Freitag , 7 August 2020
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Endlich Abschalten – Kundgebung gegen Atomstrom am 24. Juli

symbol_nuklearDer Wirkungsgrad der fossilen Großkraftwerke liegt bei lediglich 31%, wobei die Atomkraftwerke einen immense Mengen an Wasser benötigen, rund 74% des deutschen Wasserverbrauchs! Neben der deutlichen Belastung hinsichtlich der durch die Uranerzgewinnung entstehenden radioaktiven Schlammsehen, der Umweltbelastungen und der schlechten Energieausnutzung, zeigt sich zudem, dass das Lagern des radioaktiven Atommülls zumeist zu Kosten der Bürger geht. Dass diese immer häufiger Nein zu den noch immer laufenden Atomkraftwerken sagen, ist mehr als verständlich. Um den Forderungen nach einem Abschalten der Kraftwerke noch mehr Nachdruck zu verleihen, werden am 24. Juli wiederholt Kundgebungen der Atomkraftgegner stattfinden. 

Eine der Veranstaltungen findet hierzu in Stuttgart, und somit in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, statt, das als Bundesland nicht ohne Grund als „Rote Laterne“ des Landes bezeichnet wird.

Baden-Württemberg ist im wahrsten Sinne des Wortes das Schlusslicht der bundesdeutschen Länder. Zumindest was das Thema Windenergie und die Erzeugung von Strom durch Erneuerbaren Energien betrifft. Lediglich 0,81% des Stroms wird durch die Kraft des Windes gewonnen und folglich zeigt sich dieses Bundesland am Ende der Bundesländer, die in den meisten Fällen mittlerweile den Wert und den Sinn der alternativen Energien erkannt haben. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik Deutschland 22.000 Windräder, die mittels rund 500.000 Photovoltaikanlagen eine durchschnittliche Leistung von 26.000 Megawatt erbringen. Wohlbemerkt ohne die Umwelt zu belasten. Demgegenüber weisen die bestehenden Atomkraftwerke einen Leistungswert von 20.500 Megawatt auf. Gewonnen aus allen in Deutschland aktiv betriebenen Großkraftwerken.

Angesichts der von Experten prognostizierten Aussichten, die aufzeigen, dass bis zum Jahr 2050 rund 80% der benötigten Energie mittels der verschiedenen erneuerbaren Energien gewonnen werden kann, stellt sich die Frage, weshalb sich die Atomkraftwerkbetreiber und zahlreiche Politiker und Verfechter der Atomenergie derart sträuben endlich die Kraftwerke abzuschalten. Betrachtet man sich die Zahlen, welche nach einer Abschreibung eines Kraftwerkes täglich „einfließen“, wird die Beantwortung dieser Frage ganz einfach: Rund 100.000.000 Euro täglich fließen auf die Konten der Betreiber, und das die Regierung dank der Steuereinnahmen hier nicht darauf besteht so rasch wie möglich die Kraftwerke stillzulegen, kann man sich an fünf Fingern ausrechnen.

Für alle, die sich gegen Atomenergie stark machen wollen, bietet sich am kommenden Wochenende besonders die Kundgebung am 24. Juli in Stuttgart an. Die Auftaktkundgebung ist hierzu um 14 Uhr am Kernerplatz/Umweltministerium. Den weiteren Ablauf, nähere Details dieser Kundgebung sowie grundsätzliche Informationen zum Thema „Atomkraft? Nein danke!“, finden alle interessierten und engagierten Bürger auf der Webseite http://www.endlich-abschalten.de/home.html.

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