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Warum trennte sich Goldman Sachs von BP-Aktien

peter_sutherlandGoldman Sachs handelt mit Wertpapieren und das täglich in Milliardenhöhe. Dass im ersten Jahresviertel, also vor dem 31. März, fast 44 Prozent der BP-Anteile abgestoßen wurden, ist also keine Besonderheit. Dass BP-CEO Tony Hayward sich von einem Drittel seiner Papiere getrennt hatte, regt mehr zum Nachdenken an. Eine logische Frage wäre nun, ob es eine Verbindung zwischen Goldman Sachs und BP gibt. Die Häufung der Zufälle wächst an. Peter Sutherland ist seit 1995 Vorsitzender bei Goldman Sachs. Von 1997 bis 2009 war er auch Vorsitzender von BP. 

Wie schon mehrmals erwähnt, zeigen offizielle Berichte auf, dass Goldman Sachs im ersten Quartal dieses Jahres 43,7 Prozent seiner BP-Anteile, mit einem Wert von 277 Millionen Dollar, abgestoßen hatte. Am 17. März veräußerte Tony Hayward ein Drittel seiner eigenen Aktien von BP. Weder diese Transaktionen, noch der Umstand, dass Peter Sutherland beiden Unternehmungen angehört bzw. –gehörte, dient als Beweis für irgend welche Anschuldigungen. Allerdings, es verdient gewisses Augenmerk.

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Peter Sutherland, geboren 1946, ehemaliger Generalstaatsanwalt von Irland, wird als Geschäftsmann bezeichnet. Seine Funktionen sind weitgestreut. Von Goldman Sachs und BP abgesehen, war er Direktor der Royal Bank of Scotland, Europäischer Kommissar und  Generaldirektor der internationalen Vereinigung, aus der später die Welthandelsorganisation hervorging. Im Jahr 2001 folge er Otto Graf Lambsdorff als Europäischer Vorsitzender der Trilateralen Kommission. Wie kaum anders zu erwarten, war er auch Gast beim letzten Bilderberger-Treffen, das vom 3. bis 6. Juni im spanischen Sitges abgehalten wurde. Weitere seiner einflussreichen internationalen Funktionen finden sich in der englischen Ausgabe von Wikipedia.

Der Börsenaufsicht stünden natürlich Möglichkeiten offen, die Transaktionen der, dem Unglück im Golf von Mexiko vom 20. April vorangegangenen, Wochen näher zu überprüfen. Wir erinnern uns an das deutlich erhöhte Handelsvolumen mit Put-Optionsscheinen für Aktien von American Airlines, während der Tage vor dem 11. September 2001. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden wir allerdings von offizieller Seite über keine Unregelmäßigkeiten im Aktienhandel informiert werden. Somit bleibt der einzig zulässige Schluss, dass es sich einfach um Zufälle handelt.


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