Dienstag , 23 Juli 2024
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Die Zukunft verspricht wenig Gutes

wolken_strandSonderbar ruhig scheinen die Weltnachrichten. Die Fußball-WM in Südafrika hat begonnen. Die Formel I verspricht wieder einmal einen spannenden Grand Prix von Montreal. An das Ölleck im Golf von Mexiko haben wir uns langsam gewöhnt, und außerdem fängt BP ohnehin täglich ein paar tausend Liter auf . Iran wird mit weiteren Sanktionen leben können. Der Türkei Forderungen nach Konsequenzen, wegen des Blutbads auf der Mavi Marmara, scheinen ebenfalls abzuklingen. Alles ist still um Nordkorea – und selbst der Papst entschuldigte sich bei den Missbrauchsopfern. Ist die Welt plötzlich wieder in Ordnung? 

So schlecht kann es auch um den Euro nicht stehen, denn, wie Putin kürzlich verlautete, Russland wird seine Euro-Reserven weiterhin halten. Der Wechselkurs zum Dollar bewegt sich wieder nach oben. Mit einigen Einsparungen wird Deutschland ebenso leben können wie Griechenland und noch ein paar andere Länder der EU. An den Börsen wechseln täglich Milliarden von Wertpapieren den Besitzer und die Kursentwicklungen verhalten sich relativ stabil. Kurz gesagt, alles erweckt den Anschein, als könnten wir damit rechnen, dass unser Leben so weitergehen wird wie bisher.

Allerdings, hat sich irgend etwas an dem, was die Wirtschaftskrise und alles was damit zusammenhängt hervorgerufen hat, geändert? Ist der deutsche Staat alleine nicht immer noch mit unbezahlbaren 1,7 Billionen Euro verschuldet? Die USA mit 13 Billionen Dollar? Und der Rest der westlichen Welt?

Sind es nicht noch immer Millionen in Deutschland alleine, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können und auf Unterstützungen angewiesen sind? Wie sollte sich daran plötzlich etwas ändern?

Sterben nicht immer noch jeden Tag Menschen in Afghanistan und noch mehr im Irak?

lusitania_zeitungsanzeigeHat Südkorea die Behauptung, ihr Kriegsschiff „Cheonan“, das am 26 März sank, sei von einem nordkoreanischen Torpedo getroffen worden, zurückgezogen? Wenn vermeintliche Angriffe auf Schiffe als Anlass für einen Kriegsbeginn verwendet werden, dann kann dies schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Man nehme bloß die „RMS Lusitania“ als Beispiel. Dabei handelte es sich um ein Passagierschiff, das, trotz der deutschen Seeblockade gegen England, während des ersten Weltkriegs, Waffen und Munition von New York ausgehend transportierte, wobei es sich um einen eindeutigen Verstoß gegen internationales Recht handelte. Ganz abgesehen von der unverzeihlichen Gefahr, der man die Passagiere aussetzte. Wie im Bild links zu sehen, hat die deutsche Botschaft die Reisenden sogar durch Zeitungsanzeigen gewarnt.

Wie mittlerweile bewiesen ist, sank die Lusitania nicht wegen des einen Torpedo-Treffers, abgeschossen von einem deutschen U-Boot, sondern wegen der Explosion der an Bord mitgeführten Munition. Trotzdem wurde dieser Vorfall der amerikanischen Öffentlichkeit als Grund für den Eintritt in den zweiten Weltkrieg vorgegaukelt. Allerdings, erst zwei Jahre später.

Das bedeutet, wenn Südkorea, genauer gesagt, natürlich die USA, noch genauer gesagt, die Vertreter globaler Interessen, beschließen, einen Krieg gegen Nordkorea zu beginnen, so kann dieser jeden beliebigen Tag ausbrechen. Heute, morgen oder auch in einem Jahr. Und wo wird China in einem derartigen Konflikt stehen oder Russland? Russischen Zeitungsberichten zufolge, gilt die Behauptung, dass die „Cheonan“ durch ein nordkoreanisches Torpedo versenkt wurde, noch lange nicht als bewiesen.

Und die neuen Sanktionen gegen den Iran? Ja, natürlich, insbesondere Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad gilt als unberechenbarer Bösewicht. Doch wie wurde Saddam Hussein von den Medien dargestellt? Wo sind die gefährlichen Massenvernichtungswaffen, wegen denen Amerika Irak angegriffen hat? Wo ist das friedliche Zusammenleben von Sunniten und Schiiten? Auch wenn die Zeitungen nie darüber schreiben, die Mehrzahl der Iraker sehnt sich nach den alten Zeiten unter Saddam Hussein. Und wieder die Frage: Wo wird China, Irans großer Ölkunde, stehen? Und Russland?

Vielleicht bedarf es noch eines kleinen Zündfunkens. Terroranschlag in …! „Geheimdienstinformationen zufolge, wurde der Anschlag von … aus gesteuert!“ Nein, ich will nicht Schwarzmalen, aber können wir ein derartiges Szenario ausschließen?

Die Wirtschaftskrise der 1930er Jahre in Nordamerika kam erst durch den zweiten Weltkrieg zu einem Ende. Zwischen damals und heute, wirtschaftlich gesehen, gibt es aber zwei markante Unterschiede. Einerseits, waren die damaligen Staatsschulden noch überschaubar und, andererseits, basierte die Wirtschaft noch zu einem großen Teil auf jenen Produkten, die zum Überleben unverzichtbar sind. Auch wenn heutzutage ein immer größerer Teil der Bevölkerung über gerade noch genügend finanzielle Mittel verfügt, um das wirklich Wesentliche zu beschaffen, das Rad der Wirtschaft, das damit verbundene Staatsbudget, braucht den noch immer nennenswerten Anteil von Konsumenten, die Artikel kaufen, die über die Notwendigkeit hinausreichen. Wehe, wenn hier plötzlich gespart werden sollte.

Die Staatsschulden bleiben weiter unbezahlbar hoch. Die Zinslast drückt immer schmerzhafter auf das Budget. Jene internationalen Institutionen, die das Börsenspiel in der modernen Form erfunden und eingerichtet haben, ziehen weiterhin täglich viele Millionen zu ihren eigenen Gunsten ab, weil sie einfach besser verstehen, wie dieses ihr Spiel funktioniert.

Auch wenn Deutschland als Vorreiter die Spekulation einzugrenzen versucht, kann ein Land alleine gegen den Strom schwimmen? Ist nicht zu erwarten, dass jene internationalen Kreise, die aus der Spekulation ungeahnt hohe Profite ziehen, alle Mittel einsetzen werden, dass dieses Beispiel nicht Schule macht?

Das legendäre Bilderberg-Treffen fand am vergangenen Wochenende statt. Was immer für die Zukunft am Programm stehen könnte, die Vorbereitungen sind am laufen. Gewiss ließe sich diese unhaltbare Situation, eine Wirtschaftspolitik, die ausschließlich auf Schulden basiert, noch auf eine beschränkte Zeit weiterführen. Doch, wie lange noch? Würde es nicht Sinn ergeben, den „kontrollierten Zusammenbruch“ zu einem Zeitpunkt einzuleiten, solange er sich noch wirklich kontrollieren lässt?

Aber natürlich, ich weiß, vorerst ist es ja doch einmal wichtig, zu sehen, wie Deutschland bei der Fußball-WM abschneidet. Zumindest wird uns beim Sport auch wesentlich mehr Einblick in die Hintergründe und Zusammenhänge gewährt. Und mit den Spielregeln sind wir letztendlich auch besser vertraut. 

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