Freitag , 30 September 2016
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Strom: Verbraucher zahlen, was sie gar nicht erhalten

Die Energiewende in Deutschland verursacht immer weitere Ärgernisse. Zuletzt sorgte für große Aufregung, dass nur noch 60 Prozent der Windkraftanlagen in Norddeutschland gebaut werden sollen. Wo doch gerade in Norddeutschland Windenergie viel einfacher und vor allem günstiger erzeugt werden kann.

Das führte dann auch schon zum nächsten Ärgernis: Die Entscheidung beruht auf der Tatsache, dass die Stromtrasse Nordsued-Link nicht fertiggestellt ist. Dadurch reicht das vorhandene Netz nicht aus, um den Süden mit dem ausreichend im Norden produzierten Strom zu versorgen.

Verbraucher zahlen, Anbieter liefern nicht

Dem Spiegel Online gegenüber kritisierte Robert Habeck, Umweltminister von Schleswig-Holstein, die Vorgehensweise der Politik.

Konkret geht es um die Energiewende, die mehr und mehr kostet. Diese steigenden Kosten liegen vor allem darin begründet, dass Wind- und Solaranlagen häufig abgeschaltet werden. Auf diese Weise wird das überlastete Stromnetz nicht noch weiter belastet. Schließlich könnten die Netze den Strom oftmals gar nicht von den Erzeugern zu den Verbrauchern liefern.

Hinzu kommt, dass die Erzeuger aber für den erzeugten Strom bezahlt werden, nicht für den gelieferten Strom. So mussten Verbraucher dem Spiegel Online zufolge im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro entrichten, um lediglich den sogenannten Phantomstrom zu bezahlen, Strom, der zwar erzeugt wird, aber nie beim Verbraucher ankommt.

Habeck schlägt stattdessen vor, zu viel produzierten Strom in Fernwärme, Gas oder auf Vorrat produzierte Kälte umzuwandeln. So könne man den Überschuss effektiv nutzen.

Ärgernis für Verbraucher

Während sich die Politik weiterhin – und das wird sicherlich nicht so schnell ein Ende nehmen – um die Energiewende zankt, ist für Verbraucher vor allem die Tatsache ein Ärgernis, dass sie für Leistungen zahlen, die gar nicht bei ihnen ankommen.

Das macht es natürlich immer schwieriger, einen günstigen Stromanbieter zu finden. Wer dennoch gut und kosteneffizient wegkommen möchte, der kann dies über einen Stromrechner tun. Mit diesem kann schnell und einfach ein Strompreisvergleich vorgenommen werden, mit dem die Frage umgehend beantwortet wird: Lohnt es sich, den Stromanbieter zu wechseln?

Über Nicole Saelzle

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