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Massen von Israelis unterstützen palästinensische Staatsgründung

spockVon den internationalen Medien weitgehend unbeachtet, versammelten sich am vergangenen Wochenende rund 20.000 Menschen in den Straßen Tel Avivs, um für die Gründung eines unabhängigen Staates Palästina, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt, zu demonstrieren. Erst vor kurzem wies der israelische Premierminister Benjamin Natanjahu die Forderung des US-Präsidenten Barack Obama, die Grenzen von 1967 zu respektieren, vehement zurück. Auch der jüdisch-amerikanische Schauspieler Leonard Nimoy, besser bekannt als Mr. Spock, spricht sich für die Zweistaatenlösung aus.

Vor knapp drei Wochen überraschte der amerikanische Präsident mit seiner öffentlich geäußerten Forderung an Israel, die offiziellen Landesgrenzen, wie sie bei der Gründung des Staates festgelegt wurden, zu respektieren. Seit 1967 leidet das Westjordanland, die Golanhöhen und der Gaza-Streifen unter israelischer Besetzung. Bei den Vereinten Nationen eingebrachte Anträge auf einen Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten, scheiterten bis dato am Veto der USA. In mehreren Reden und Interviews zeigte sich der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kompromisslos und erklärte ausführlich, dass ein Grenzverlauf, wie er für den Staat Israel vorgesehen war und bis 1967 bestand, nicht verteidigbar wäre.

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Doch nicht alle Bürger des Staates Israel sind damit einverstanden, den Spannungszustand mit den arabischen Nachbarstaaten aufrecht zu erhalten. Unter dem Motto „Israel sagt ja zu einem palästinensischen Staat“, fanden sich am vergangenen Samstag Menschenmassen in den Straßen von Tel Aviv ein, um ihrer Unterstützung für eine friedliche Nachbarschaftspolitik Ausdruck zu verleihen. Die Organisatoren der Manifestation werden als linkgerichtet bezeichnet. Während die Medien überwiegend von 5.000 Teilnehmern berichten, verweist die deutschsprachige Online-Zeitung Israelnetz.com darauf, dass die Teilnehmerzahl eher mit 20.000 anzunehmen ist.

Nicht sonderlich erfreut zeigen sich israelische Medien über die Unterstützung der Zweistaatenlösung durch den amerikanischen Schauspieler jüdischen Glaubens Leonard Nimoy, der insbesondere durch seine Rolle als Mr. Spock in der Serie „Raumschiff Enterprise“ internationale Berühmtheit erlangte. Die diesbezügliche Schlagzeile bei Haaretz beginnt, in Anlehung an Nimoys bekannteste, lange zurückliegende Filmrolle, mit den Worten: „Es ist einfach logisch!“


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