Montag , 26 August 2019
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Bildernachweis: DSL - CC0 Public Domain / Pixabay.com

DSL: Telekom-Drama Teil eines globalen Angriffs

Zu Beginn der Woche hat das Drama bei der Telekom für eine Menge Aufmerksamkeit gesorgt. 900.000 Endkunden hätten unter dem Ausfall gelitten. Doch das alles scheint nur Teil eines größeren Plans zu sein.

Telekom nur der Anfang

Betroffen waren am Sonntag und zum Wochenanfang die DSL-Anschlüsse der Telekom. Tausende von Kunden konnten nicht mehr oder nach einem Reboot des Routers nur wenige Minuten ins Internet. Auch Fernsehen per Telekom und Telefon streikten bei den betroffenen Anschlüssen kurzzeitig. Eben alles, was über einen Telekom-Router läuft.

Wie sich mittlerweile herausstellte, lag das Problem allerdings nicht bei der Telekom direkt. Das Ziel der Hacker waren die Router selbst, nicht die Telekom. Neuesten Meldungen zufolge hätten diese eine Schwachstelle im Fernwartungsprotokoll TR-069 gefunden und versucht, die Router in ein IoT-Botnetz einzufügen. Angegriffen wurden die Geräte über den Port 7547.

Teil von etwas Größerem

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) feststellt, handle es sich bei dem Angriff allerdings nicht nur auf einen Angriff auf Router der Telekom. Die Behörde sieht den Angriff als Teil eines größeren Cyberangriffs, der global zum Tragen käme. Auch auf das Regierungsnetz sei dem BSI zufolge versucht worden, zuzugreifen. Nur die dortigen Schutzmaßnahmen hätten Schlimmeres verhindert.

Durch eine solche Attacken können Angreifer auf die Router der Kunden zugreifen und Malware in Form von Viren oder Trojanern einschleusen.

Ein wenig Schuld trifft die Telekom aber dennoch. Bereits im Jahr 2014 war die Sicherheitslücke im TR-069-Protokoll aufgefallen. Sowohl die Telekom als auch andere deutsche DSL-Anbieter hatten ihre Netze damals aber für sicher erklärt. Auf die Schnelle geht die Telekom das Problem mehreren Berichten zufolge nun so an, dass der betroffene Port gesperrt wird und die Angreifer darauf nicht mehr zugreifen können.

 

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