Dienstag , 23 Juli 2019
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Den Rest des Jahres leben wir bei der Umwelt auf Pump

Die Menschheit im Allgemeinen ist recht maßlos und unachtsam im Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Ob im Bereich der Ernährung, der Energie oder im Ausstoß von CO 2– oftmals unbewusst wird von den Menschen all dies verbraucht oder in die Atmosphäre ausgestoßen. Am vergangenen Samstag, dem 21. August 2010, fand der „Welterschöpfungstag“ statt. Ein denkwürdiger Tag, der in diesem Jahr laut WWF 35 Tage früher statt fand als im Jahr 2009. Damit leben wir bereits jetzt, den Berechnungen des sogenannten ökologischen Fußabdrucks vom Global Footprint Networks, unter Beteiligung des WWF, zufolge, den Rest des Jahres auf „Umweltkredit“. Was das bedeutet, und zeitgleich sehr nachdenklich stimmen sollte, können Sie nun bei uns nachlesen.

natur_purJeder von uns verbraucht die Ressourcen der Erde. Wasser, Gas oder Erdöl, um nur einige zu nennen. Hinzu kommt der Ausstoß von CO2, die Müllproduktion und all die durch Menschenhand gemachten Belastungen für den Planeten Erde, die schon seit langer Zeit dazu führen, dass sich Zeichen in der Natur aufzeigen, dass sie kontinuierlich ausgenutzt und belastet wird. Zu den Zeichen der überlasteten und ausgebeuteten Umwelt zählen unter anderem der Klimawandel, der Mangel an Wasser in vielen Regionen rund um den Globus oder auch das Kollabieren der Fischbestände und das stetig zunehmende Artensterben.

Im Alltäglichen fällt als dies nur wenig auf, so dass auch hierzulande mehr als sorglos mit der Natur und deren Ressourcen umgegangen wird. Wie sorglos, zeigt nun der aktuelle Stand des ökologischen Fußabdrucks der Umwelt, der uns Menschen vermittelt, wie sehr wir auf Umweltkredit leben. Und das bereits seit rund 30 Jahren. Regenerieren der Natur, lautet hier ein Stichwort, das der Erde immer schwerer fällt. Allein in den letzten 40 Jahren hat sich der CO2-Fußabdruck um das Doppelte erhöht und auch die natürlichen Ressourcen können nicht so rasch nachwachsen wie wir Menschen sie verbrauchen.

Der „Welterschöpfungstag“ ist ein Bemessungsmittel für all diese Entwicklungen und lässt den Berechnungen zufolge, uns alle seit drei Tagen, bis zum Jahresende, Kreditnehmer der Umwelt sein. Nach Angaben des WWF, beträgt dieser Umweltkredit 150% und offenbart zeitgleich, dass die Erde rund eineinhalb Jahre an Zeit benötigen würde, um sich von diesem anhaltenden menschlichen Raubbau zu erholen. Doch die Menschheit hält natürlich nicht still und auch bei der Ausübung von Zurückhaltung im Verbrauch der natürlichen Ressourcen handeln nur wenige Frauen, Männer und Kinder im Land mit einem hohen Maß an Verantwortung, im Sinne der Natur.

Doch wie auch im Finanzbereich, wird irgendwann das Leben auf Pump mittels einer Rechnung präsentiert, was bedeutet, dass früher oder später die Menschheit, unabhängig dessen wo auf dem Planeten, diese wird bezahlen müssen. Ein rigoroses Bewusstwerden der ökologischen Vorgänge in der Kombination mit einem umweltvernünftigen Handeln sowie dem verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien, einer Energieeffizienz, einem sehr bewussten Fleischkonsum oder auch eine umweltfreundliche Mobilität im Alltag, wird vielleicht dazu führen, dass die Natur ihre Ressourcen wieder besser regenerieren kann und uns Menschen der Umweltkredit nicht irgendwann auf den Boden der lebensnahen Tatsachen drücken wird.

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