene Unterstützungsaktion selbst nicht berücksichtigbar.

Rein objektiv betrachtet, sollte es natürlich demjenigen, der Unterstützung anbietet, auch zustehen, die entsprechenden Kandidaten selbst auszuwählen. Die Hauptfarbe dabei ins Spiel zu bringen, ist lediglich eine mittlerweile etwas heikle Angelegenheit. Man stelle sich den Skandal vor, würde an der selben Stelle zu lesen sein: „Bewerbungen werden nur von Antragstellern weißer Hauptfarbe entgegen genommen!“ Kein Mensch scheint sich jedoch darum zu kümmern, wenn Amerikaner europäischen Ursprungs kategorisch ausgegrenzt werden. Entsteht hier nicht der Eindruck, dass rassistisch motivierte Diskriminierung nur dann als solche gilt, wenn sie sich gegen eine andere Rasse als die europäische richtet?

Auf der Webseite der Organisation findet sich zwar eine Telefonnummer (1-877-690-4677), doch stand dort niemand für eine Stellungsnahme zur Verfügung. Es läuft ein Tonband, das auf deutsch besagt: „Kein Anschluss unter dieser Nummer“.

Übrigens, neben Amerikanern europäischer Herkunft werden auch Araber ausgegrenzt. Es wäre jedenfalls interessant zu erfahren, was Bill Gates und seine Berater sich dabei denken.

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