Donnerstag , 22 August 2019
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Arbeiten wir doch bis zum Tod – wenn man uns dann sterben lässt

alte_frau_gerardo_rodriguez_pacheco_fotoexpressMedizin und Wissenschaft sind ja seit jeher ein Faible von mir. Interessieren Sie sich auch dafür, was so alles erforscht, entwickelt und auf den Markt der Menschheit, deklariert mit „alles für Ihre Gesundheit“, geworfen wird? Spannend, sage ich Ihnen, aber auch immer wieder nur dazu geeignet den Kopf zu schütteln. Ich gebe zu, oft möchte ich nicht nur meinen Kopf ungläubig hin und her bewegen, sondern so manch einen mal kräftig durchschütteln, um dessen Gehirnwindungen einen gesünderen Durchfluss zu ermöglichen. Stammzellen. Sagt Ihnen dieses Wort etwas? Toll, wirklich, denn damit wird nicht nur in den natürlichen Organismus Mensch eingegriffen, nein, zudem wird aktuell geforscht wie mit Hilfe der Stammzellenforschung ein sehr langes Arbeitsleben für den einzelnen Bürger machbar werden kann.

Schon heute leben laut Expertenmeinung rund 2-3 Milliarden Menschen zu viel auf der Erde, um allem und jedem gerecht werden zu können. Sei es dem einzelnen Menschen gegenüber mit Arbeit und der Sicherung der Grundbedürfnisse oder auch hinsichtlich der natürlicherweise vorhandenen Ressourcen. Hört sich böswillig an, ist aber in der realen Betrachtung tatsächlich so. Dass man nun nicht hingehen und einfach mal so ein paar Millionen Menschen ausrotten kann ist klar und ebenso klar ist, dass nur der natürliche Kreislauf von Geburt, Leben und Tod hier seine ureigenste Regulierung finden kann. Aber nein, der Mensch, das fast schon wissenschaftlich göttliche Wesen, erlaubt diese naturgegebene Regulierung nicht. Immer länger soll Frau und Mann leben, schmerzfrei alt werden und, ja, nun halten Sie sich mal fest, dank der Stammzellenforschung noch länger arbeitsfähig bleiben, wie es heute eh schon der Fall ist.

Sie glauben mir nicht? Doch, doch, es ist wirklich so. Kürzlich las ich auf einem Ärzteportal einen Artikel, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt hat. „Dank Stammzellenforschung länger leistungsfähig“, so der thematische Baustein des Geschriebenen und angesichts meiner Neugier vertiefte ich mich dann etwas mehr in die aktuell benannte Materie. Sagenhaft, jawohl, endlich wird mal in eine vernünftige Richtung geforscht! Rente mit 67 wird vielleicht bald unnötig, denn wenn mit embryonalen Stammzellen ein schon erwachsener Mensch behandelt werden kann, dann hüpfen im Inneren des Körpers keine langsam absterbenden Zellen mehr herum. Mitnichten, denn somit sollen sie jugendlich frisch bleiben. Wohl bemerkt in einer der Stammzellenforschungssparten unter dem Aspekt, dass wir möglichst lange arbeiten können.

Humankapital, Leistung erbringen, Gewinne einfahren und Steuern abdrücken für absolut schwachsinnige Aktionen und Investitionen – hallo, haben da welche den Schlag nicht gehört? Profitgier, die nicht einmal vor dem natürlichen Zeitpunkt des Todes Halt macht. Warum dürfen wir Menschen nicht einfach sterben, wenn unser Körper eben seinen natürlichen Verfall erreicht hat? Muss ich mit 100 Jahren noch drei Schichten in einer Fabrik schieben, nur damit die Aktionäre fette Renditen einstreichen und Vorstandsvorsitzende sich einen breiten Hintern machen können? Oder für die nächste Generation von Merkels und Co in ihren verlogenen Handlungen die nötige finanzielle Grundlage erarbeiten? Sie können sicherlich gerade feststellen, dass ich am Platzen bin!

Gewiss, wer möchte nicht möglichst lange auf der Erde und mit seinen Lieben verweilen. Ohne anhaltende Schmerzen. Aber die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, dass sie nun mal der Geburt auch den Tod gegenüberstellt und ob im Laufe der Evolution irgendwo fixiert wurde, dass der einzelne Mensch aufgrund der Wünsche und Machenschaften von durchgeknallten, wissenschaftlichen, produzierenden und regierenden Idioten sich behandeln lassen soll, um brav bis zum Absterben malochen zu können, ist mehr als unwahrscheinlich. Oder haben Sie davon schon etwas mitbekommen?

Also ich bin keine, die in Verschwörungstheorien abtaucht so unter dem Motto „was die uns wohl ins Wasser oder Essen schütten“, aber wenn man all die Entwicklungen verfolgt, besonders so manche Gedankengänge und Planungen, dann greift man sich doch hin und wieder an den Kopf und stellt sich tiefergehende Fragen über das Sein, Nicht-Sein und wo die Grenzen der Moral und Ethik liegen. Eines ist bei mir auf jeden Fall sicher: Auch wenn ich das Leben liebe, werde ich gehen, wenn meine Zellen alt und verschrumpelt sind und somit die Zeit auf der Erde abgelaufen ist. Und wehe mir will einer Stammzellen zuführen, damit ich möglichst lange zum Arbeiten leben soll! DIESE Spritze könnte dann für denjenigen nach hinten los gehen.

Herzlichst

Ihre Claudia

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