Dienstag , 6 Dezember 2016
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Ordnung im Haushalt

Wie schaffe ich Ordnung mit System?

Es ist schon manchmal wie verhext, nach einer langen Krankheit der Kinder, nach einem Umzug oder nach einem arbeitsreichen Jahr mit vielen Überstunden sind Wohnung und Keller hoffnungslos zugestellt mit Dingen. Man wollte alles aufräumen, aussortieren und reduzieren, aber irgendwie reichte die Zeit mal wieder nicht. Das ist kein Problem, wenn man mit System an sein Chaos herangeht und es nach und nach wieder auflöst.

Wie schaffe ich Ordnung mit Etappenzielen?

Mit einem Plan kann man die Struktur herstellen, die gezielte Aussortierung von Sachen in Angriff zu nehmen. Dabei hilft eine schriftliche Aufstellung, welche Räume man wann durchsortiert. Wichtig ist dabei, jeden Tag einen Schritt voranzugehen und sich mit Durchhaltevermögen bis zum Planende durchzukämpfen. Viele Menschen sind von einer großen Arbeitslast geschockt und lassen sich entmutigen. Das ist der bedeutende Aspekt. Man darf sich nicht selbst negativ programmieren, sondern stellt kleine Etappenziele auf. Wem bei einem vollen Arbeitstag und familiärer Verpflichtungen ein ganzes Zimmer täglich zuviel ist, der nimmt sich Teilabschnitte vor. Es geht darum, eine abrechenbare Aufgabe auch wirklich an einem Tag abzuschließen. Man setzt sich als Motivation eine kleine Belohnung aus. Die Etappenziele und die Belohnung sollten in einem Wochen- oder Monatsplan zusammengestellt werden, der an einem gut sichtbaren Platz aufgehängt wird.

Abfallbehälter organisieren

Für größere Mengen Papier, Müll oder alte Möbel sollte man sich die geeigneten Abfallbehälter organisieren. Das kann ein einfacher Müllsack von der Rolle oder ein Container für Mischmüll sein, je nach Bedarf sorgt man zuerst für den Stauraum für Müll. Es macht wenig Sinn, wenn man über dem Aufräumen erst nach Behältern sucht oder diese bestellt. Wer Sachen weitergeben möchte oder sie zu einem Gebrauchtwarenladen bringen kann, sollte die Möglichkeiten nutzen. Die Größe der Tonnen, Müllsäcke oder Container hängt von der Menge der Dinge ab, die durchzusortieren sind. So können beim Ausräumen einer Wohnung durchaus mehrere Container nötig sein, ganz nach Masse der unbenötigten Sachen.

Aufräumen mit Musik
Musik motiviert beim Aufräumen / Bild: WerbeFabrik – Pixabay.com/de

Essen und Trinken beim Aufräumen

Das Sortieren der Dinge kann viel Zeit in Anspruch nehmen, mache es dir so bequem wie möglich bei der anstrengenden Arbeit. Eine Kanne Kaffee oder eine Flasche Wasser sind für den Durst zwischendurch bereitzustellen, aber auch ein kleiner Snack hilft bei einem Energieabfall. Du sollst ja schließlich bei Laune bleiben, wenn du Ordnung schaffst. So kann auch ein Riegel Schokolade die Stimmung wieder heben. Sorge also für dein Wohlbefinden. Wer gerne Musik hört, bekommt mit seiner Lieblings-CD den richtigen Kick guter Laune.

Sortieren mit System

Ganz egal, was du sortierst, du solltest dir verschiedene Kategorien ausdenken, mindestens drei aber noch besser vier. In die erste Kategorie sortierst du alles, was sofort weggeworfen werden kann, weil du es garantiert nicht mehr brauchst oder im letzten Jahr nicht gebraucht hast.

In die zweite Kategorie gibst du alles, worüber du dir noch einmal in Ruhe Gedanken machen willst, ob du es noch brauchen wirst. In die dritte Kategorie gibst du Sachen, die du selbstverständlich noch benötigst und in die vierte Kategorie sortierst du Dinge, die du vielleicht verkaufen kannst über eBay, einen Flohmarkt oder über einen Gebrauchtwarenhändler. Diese vierte Kategorie könntest du einsparen, wenn du nichts verkaufen möchtest, aber warum solltest du auf einige zusätzliche Finanzmittel verzichten?

Setze dir aber für das Aussortieren der zweiten Kategorie unbedingt ein Zeitlimit, damit aus diesem Berg Sachen nicht ein neues Chaos wächst.

Diese Dinge bringst du in einen anderen Raum, damit der Raum, den du gerade aufräumst, wieder ordentlich aussieht. Das schafft innere Zufriedenheit, man hat ein Teilziel erreicht. Den letzten Raum, ob Abstellraum oder Bodenkammer, räumst du zum Ende der Aufräumplanung durch und sortierst dann alle Dinge, über die du noch in Ruhe nachdenken wolltest, gründlich durch.

Alte Sachen bei Ebay verkaufen
Ausmisten und über Ebay Geld verdienen / Bild: kpgolfpro – Pixabay.com/de

Verkaufen bei eBay

Gib die Sachen, die du nicht mehr brauchst an andere weiter. Ganz egal, ob du sie an Bedürftige verschenkst oder bei eBay für wenig Geld verkaufst, sie erfüllen noch einen Zweck. Verkaufe an den Schrotthändler, an den Trödler oder an Gebrauchtwarenhändler, was du nicht mehr nutzen magst und was aber trotzdem noch einen Wert hat. Hier liegen auch Ressourcen für deine besondere Belohnung. Du kannst dir von den Mitteln, die so ein Verkauf einbringt, einen Kinobesuch oder ein gutes Essen leisten. Damit bekommt die ganze Aktion nicht nur einen schönen Abschluss, sie macht dann auch Spaß beim Gedanken an solch ein Ziel.

Regelmäßig aufräumen um Ordnung zu schaffen

In Zukunft solltest du dann regelmäßig aufräumen, damit nicht wieder solch ein unüberschaubares Chaos entsteht. Meist hilft es, einmal im Jahr eine Aktion zu planen und zwischendurch die Grundordnung zu erhalten. Am besten kannst du das mit dem Frühjahrsputz vereinbaren, so hast du eine Grundlage für eine geregelte Ordnung in der Wohnung. Jede Woche solltest du dich darum kümmern, das zumindest die wichtigsten Dinge entsorgt werden wie z.B.  Müll, Glas, Papier und wiederverwertbare Stoffe wie Plastik.

Es hilft sehr, sich einen Plan aufzuhängen, wann welche Abfälle weggebracht werden.

Was tun bei hoffnungslosen Fällen?

Ordnung schaffen fällt nicht jedem leicht. Besonders große Aktionen, die auch eine längere Anstrengung erfordern, sind für kranke, depressive oder psychisch angeschlagene Menschen nicht gut schaffbar. Hier sollte man sich motivieren, wenigstens kleine Schritte zu einem großen Ziel zu gehen. Ein Psychologe sagte einmal, dass sogar siebenjährige Kinder in der Lage sind, ein Zimmer ordentlicher zu verlassen als sie es vorgefunden haben. So sollte man sich motivieren, immer einige Sachen wegzuräumen oder auszusortieren, die herumliegen. Jeden Tag ein bisschen mehr aufräumen ist schließlich besser als nichts zu tun. Die systematische Entrümpelung kann man auch mit einem guten Freund angehen. So hat man Unterstützung und bleibt besser in Stimmung bei länger dauernden Arbeiten. Außerdem hilft eine zweite Meinung bei der Entscheidung, ob etwas noch zu gebrauchen ist oder weggeworfen wird.

Ordnung schaffen
Binden Sie jedes Familienmitglied beim Aufräumen mit ein / Bild: White77 – Pixabay.com/de

Neue Wege gehen beim Ordnung schaffen

Man kennt es doch – man hat Wege im Haus oder in der Wohnung zu erledigen und läuft viele kleine Wegstrecken eigentlich ohne Belastung. So entstehen größere Ansammlungen von Müll oder Wäsche in manchen Räumen, die eigentlich nicht so anwachsen sollten. Am besten lernt man allen Familienmitgliedern, niemals leer zu laufen: Das heißt, es wird die Überlegung angeregt, Dinge sofort mit auf dem Weg die Treppe hinunter in die Mülltonne zu bringen oder an die Waschmaschine. Ist das auszusortierende Material erst einmal an der Endstelle angekommen, sind die Arbeitsschritte nicht so groß um Ordnung zu schaffen. Ein Sortiersystem für Wäsche oder ein Ablagesystem für Post können für eine Entspannung im Bereich der Ordnung in der Wohnung sorgen. So können alle etwas mithelfen und große Aktionen sind nicht nötig.

Titelbild: yoosafabdulla – Pixabay.com/de

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