Montag , 11 Dezember 2017
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Haushaltsbuch führen – so leicht geht es

Ein Haushaltsbuch ist sehr nützlich, wenn du einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben erhalten möchtest. Außerdem erfährt man, in welchen Bereichen Einsparungspotenzial besteht. Denn nicht selten übersieht man kleine und auch unnötige Ausgaben, die sich dann aber am Monatsende summieren. Das Haushaltsbuch hilft dabei, mit dem zur Verfügung stehenden Budget auszukommen und unnötige Kaufentscheidungen zu vermeiden. Im Folgenden wird erklärt, wie du ein Haushaltsbuch richtig führst und wie du somit viel Geld sparen kannst.

1. Die Auswahl des Haushaltsbuchs

Das Haushaltsbuch ist als ein fertig vorgedrucktes Buch in zahlreichen Ausführungen im Handel erhältlich. So hat man genügend Platz für eigene Eintragungen. Mithilfe von übersichtlichen Tabellen werden die Ein- und Ausgaben einfach eingetragen. Auch eine elektronische Variante ist beliebt und kann kostenlos heruntergeladen werden. Wer ein individuelles Exemplar haben möchte, entscheidet sich für ein selbstgemachtes Haushaltsbuch. Wichtig: Es sollte genügend Platz für die Eintragungen vorhanden sein und die Kategorien (z.B. Wohnen, Telefon, Internet, Lebensmittel, Bildung, Freizeit u.a.) sollten übersichtlich gestaltet sein.

Bild verzweifeltes Ehepaar

2. Monatliche Einnahmen notieren

Zuerst sollte man alle monatlichen Einnahmen notieren, um herauszufinden, wie viel Geld man insgesamt zur Verfügung hat. Wichtig ist, dass die festen Einnahmen centgenau notiert werden, da sonst die Summe nicht korrekt ist.

Dazu zählen unter anderem folgende Einnahmen:
  • Lohn
  • Weihnachtsgeld
  • Kindergeld
  • Bargeld

3. Ausgaben aufschreiben

Ungefähr die Hälfte des Einkommens ist für die festen Ausgaben verplant. Je nachdem ob man Single oder Rentner ist oder eine Familie hat, ergeben sich unterschiedliche Ausgaben.

Zu den festen Ausgaben gehört Folgendes:
  • Miete
  • Nebenkosten
  • Strom
  • Telefonkosten/Internet
  • Fahrgeld/Benzin
  • GEZ-Gebühren
  • Kindergartenbeiträge
  • Autoreparaturen

Tipp: Man sollte die Ausgaben (z.B. Sportverein, Mitgliedschaft in einer Organisation) nicht vergessen, die einmal im Quartal oder jährlich entstehen. Diese sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden.

4. Monatliches Budget ausrechnen

Um das monatliche Budget auszurechnen, muss man von den Einnahmen die festen Ausgaben abziehen. Das monatliche Budget wird dann für die veränderlichen Ausgaben verwendet.

Dazu zählen:
  • Lebensmittel
  • Geld für Freizeitaktivitäten
  • Hygieneartikel
  • Kino, Theater
  • Weiterbildung (VHS-Kurse)
  • Essensgeld für Kindergarten oder Schule
  • Haustiere
  • Hobbys (z.B. Garten)

Bild Quittung

5. Rechnungen und Quittungen sammeln

Damit man die veränderlichen Ausgaben im Überblick hat, sollten die Einkaufszettel, Rechnungen, Quittungen und Belege gesammelt werden. Jeden Abend werden dann die Kosten in das Haushaltsbuch in die passende Kategorie eingetragen. Wohnt man nicht alleine, so sollten auch die Ausgaben von anderen (Partner, Kinder, Mitbewohner) berücksichtigt werden. Nur so ist eine vollständige Dokumentation der gesamten Ausgaben möglich. Werden die Ausgaben regelmäßig zusammen gerechnet, erfährt man, wofür das Geld ausgegeben wird und wie viel noch für den restlichen Monat übrig bleibt.

6. Bilanz ziehen

Schon nach mehreren Wochen erkennt man eine gewisse Tendenz, wie und wofür das Geld ausgegeben wird. Die Eintragungen im Haushaltsbuch zeigen, ob man gut mit dem Budget auskommt oder nicht. Gibt man in bestimmten Bereichen zu viel aus, so kann dies korrigiert werden. Unnötige Ausgaben wie tägliche Snacks auf dem Weg zur Arbeit könnten zum Beispiel reduziert werden.

7. Budget festlegen

Nachdem man seine Ausgaben und sein Kaufverhalten im Überblick hat, kann das Haushalten verbessert werden. Zu empfehlen sind festgesetzte Summen für die veränderlichen Ausgaben. So kann man für Nahrungsmittel und Freizeitaktivitäten jeweils ein Budget festsetzen, welches zur Verfügung steht und nicht überschritten werden darf. Im Haushaltsbuch notiert man sich einen bestimmten Betrag für die jeweilige Kategorie. Bei jeder Ausgabe zieht man das Geld vom Budget ab. So hat man die volle Kontrolle über sein Geld. Tipp: Bleibt etwas Geld übrig, so sollte man es als finanziellen Puffer einplanen.

Bild Sparschwein

8. Geld sparen oder ausgeben?

Wird das Haushaltsbuch richtig geführt und dadurch Geld eingespart, so ist es ein Grund zur Freude. Doch was macht man am besten mit dem Geld, das übrig geblieben ist? Natürlich kann man es sparen. Eine andere Möglichkeit ist es, das Geld für ungeplante Ausgaben (zum Beispiel für Autoreparaturen oder eine neue Waschmaschine), auf die Seite zu legen. Und nicht zuletzt können mit dem Geld lang ersehnte Träume (zum Beispiel Reisen oder bestimmte Dinge) erfüllt werden.

Fazit:

Ein Haushaltsbuch zu führen erfordert wenig Aufwand und Zeit. Es ist sehr nützlich und hilft herauszufinden, wofür man sein Geld ausgibt und wo Einsparungspotenzial besteht. Je nach Geschmack hast du die Wahl zwischen einem klassischen Haushaltsbuch oder einem Online-Haushaltsbuch. Natürlich ist ein selbsterstelltes Haushaltsbuch auch möglich, wenn auch dafür mehr Zeit benötigt wird. Wichtig ist, dass du die monatlichen Einnahmen und Ausgaben detailliert und auf den Cent genau festhältst. Andere Haushaltsmitglieder sollten ebenfalls berücksichtigt werden, damit das monatliche Budget richtig ist. Hast du alle Einnahmen und Kosten im Überblick, so sind festgesetzte Summen für verschiedene Bereiche empfehlenswert. Auf diese Weise bleibt nicht selten etwas Geld übrig, dass gespart oder für besondere Anlässe ausgegeben wird.

Bildnachweis:
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Quittung CC0 Public Domain-Pixabay.com
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