Freitag , 24 Januar 2020
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Ein deutliches Zeichen: Es kommt der große Crash

gold_aug_18Zu Wochenbeginn verhielten sich die Aktienmärkte relativ ausgeglichen. Heute setzte sich der Abwärtstrend jedoch wieder fort. Der DAX gab um sechs Prozent nach. Der Dow Jones pendelte, während des Vormittages, zwischen einem Minus von drei bis fünf Prozent. Gleichzeitig durchbrach der Goldpreis deutlich die 1800er-Marke. Genau dieser Punkt sollte unsere Aufmerksamkeit wecken. Während der letzten Talfahrt der Börsen, 2008/2009, verzeichnete auch Gold vorrübergehende Verluste. Es boten sich lukrativere Spekulationen. Heute jedoch scheint es als wäre die Zeit gekommen, einen sicheren Hafen für seine Werte zu suchen.

Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann erklärte in einem Interview vor knapp zwei Wochen, dass er mit „drei bis fünf Durchgängen“ rechne – und dann „kollabieren die Märkte endgültig“. Der Begriff „Durchgänge“ bezog sich natürlich auf Tage wie diesen, wenn die Weltbörsen von massiven Verkäufen gezeichnet sind.

Unverbesserliche Optimisten gehen vermutlich davon aus, dass sich die Kurse schon wieder erholen werden. Einbrüche hat es immer wieder gegeben, schon in den 1930er-Jahren, dann 1987, 2003, 2008/2009 – und früher oder später folgte eine neue Hausse. Allerdings, die Weltwirtschaft ebenso wie das Geldsystem sehen sich mit Problemen konfrontiert, die es in diesem Ausmaß bis heute noch nicht gegeben hat. Allen voran die massiven Staatsschulden, die so hoch angewachsen sind, dass selbst die Zinsen nur durch neue Kreditaufnahmen beglichen werden können. Ein nennenswerter Teil der Produktion ist in Billigländer verlagert worden. Große Teile der Bevölkerung sinken in immer tiefere Armut, was die allgemeine Kaufkraft absenkt. Darunter leidet sowohl die Wirtschaft als auch das Staatsbudget. Es handelt sich um eine Abwärtsspirale, aus der es kein Entrinnen geben kann – außer durch eine rasche, durch eine äußerst rasche, Systemveränderung.

Einen extrem aufschlussreichen Einblick in die Entwicklung bietet ein Vergleich zwischen den Charts der Börsen und des Goldpreises. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass Gold eigentlich immer steigen müsste, wenn Aktienkurse fallen. Denn was passiert mit den durch Verkäufe freigesetzten Geldern?

Sobald es sich um eine reguläre Verlustphase handelt, bieten sich für Spekulanten ungeahnte Profitmöglichkeiten. Nur zu Erinnerung: Während alle Aktien weltweit einen Wert von rund 50 Billionen Dollar (mittlerweile wohl etwas weniger) repräsentieren, sind Derivate über mehr als 600 Billionen Dollar im Umlauf. Im Kern sollen Derivate der Absicherung vor Verlusten dienen. Es sind – und dieser Begriff ist keinesfalls übertrieben – Wetten auf zukünftige Ereignisse, vom Börsencrash über Wechselkursschwankungen bis zu Schlechtwetter.

Wie gesagt, durch Wetten auf Kursverluste, von Leerverkäufen bis zum Derivathandel, lassen sich Vermögen verdienen. Allerdings, „kollabieren die Märkte endgültig“, dann verschwinden auch so manche Banken von der Bildfläche. Wenn es den Vertragspartner, mit dem die Derivat-Wette abgeschlossen wurde, nicht mehr gibt, wird auch das Papier wertlos. Ergo, steht der wirklich große Crash vor der Tür, bietet sich für Investoren und Spekulanten der mittleren Ebene Gold als sicherer Hafen.

Das folgende Chart zeigt die Entwicklung des DAX während der vergangenen fünf Jahre. Beachten Sie den Einbruch von 2008 bis Anfang 2009:

dax_5_years_aug_18_570

Der amerikanische Dow Jones Index bietet, ebenso während der vergangenen fünf Jahre, ein ähnliches Bild:

dji_5_years_aug_18_570

Und jetzt der Goldpreis. Kurzfristig überschritt dieser Anfang 2008 die $-1.000-Marke, gab über einige Zeit nach und näherte sich den $ 1.000 erst wieder als die Aktien tatsächlich auf ihrem Tiefstand waren.

gold_5_years_Aug_2011_450

Wie erwähnt, befinden sich die Aktien weltweit unter enormem Druck. Alle Meldungen von minimaler Reduktion der Arbeitslosenzahlen, Steigerung der Konjunkturrate und vor allem ein „Bewältigen der Schuldenkrise“ sind nichts anderes als Beschönigungen. Insbesondere die Schuldenkrise lässt sich nicht bewältigen. Die Arbeitskraft der Menschen reicht praktisch nicht mehr aus, um die Zinsen zu bezahlen. Jedem, der die Situation in ihrer Gesamtheit analysiert, ist dieser Umstand bewusst. Und dadurch erklärt sich auch der massive Anstieg von Gold. Noch vor 30 Tagen kostete die Unze rund $ 1.600. Heute stieg der Preis bis auf $ 1.827,80.

Von einer kategorischen Umstellung des Geldsystems im Sinne von Verstaatlichung abgesehen, gäbe es nur noch eine einzige Möglichkeit, den totalen Zusammenbruch weiter hinauszuzögern. Das wäre eine drastische Abwertung sowohl des Euros als auch des Dollars. Der reale Wert der Schulden würde sich reduzieren und das neu erschaffene Geld könnte den Konsumenten und somit der Wirtschaft zugeführt werden. Allerdings, vorübergehend würden die Bürger davon profitieren, um in einigen Jahren schließlich wieder in der gleichen Situation zu stecken. Und daher können wir diese Möglichkeit weitgehend ausschließen. Sie entspricht sicher nicht den Plänen derer, von denen die letzten Entscheidungen getroffen werden.

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