Mittwoch , 14 November 2018
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Profis dringend gesucht: Fachkräftemangel in der Finanzbranche

Die Finanzbranche bekommt den Fachkräftemangel zu spüren: Spezialisten wie Steuerfachleute und IT-Experten sind heiß begehrt, aber immer schwieriger zu bekommen.

Die Finanzbranche unter Druck

Erst die Finanzkrise von 2008, dann die Niedrigzinspolitik – und dazu die Digitalisierung: Der Finanzsektor hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, selbst die Großen der Branche bleiben davon nicht verschont. Jetzt droht die nächste Krise: Die dringend benötigten jungen High Potentials zieht es zu den hippen Start-ups der Branche – vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ein großes Problem für die etablierten Finanzdienstleister. Denn sie benötigen die Finanztalente dringend, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Tschüss Filiale, hallo Onlinegeschäft

Die Branche befindet sich im Wandel, das zeigt sich deutlich am Rückgang der Bankfilialen. Laut Bankenverband gab es im Jahr 2004 fast 48.000 Filialen in Deutschland – im Jahr 2015 waren es noch etwas über 36.000, Tendenz rückläufig. Das zeigt: Die Zukunft des Finanzsektors liegt nicht im Filialgeschäft. Sondern im Internet. Die Digitalisierung im Bankenbereich schreitet mit hohem Tempo voran, Internet-Direktbanken gewinnen mehr und mehr an Boden. Sie sprechen Kunden an, die ihre Geldgeschäfte am heimischen Rechner oder unterwegs vom Smartphone aus erledigen.

Eine weitere Herausforderung, der sich die Finanzinstitute stellen müssen: Finanz-Start-ups, sogenannte Fintechs, erobern zunehmend Marktanteile. Sie punkten mit Produkten und Dienstleistungen wie Versicherungen per App, digitaler Vermögensberatung und innovativen, bargeldlosen Bezahlmethoden. Laut Statistikdienst Statista beträgt das Transaktionsvolumen in diesem Bereich bereits rund 119 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Wenn die etablierten Banken nicht den Anschluss verlieren wollen, müssen sie die jungen IT-Finanzspezialisten mit innovativen Ideen für sich gewinnen.

Zahlreiche Unternehmen machen erst jetzt ihre Hausaufgaben und versuchen hektisch, sich im Recruiting neu zu positionieren. Besser aufgestellt sind Firmen, die rechtzeitig umgesteuert haben. Das Finanzdienstleistungsunternehmen Swiss Life Select beispielsweise ist auf den Karriereportalen Xing und LinkedIn präsent, ebenso bei Facebook und YouTube. Swiss Life Select nutzt somit die relevanten digitalen Kanäle, die auch die IT- und Finanz-High-Potentials nutzen.

Traditionelle Finanzunternehmen haben ein Imageproblem

Banken benötigen junge, IT-affine und online denkende Fachkräfte, um die nötigen Veränderungen anzugehen und im Finanzmarkt von morgen zu bestehen. Allerdings: Seit der Finanzkrise von 2008 hat das Image der traditionellen Bankhäuser gelitten. Eine Herausforderung für die Human Resources-Abteilungen der Banken, sie stehen vor einer neuen Situation: Wo sie früher aus einem Heer von Bewerbern wählen konnten, sind es heute die qualifizierten Bewerber, die bei den freien Stellen freie Wahl haben.

Bewerber mit neuen Wertmaßstäben

Will eine Bank oder Versicherung junge Fachkräfte an sich binden, muss sie den veränderten Ansprüchen und Erwartungen entsprechen. Ein gutes Gehalt allein sorgt nicht mehr dafür, dass eine Fachkraft ihre Unterschrift unter den Arbeitsvertrag setzt. Flexible Arbeitszeiten, Gesundheits- und Fitnessangebote und ein angenehmes Arbeitsumfeld sind Aspekte, die ein Finanzunternehmen für junge Talente attraktiv machen.

Bewerber erwarten heutzutage:

  • eine ausgewogene Work-Life-Balance
  • gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen
  • Wertschätzung der eigenen Arbeitsleistung
  • ein gutes Betriebsklima
  • umfassende Sozialleistungen

Bildernachweis:
Titelbild – Photo by rawpixel on Unsplash – Fotocredit: Unsplash, 267075, rawpixel

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