Dienstag , 31 März 2020
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Harry Potter, das Geheimnis von J.K.Rowling und der kollektive psychologische Prozess der Umwandlung

potter_sybmolJ.K.Rowling schöpft in ihren Harry Potter Romanen die Symbolsprache der Dichtung in ihrem integrativen Potential voll aus. Deswegen ist auch der Prozess von Teil zu Teil, bis hin zu Harry Potter and the Deathly Hallows, als geistige Erfahrung ausgelegt. Der Begriff “geistig” schließt jeden Bereich der Lebenserfahrung ein, denn er bezeichnet stets das, was hinter dem augenblicklich erreichten Ziel liegt. Im Folgenden soll gezeigt werden, auf welche Art die Geschichte von Harry Potter eine allumfassende entscheidende Wahrheit lehrt, die uns bislang von den etablierten dogmatischen Religionen vorenthalten wurde. Dazu ist es notwendig aufzuzeigen, wie in diesen Romanen eine tiefe geistige Darstellung wesentlicher Tatsachen erfolgt.

Alle Dichtung enthält naturgemäß eine geistige Dimension. Von J.K.Rowling wird diese als geheimnisvoller innerer Konflikt, der in jedem von uns gelöst werden will, beschworen. Aus dem Verstehen dieses Konfliktes erwächst schließlich aktive Liebe und Intelligenz, Kräfte mit denen die Welt in einen Ort transformiert werden kann, bei dem Teilen und Gerechtigkeit die Menschen zu richtigen gegenseitigen Beziehungen führt.

Es geht für uns alle darum herausfinden, ob die Gedanken jemals aufhören können. Ob Zeit jemals aufhören kann. Für Harry Potter hört Zeit schließlich auf, wenn er das Symbol der Trinität und der Einheit der Sieben in seiner magischen Kraft erfährt. Das Symbol welches abgebildet ist auf dem Buchrücken von Harry Potter and the Deathly Hallows und welches unmittelbar erinnert an das berühmte goldene Rosenkreuz.

Das Zeichen der Deathly Hallows symbolisiert im Roman drei magische Objekte in einem Märchen. Das Dreieck steht für ein Gewandt welches unsichtbar macht. Der Kreis für einen Wiederauferstehung-Stein, der Tote, die von einem geliebt werden, wieder zurück ins Leben bringen kann. Die Linie steht für einen Zauberstab der höchste Kräfte verleiht. Jeder, der alle drei Objekte gleichzeitig besitzt, soll die Macht erlangen den Tod zu überwinden, so wie es Harry schließlich ja im letzten Teil möglich wird. Die drei magischen Objekte beziehen sich auf die intelligente Nutzbarmachung des dreifachen Mechanismus aus linkem Auge (Manas/mentale Energie), rechtem Auge (Buddhi/geistige Energie) und dem Auge Shivas (dem lenkenden Auge der Seele). Das Shiva Auge  ist es, dieses Werkzeug der Weisheit, dessen Wiederentdeckung durch die materialistische Wissenschaft unmittelbar bevorsteht, wenn sie sich beginnt den Fähigkeiten des menschlichen Auges einzeln oder gemeinsam Kraft zu lenken widmet. Das Märchen, dessen Sinn sich in dem Symbol konzentriert, bezieht sich auf das beginnende Denken im Herzen, durch welches sich das geistige Auge eines Menschen öffnet.

Aus diesem Prozeß der Einheit, welches dieses Symbol aktiviert, wächst dann die große Stille hervor und in dieser entdeckt man jenes was wirklich ist. Wenn man so erfährt, dass der Wahrnehmende das Wahrgenommene ist, der Erfahrende das Erfahrende, der Kontrollierende das Kontrollierte, dann sieht man die Gefahr in der Identifikation mit Konflikten und bewegt sich ganz natürlich von diesen davon. Von einem Menschen der ständig im Konflikt ist geht Gefahr aus. Aber wenn der Mensch die Gefahr sieht, die von den Konflikten ausgeht, dann ist damit ein Ende. Diese Gewahrsein allein kann Handlungen einstellen, die Konflikte kreieren. Solange Handlungen durch Ideologien altes Wissen oder Erinnerungen hervorgebracht werden  bringen wir nur Konflikte hervor.

Die Gesellschaft kann geändert werden, wenn wir unsere persönlichen Beziehungen zueinander ändern; jedes Individuum muss dazu aber zuerst in sich psychologisch gegen diese Gesellschaft revolutionieren. Und diese psychologische Evolution – aus dem gegenwärtigen System heraus – findet ja momentan kollektiv statt. Solange wir in der Matrix dieses Systems agieren, sind wir konditioniert durch Angst, durch Verlangen. Wenn wir die Konsequenzen dieser Konditionierungen sehen, hören sie auf. Dieses Sehen ist Intelligenz. Und diese Intelligenz macht uns frei von unseren Ängsten und unserem Verlangen und erst dann können wir ein Licht für uns selber und andere sein. Wir können einen Sprung hinein in diese Intelligenz machen. Und zwar wenn wir einen Einblick in all dies gewinnen, was und wer wir wirklich sind.

Nicht nur wird durch die Gestaltung von Harry Potter das Motiv von dem neugeborenen Retterkind in allen Religionen der Menschheit  symbolisch auf der mythischen Ebene eingelöst, sondern darüber hinaus wird dieses Kind in uns allen als Resonanzfeld aktiviert. So kommt es nun kollektiv zu einer Integration des verleugneten Kindes und damit zum Ende eines falschen Heldentums – wie es ja bis heute noch in so vielen Geschichten und Filmen propagiert wird.

Um dem Geheimnis der Roman-Serie ganz auf die Spur zu kommen bedarf es einer genauen Erfassung seines Inhaltes. Der verborgene Sinn erschließt sich dem Leser schlagartig durch Intuition, die ein synthetisches Wahrnehmen ist – also das Privileg der Seele – und durch Kenntnisse der klassischen Alchemie und der Universellen Weisheitslehre.

K. Rowling sagte im Jahr 1998: „Ich wollte nie eine Hexe sein, aber eine Alchemistin, und das ist etwas ganz anderes. Um diese Zaubererwelt zu erfinden, habe ich ein außerordentlich großes Pensum an Alchemie gelernt. Vielleicht werde ich vieles davon niemals in meinen Büchern verwenden, jedoch muss ich bis ins Detail wissen, was Magie kann und was sie nicht kann, um fähig zu sein, in der Geschichte die Parameter zu setzen und die interne Logik zu schaffen.“

Generelle Kenntnis ist entfernte Kenntnis, das Wissen besteht aber aus Einzelheiten. Nur wer auf das Genaueste in die Manieren, die Absichten und die Charaktere in all ihren Verzweigungen eindringt und sie zu unterscheiden weiß, kann sehen wer er selbst wirklich ist, und auf diesem Erkennen basiert alle Kunst und alles wahre Glück. Herauszufinden wer wir tiefenpsychologisch wirklich sind, dies nannte  Jung den Individuationsprozess. Er erforschte diesen an Hand der Alchemie und deren Symbolen über weite Strecken seines Lebens. Die Alchemie ist ein psychologischer Prozess der Umwandlung der in jedem selbst stattfindet, der sich mit ihr korrekt beschäftigt. Sie bedeutet das Verstehen von Energien, Symbolen, die unserem Dasein zu Grunde liegen. Die Alchemie ist insofern die Brücke zwischen der östlichen und westlichen Psychologie.

Intelligentes Denken hilft nun der Menschheit einen neuen Rhythmus anzunehmen. So wird sie erkennen, dass das Leben einen überirdischen Sinn erhält. Nicht der Inhalt macht das Wesen der Informationen aus, sondern ihre Eigenschaft des Resonierens. Symbole sind tatsächlich resonatorische Strukturen, vibratorische Formfelder und auch wir selber sind bis in den Kern resonatorischer Natur.

Nur der Trennung zwischen Spiritualität und Wissenschaft haben wir es zu verdanken, dass wir bisher nicht zu voller Erkenntnis der Symbole und des symbolischen Wissens gelangten. Als resonatorische Strukturen erschaffen die Symbole buchstäblich unseren feinstofflichen Lichtkörper. Dieser Lichtkörper kann nur durch einen bewussten Umgang mit Symbolen aktiviert werden. Zahlen sind für den erleuchteten Verstand ein reales Ding und gleichzeitig ein Atem, der von Gott kommt: Wo nichts Form erhält, außer durch die Gottheit, welche eine von den Zahlen ausgehende Wirkung ist. Die Zahlen sind die heilige Sprache.

 

Harry Potter : 4 Girls oder 4 Göttinnen 

 

Die Vielfalt des Menschlichen fügt sich symbolisch um Harry zu einer einzigen Aktionseinheit des Gruppenbewusstseins und der Zusammenarbeit – und nur so kann der Kampf gegen das vermeintlich Böse (in uns) gewonnen werden.

Wie Catherine Danielson in ihrem Essay Harry´s Loves, Harry´s Hates: A New Key to Their Mysteries herausgearbeitet hat, gibt es für Harry Potter vier besondere Partnerschaftsfügungen die das andere Geschlecht betreffen. Jedes mal geht es dabei für ihn um das Zusammentreffen mit dem potentiell Göttlichen. Cho steht für Chomolunga, die tibetische Mutter der Welt. Luna für die gleichnamige römische Gottheit. Ginny (Ginevra) steht für die keltische dreifache Gottheit aus Jungfrau, Mutter und Tod. Hermione ist der römische Gott Hermes, der Reisende zwischen den Welten. Das Geheimnis der Romane ist das Harrys eigentliche Stärke die Liebe ist. Im ganzen ist der Roman eine Suche nach Liebe und Weisheit. Um dorthin zu gelangen muss Harry in jedem Band als zentrales Motiv ein bestimmtes Geheimnis lösen. In jeder seiner Beziehungen zu anderen Menschen kommt Harry seinem Ziel entweder näher oder nicht, denn nur in diesen Beziehungen kommt wirklich Liebe und Weisheit erfahrbar zusammen.

Wenn man das Symbol welches sich einem aufdrängt annimmt, ist es so, wie wenn sich eine Türe öffnet, die in einen neuen Raum führt, von dessen Existenz wir vorher nichts ahnten. Wenn man aber das Symbol nicht annimmt, dann ist es so, als ob wir achtlos an dieser Tür zu unserer Seele vorbeigehen. Die Seele leidet dann, denn äußere Freiheit taugt ihr nichts. Die Erlösung ist eine lange Straße, die durch viele Tore führt. Die Tore sind die Symbole. Es ist so, dass Gutes und Böses sich immer zuerst vereinigen müssen, wenn das Symbol geschaffen werden soll. Das Symbol ist nicht zu erdenken oder zu erfinden: es wird.

Die Beziehung zwischen Harry und Cho dauert drei Jahre und wir wissen das Cho Harry liebte. Cho verrät schließlich Harrys Geheimnis in dem Moment, wo sie ihre enge Freundin Marieta Edgecombe verteidigt, die sich gegen Dumbledores Armee gestellt hat. Cho ist also ein Symbol für eine falsche Gottheit. Wir müssen auch bedenken das Chos Verrat nur ans Licht kommt durch Hermiones Zauber, ohne diesen wäre Chos Verrat Harry vielleicht nie bewusst geworden.

Hermione symbolisiert selbstlose Liebe und unpersönliche Beziehung – und gleichzeitig Harrys aktive Seite (Ron symbolisiert Harrys passive Seite). Hermione hat ihren Namen von der Heldin aus Shakespeares The Winter´s Tale übernommen, einer Sophia-Gestalt, der mystische Tiefen an Selbsterkenntnis zugänglich sind. In diesem Drama ist Leontes, der Held auf Abwegen im Zentrum, schließlich nichts anderes als die  vollkommene Personifikation von Hermiones Bestrebungen. So wie Harry und Ron nichts anderes sind als die Personifikationen der göttlichen Projektionen Hermiones.

In den letzten Stücken Shakespeares, den so genannten Romanzen The Winter´s Tale, Cymbeline, Pericles und The Tempest, darf sich das göttliche Prinzip von Liebe, Wahrheit und Unschuld durch höhere konkrete Magie schließlich durchsetzen. In diesen Stücken findet Shakespeare für seine Helden den geheimen Mythos, nach dem die Reformation vergeblich suchte. Um diesen Mythos zu finden (oder für uns zu erschaffen) benötigte er den Weg über seine sieben großen Tragödien, in deren Mittelpunkt Hamlet steht. Er schöpft diesen Mythos aus dem alchemistischen Prozess den diese sieben Tragödien gemeinsam darstellen. In all diesen Tragödien lehnt der Held  die Fülle der Göttin ab und unterliegt deswegen einem Prozess des Verfalls den Ted Hughes den Shakespearean Moment nennt. Dieser führt jeweils analog über die Stufen doppelte Sichtweise, Hass, Angst und Irrsinn. Dies ist ein magischer und mythischer Vorgang, der die Helden jedes mal gegen ihren Willen ergreift und der sich heutzutage – ins positive gewendet, denn Harry kann sich ja nun, wie wir sehen werden, dem göttlichem weiblichen Teil auf integrative Weise öffnen  – in den sieben Romanen der Harry Potter Serie wieder spiegelt.

Nach Ted Hughes entfaltet das Denken des Neo-Platonismus und der Rosenkreuzer sich deutlich in den tragischen Gleichungen der 14 letzten Stücke Shakespeares. All diese Stücke sind darauf ausgelegt die Helden  unterscheiden zu lassen, welche weiblichen Gestalten stellvertretend für die Göttin, und so für ihre eigene Seele stehen, und welche für die Königin der Dunkelheit. Der ganze Prozess, der sich in diesen Stücken abspielt, besteht daraus die Helden immer näher an den Punkt heranzuführen, an dem sie in diesem Sinne in der Lage sind zu unterscheiden. The Tempest, Shakespeares letztes Drama, zeigt dann die fast unglaublichen Laborbedingungen, die ein Held benötigt um diese Unterscheidung wirklich treffen zu können, das heißt die ein Held benötigt um sich als seine eigene Seele zu erkennen und mit dieser in seinem Bewusstsein völlig zu verschmelzen. Es sind eben solche Laborbedingungen die zusammengenommen auch die Harry Potter Serie vor unseren Augen ausbreiten.

Luna steht in Harry Potter für esoterisches Wissen und in diesem Sinne befindet sie sich in gewisser Opposition zu Hermione, die eben nach außen hin für exoterisches Zauberwissen steht, welches man zumeist in offiziellen Zauber-Schulbüchern finden kann.

Luna verrät Harry an mehreren Stellen wichtiges geheimes Wissen, etwa über die Wiederkehr von Voldemort, oder über den Schleier hinter dem Sirius verschwindet. Beim ersten Treffen mit Harry liest sie den Quibbler, eine Zeitschrift die viele seltsame Informationen und unbequeme Wahrheiten enthält.

Das Wissen, welches ihm Ginny geben könnte, gegen dieses wehrt sich Harry konstant. Er möchte nie etwas über ihre Erfahrungen mit Tom Riddle hören. Dabei könnte er doch soviel von ihr lernen! Sein Ziel ist es Voldemort zu besiegen, aber er fragt nie nach Wissen über Voldemort bei der einzigen Person nach, die diesen quasi von innen kennt: Ginny. Ein Held darf seine wahre Liebe erst finden, nachdem er seine Mission erfüllt hat, denn sonst würde sie ihm ja davon abhalten, diese Mission überhaupt zu beschreiten. Harry entdeckt erst nach und nach das Ginny eigentlich das ideale Mädchen für ihn ist. Die Grundspannung in seinem Charakter entsteht dadurch, dass er nie das Wissen empfangen will, welches Ginny ihm geben könnte. Und umgekehrt hält auch er Wissen von ihr ab, welches er ihr geben könnte. So symbolisiert Ginny das Wurzel-Chakra und Tom Riddle steht für die in diesem aufgerollte Macht des Unterbewusstseins. Ginny besitzt also, wie Harrys Unterbewusstsein, das Wissen über diese Macht. Erst in dem Moment, in dem Harry Riddles Macht zerstört – durch die Kraft der selbstlosen Liebe – erwacht Ginny für ihn wirklich und symbolisiert dann das Erwachen des Wurzelchakras, welches sich nun andersherum dreht und mit seiner so freigesetzten Energie den ganzen Menschen Harry transformiert zu einer höheren Einheit: Harry/Ginny = Bewusstsein/Unterbewusstsein.

Aus dem Mund kommt das Wort, das Zeichen und das Symbol. Ist das Wort ein Zeichen, so bedeutet es nichts, ist das Wort aber ein Symbol, so bedeutet es alles. Denn im Symbol ist Erlösung der gebundenen und der mit dem Dunkeln ringenden Menschenkraft. Die innere Freiheit schafft man nur durch das Symbol. Es hat eine wunderbare Gabe etwas so auszudrücken, wie wir im Unterbewussten zu fühlen vermögen.

Geistige Prozesse werden als ein siebenfaches Geschehen aufgezeichnet. So gibt die Genesis Einblick in die sieben Schöpfungstage und mit sieben Posaunenstößen vollzieht sich die Apokalypse. In Harry Potter wird, ganz wie in der Chymischen Hochzeit, der Weg der Seelenveredelung durch das immer wiederkehrende Motive des Stirb und Werde beschritten. (Goethe und Herder waren echte rosenkreuzerische Brüder.) Es ist in diesem Sinne möglich die vollkommende Analogie zwischen der zentralen Schrift der Rosenkreuzer DIE CHYMISCHE HOCHZEIT DES CHRISTIAN ROSENKREUTZ und Harry Potter heraus zu arbeiten, so wie es Hans Andréa in seinem Essay Die Alchemie in Harry Potter so eindrücklich getan hat.

Statt chemischer Prozesse und dazugehöriger Laborvorgänge, erlebt Harry an sich selbst die vollständige spirituelle Verwandlung und die Neueinkleidung in einen geistigen Körper, eben durch die schrittweise Läuterung anhand von diversen Prüfungen, die analog zu chemischen Vorgängen sein Wesen immer mehr verfeinern, bis er schließlich einen geistigen Leib sich erschaffen hat. Das Rosenkreuz ist ein Symbol für diese spirituelle Entwicklung.

 

Die sieben Horkruxe und die Befreiung

 

Harry Potter durchläuft sieben Selbst-Initationen, die nach alchemistischer Tradition den sieben Planeten zugeordnet sind. So besteht die Mars Prüfung im 4. Band etwa in der Ablehnung des Bösen durch Willenskraft. Die Jupiter Prüfung im 5. Band in der Akzeptanz der Führerschaft über Dumbledores Armee. Die Merkur Prüfung im 1. Band in der Ablehnung der materiellen Sachen, die ihm der Stein der Weisen verschaffen könnte.

Im archetypischen Konzept der Sieben Sakramente sehen wir den Weg, wie das Heilige zu den Menschen kommt und wie die Menschen dem Heiligen und Geistigen begegnen können. Es hat Vorteile alles im Rahmen von sieben Grundenergien oder sieben Sakramenten zu betrachten. Was ist schließlich geistiges Erfahren anderes, als das Universum als Sakrament zu erkennen? Aber diese Realität existiert  für uns nicht, solange sie nicht von unserem bewussten Beobachten der uns umgebenen Umstände erschaffen wurde.

Ist eine Erfahrung vollständig gemacht worden, hat sie für uns die Vorzüge eines echten Sakramentes. Das Geheimnis der Sakramente, oder auch der unterschiedlichen Energien, steckt in den Weisheitslehren aller Kulturen und stellt den Weg dar, über den das Geistige zum Menschen kommt.

Hier die 7 universellen Prinzipien, die, wenn sie jetzt zusammengedacht werden, der Menschheit eine neue Offenbarug bringen, und die bereits im ersten Band von Harry Potter als Hogwarts Lebenslektionen eingeführt werden:

1. Die Taufe: Bemühung um Kosmologie / Die Erkenntnis einer anderen Welt, jenseits der alltäglichen Muggel-Welt, deren wahre Beschaffenheit eben über 7 Stufen und Prüfungen zu erfahren ist.

2. Die Buße oder die Versöhnung: Die Trauerarbeit, bei der unsere Gesellschaft nun angekommen ist. Heilung des wunden Kindes. Heilung all des Mißbrauches durch die Menschen. Auch die Künstler arbeiten mit an dieser Versöhnungsarbeit. / Der Gedanke wird geweckt, dass es Lehrer und Meister gibt, die uns auf unserem Weg zur Seite stehen und uns wohlwollend begleiten.

3. Die Firmung: Wir lernen dabei unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf die Bedürfnisse unseres Ich zu richten, sondern auf die Zukunft aller Menschen. / Von diesen Meistern und Lehrern lernen wir die Wahrheit weise auszulegen und zu gebrauchen.

4. Eucharistie: Das Sakrament der Nahrung und Ernährung, alles was für das Leben notwendig ist, ist zunächst einmal unser tägliches Brot. / Unser Unterscheidungsvermögen wird geweckt für unseren ganz spezifischen Weg zur Befreiung.

5. Ehe: Das Sakrament der Beziehung. Jede Beziehung ist heilige Arbeit, wozu die Gnade notwendig ist. Wir lernen hier auch die sexuelle Kraft in uns zu ehren und so die Bereitschaft zu erwerben, mit anderen das Sakrament der sexuellen Gnade zu teilen. / Leidenschaftslosigkeit lässt uns den Schleier der Illusion erkennen, der die Menschen in der Illusion der Muggel-Welt gefangen hält.

6. Ordination: Sakrament der geistigen Vermittlung vom Lehrer zum Schüler, das Weiterreichen der höheren Wahrheiten. / Bestimmte Verhaltensregeln werden uns vermittelt wie Kontrolle über die Gedanken, Kontrolle über unsere Taten, Toleranz, Freude, Gutwilligkeit, Entschlusskraft und Vertrauen in den höheren geistigen Plan.

7. Die Krankensalbung: Das Sakrament der Ganzwerdung durch das es möglich ist eine ganze Gesellschaft zu heilen. / Bedingungslose Liebe zu allen Wesen.

Die sieben Horkruxe versinnbildlichen in Harry Potter die sieben Ketten, mit denen uns das niedere Selbst an sich fesselt. Genau wie Harry haben wir alle den Auftrag, die sieben Horkruxe zu zerstören und uns dann unserem inneren Voldemort – der in diesem Stadium sterblich ist – zum letzten Duell zu stellen.

Um wirklich zu verstehn was Realität ist, und in welcher Beziehung man selbst zu dieser steht, muss man sich also die Bedeutung der siebenfachen Konstitution des Seins klarmachen. Dann wird einem auch die Bedeutung der einzelnen Zahlen bewusst, und deren Bezug zueinander, was einem wiederum ermöglicht, als bewusster Schöpfer im göttlichen Sinne zu erschaffen und zu wirken.

Alchemie beschäftigt sich nicht nur mit dem Bewusstsein, sondern auch mit der subtilen Umwandlung des physischen Körpers, so dass dieser in ein perfektes Gleichgewicht gebracht wird. Die alchemistischen Elemente und Metalle stehen dabei in Analogie zu der östlichen Darstellungsweise der Chakren im Körper.

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