Montag , 8 August 2022
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Alternative Nobelpreisträger appellieren an Botswanas Regierung

Seit einiger Zeit verfolgen wir die Entwicklung der Buschleute, die im Central Kalahari Game Reserve in Botswana leben. Viele Jahre währt nun schon der Kampf der Frauen und Männer um das  Recht, wieder eine freizugängliche Wassernutzung zu erhalten, die, wie wir bereits berichtet haben, sogar von den höchsten Landesrichtern verweigert wurde. Nachdem den indigenen Buschleuten kürzlich durch das Oberlandesgericht von Botswana erneut der Zugang zum einzigen Wasserloch in dem Reservat untersagt wurde, appellieren nun die 30 Träger des Alternativen Nobelpreises an die Regierung des Landes, den Zugang für das Naturvolk freizugeben. Nicht zuletzt auch deshalb, da vor wenigen Wochen die Vereinten Nationen Wasser zum Menschenrecht ausgesprochen haben.

buschmann_botswanaWie uns die unabhängige Organisation Survival International mitteilte, fordern die 30 Preisträger des Right Livelihood Award (auch als Alternativer Nobelpreis bekannt) den Präsidenten von Botswana, Ian Khama, auf, den Menschen wieder das Recht zu geben, Wasser aus dem im Reservat befindlichen Brunnen schöpfen zu können. Begonnen hatte die Räumung der Buschleute mit dem Auffinden von Diamanten im Jahr 1980 und zieht sich seit dem über einen Zeitraum von rund 30 Jahren, als ein ständiger Kampf um die Rechte hin. Drei große Räumungen zwangen die indigenen Völker sich außerhalb der Reservate anzusiedeln, wobei seit dem selbst das Jagen zu einem täglichen Kampf wird, der nicht selten darin endet, dass die Buschleute verprügelt werden. Neben all diesen Widrigkeiten kommt erschwerend hinzu, dass die betroffenen Menschen nicht an den einzigen Wasserbrunnen dürfen.

Die Alternativen Nobelpreisträger appellieren nun, im Vorfeld der am 14. September in Bonn beginnenden Konferenz „kursWechseln“, unter anderem mit den Worten „…den Buschleuten den Zugang zu Wasser auf ihrem Land zu erlauben und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um eine nachhaltige Zukunft für alle zu sichern (…) Ohne Zugang zu Wasser, ein grundlegendes Menschenrecht, müssen sie kämpfen, um ihre Lebensweise auf ihrem angestammten Land aufrecht zu erhalten.“ Bleibt nun zu hoffen, dass der Präsident von Botswana endlich ein Einsehen hat und den Buschleuten somit, zumindest mit dem lange verwehrten Wasserzugang, zu einem menschenwürdigeren Leben verholfen werden kann.

Offener Brief der Alternativen Nobelpreisträger: http://assets.survivalinternational.org/documents/420/100903_RLA_Letter_Botswana.pdf

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