Dienstag , 6 Dezember 2016
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Autoscheinwerfer richtig einstellen

Autoscheinwerfer richtig einstellen – Anleitung

Auto fahren ist für viele ein großer Spaß und für andere nur eine Notwendigkeit um beweglich zu sein. In jedem Fall ist die Fahrsicherheit unabdingbar, wofür allerdings viele Faktoren eine Rolle spielen. Nicht nur Verschleißteile wie Reifen, Bremsen und Keilriemen müssen stets geprüft und ab und an erneuert werden. Auch die Augen eines Autos – die Scheinwerfer – sind ein Faktor in Sachen Fahrsicherheit und Schutz.

Die gesetzlichen Grundlagen

Aufgrund der unterschiedlichen Neigungswinkel der Frontscheinwerfer der Fahrzeuge, wurde im Jahre 1998 die sogenannte Leuchtweitenregelung eingeführt. Diese dient unserem Schutz im Straßenverkehr, denn hiedurch sollen Blendungen vermieden werden und generell eine optimale Leuchtkraft garantiert werden. Je nach Auto kann diese Regelung manuell oder auch automatisch erfolgen. Bei einer dynamisch automatisierten Anlage, spielen Motor, Hinterachsensensor, Steuergerät, Geschwindigkeitssignal, Vorderachsensensor und Scheinwerfer zusammen und ermöglichen beste Lichtverhältnisse auf höchstem Niveau.

Blender oder Lichtgeber?

Scheinwerfer richtig einstellen
Wer tagsüber mit Licht fährt, wird schneller erkannt / Bild: jamesvaughan – Pixabay.com/de
Zu hocheingestellte Scheinwerferlampen sind ein nicht unwesentliches Risiko im Straßenverkehr. Sicherlich ist jedem schon einmal ein sogenannter „Blender“ negativ aufgefallen. Dieser wusste aber vielleicht gar nicht, dass seine Scheinwerfer fehlerhaft eingestellt sind.
Leuchtende Scheinwerfer sind natürlich ein Muss im Straßenverkehr und in vielen Ländern sogar am Tage Pflicht.

 

Auch in Deutschland hat sich das Licht tagsüber schon Stück für Stück durchgesetzt und wird grundsätzlich von vielen Fahrern als positive Sicherheitsmaßnahme wahrgenommen.
Man erkennt lichtgebende Teilnehmer des Verkehrs einfach schneller und besser.
Ein Blender allerdings, kann schnell zum Gegenteil führen.
Für wenige Sekunden ist man oft blind und fährt praktisch gezwungenermaßen im dunkeln weiter. Ein hohes Risiko für alle Verkehrsteilnehmer und den Fahrer selbst. Daher gilt: Scheinwerfer richtig einstellen!
Wer seine Autolichter hingegen zu niedrig eingestellt hat, wird sich selbst über zu wenig Licht ärgern.

Die Reichweite der Scheinwerfer muss gegeben sein, um alle Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Tipps für die Scheinwerfereinstellung

Die Automobilindustrie versorgt die Kunden mit vielen Fahrzeugen, von unterschiedlichen Herstellern. So verschieden die Modelle sind, verfügen diese auch über eine individuelle Lichttechnik. Angaben vom Fahrzeughersteller sind also stets zu beachten. Ein Blick in das Betriebsbuch sollte ausreichen.

Grundsätzlich gilt:

  • Anweisungen des Herstellers kennen und beachten
  • Der Luftdruck der Reifen muss den Anforderungen entsprechen
  • Unebenheiten des Bodens können zu Abweichungen führen. Daher beim Ausrichten stets gerade stehen, um beste Ergebnisse zu erzielen.

Einstellung von Xenon Licht

Hier ist der vollautomatische Prozess sehr von Vorteil. Man muss nach dem Starten des Motors meist 30 Sekunden abwarten, um dann mit dem Automobil einmal vor- und zurückzusetzen. In dieser Zeit richten sich die Lichttechnik best möglich aus. Eine sehr innovative Methode der Leuchttechnologie und ein häufig gewähltes Licht, obwohl die Anschaffung wesentlich teurer ist, da Xenon nicht als Standard angeboten wird.
Scheinwerfereinstellungen bei Xenonlicht
Bei Xenon Licht erfolgt die Einstellung automatisch / Bild: sunhaibing – Pixabay.com/de

Manuelle Einstellungen

Das sogenannte Scheinwerfereinstellungsgerät, kurz SEG, nimmt manuelle Veränderungen entgegen. Normalerweise empfiehlt sich der Besuch einer Werkstatt. Wer es selbst versuchen möchte, kann sich einen (nicht) ganz einfachen Trick zu Nutze machen. Dafür plaziert man sein Auto etwa 10 Meter von einer weißen Wand entfernt. Hier ist Rechnen Voraussetzung. Die Neigung des Lichts muss entsprechend der Vorgabe des Herstellers umgerechnet werden. Entspricht die Angabe beispielsweise 1,2 Prozent auf 100 Meter, muss man das gemäß dem 10 Meter Abstand umrechnen. Der SEG liegt dann bei 12. Auf die helle Wand fixiert man zuvor die Ausgangspunkte und auch die eigentlichen Norm laut Hersteller. Kein einfaches Unterfangen, aber eine Möglichkeit für engagierte Autobesitzer. Im Zweifelsfall regelt die Werkstatt dies aber in Kürze.
Titelbild: ADMC – Pixabay.com/de

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