Freitag , 30 Oktober 2020
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Kentucky Derby – mehr als eine Million Euro warten auf den Sieger

kentucky_derbyHeute, am späten Nachmittag, gehen wieder einmal zwanzig Pferde an den Start, um das prestigeträchtigste Pferderennen Nordamerikas, wenn nicht sogar weltweit, zu bestreiten. Das 136. Kentucky Derby. Über zwei Millionen Dollar werden an Preisgeldern ausgeschüttet. Trotz angekündigter Gewitterstürme, sollten mehr als 100.000 Zuseher dem Ereignis beiwohnen. Die Umsätze der Buchmacher erreichen jedes Jahr Rekordhöhen. Man spricht von den „spannendsten zwei Minuten des Sports“. Und immer wieder wartet das Rennen mit Überraschungen auf. Im Vorjahr gewann ein Außenseiter, der am Wettmarkt mit 50 zu 1 gehandelt wurde.

Im Jahr 1875 wurde die Pferderennbahn “Churchill Downs” in Louisville im Bundesstaat Kentucky eröffnet. Und im gleichen Jahr wurde das Kentucky Derby zum ersten Mal ausgetragen, das seit damals, ohne jemals unterbrochen worden zu sein, jeweils am ersten Samstag im Mai stattfindet. Es ist sowohl ein Ereignis, das die Massen begeistert, als auch von allerhöchstem gesellschaftlichen Rang. Als im Jahr 2007 Königin Elisabeth II dem Rennen beiwohnte, erklärte sie, dass sie sich dadurch endlich einen Jugendtraum erfüllen konnte.

Die Sandbahn ist eine Meile, 1,6 km, lang. Die zurückzulegende Distanz beträgt 1 ¼ Meilen (2.012 m). Zugelassen sind dreijährige Vollblüter. Das Preisgeld beträgt exakt 2.185.000 Dollar, 1,425 Millionen davon warten auf den Besitzer des siegreichen Pferdes. Den Geschwindigkeitsrekord hält seit dem Jahr 1973 Secretariat. Mit Jockey Ron Turcotte legte der Hengst die Distanz in 1:59:40 zurück. Außer ihm gelang es nur einem einzigen anderen Pferd, Monarchos mit Jockey Jorge F. Chavec, im Jahr 2001, in weniger als zwei Minuten das Ziel zu erreichen.

Wer immer ein Kentucky Derby gewinnt, eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, einen Sonderpreis, genannt Tripple Crown, für sich zu verbuchen, der mittlerweile mit nicht weniger als fünf Millionen Dollar dotiert ist. Diesen Preis gewinnt, wer, neben dem Kentucky Derby, sowohl die Preakness Stakes in Maryland als auch die Belmont Stakes in New York siegreich hinter sich bringt. Alle drei Rennen zu gewinnen gelang seit 1919 erst elf Pferden, das letzte Mal im Jahr 1978 (Affirmed mit Jockey Steve Cauteon).

 

Für das diesjährige Rennen von den Buchmachern favorisiert wird Looking at Lucky, gefolgt von Sidney’s Candy und Awesome Act. Den erwarteten Wetterbedingungen zufolge, haben sich die Kurse jeodch entsprechend verändert. Wer vor wenigen Tagen noch einen Dollar auf Looking at Lucky platzierte, bekam nicht mehr als drei Dollar Gewinn zugesagt, was mittlerweile jedoch auf $ 4,50 angestiegen ist. Bei Regen steigt die Wahrscheinlichkeit eines Außenseitersieges.

Wenn die Meteorologen Recht behalten, die für den ganzen Tag zu 100 Prozent Gewitterregen ankündigen, sollte sich die Sandbahn zur Schlammpiste verwandeln. Der planmäßige Start ist für 18:24 Uhr (00:24 Uhr in Deutschland) festgesetzt.

Traditionsgemäß wird vor Beginn des Rennens ein altes Lied, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, angestimmt: „My Old Kentucky Home“. Die erste Strophe beginnt mit: „The sun shines bright in my old Kentucky home…“, „die Sonne strahlt hell…“, was heute jedoch etwas zynisch klingen wird, bevor sich zwanzig Pferde daran machen, sich zwei Kilometer durch tiefen Schlamm zu quälen.

Als kleiner Vorgeschmack zeigt das folgende Video die Luftaufnahme des Kentucky Derbys 2009. Einige hundert Meter vor dem Ziel, legte der, in letzter Position befindliche, 50-zu-1-Außenseiter Mine That Bird mit Startnummer 8 plötzlich an Tempo zu, lief innen am gesamten Feld vorbei und gewann das Rennen mit gut zehn Längen Vorsprung.

 

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