Mittwoch , 26 Juni 2019
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Al-Kaida und USA in vertrauter Einigkeit

inspire_magazineNicht immer wird der Feind des Feindes automatisch zum Freund. Der iranische Präsident Mahumd Ahmadinedschad beschuldigt die USA seit Jahren, für 9/11 selbst verantwortlich zu sein. Nun kritisierte Al-Kaida den „9/11-Leugner“ und erklärte seine Behauptungen als lächerlich. Ja, natürlich, für seine „Leistungen“ erwartet man schließlich Anerkennung. Als lächerlich lässt sich zweifellos jenes Szenario einstufen, das der Weltöffentlichkeit hier vorgespielt wird. Es entbehrt jedoch nicht eines gewissen Unterhaltungswertes.

Auch einige deutsche Zeitungen berichteten darüber. Im „offiziellen Organ“ der Al-Kaida, einem Magazin namens „Inspire“, wurde Ahmadinedschad nun tatsächlich deswegen kritisiert, weil er der US-Regierung vorwirft, bei den Anschlägen vom 11. September handle es sich um einen Inside-Job.

Was für eine absurde Behauptung! Bloß weil die Luftabwehr an diesem Tag, einer sonderbaren Verkettung von Zufällen wegen, lahmgelegt war. Bloß weil drei Gebäude in einer Art und Weise einstürzen, wie es – so erklären namhafte Architekten – nur durch vorbereite Sprengsätze möglich sein soll. Weil der Besitzer des WTC, Larry Silverstein, sogar in einem Interview geäußert hatte, dass das Abtragen des Gebäudes Nr. 7 aus Sicherheitsgründen beschlossen wurde („Let’s pull it .. they made the decision to pull, and then we saw the building collaps“). Weil der Schrott der Gebäude in kürzester Zeit nach Asien verschifft wurde, ohne jegliche forensische Untersuchung. Weil alle Videoaufzeichnungen von Tankstellen und Geschäften im Umkreis des Pentagon innerhalb kürzester Zeit vom FBI konfisziert wurden, und somit kein einziges Dokument existiert, das zweifelsfrei aufzeigt, dass es ein Flugzeug war, durch welches die Explosion im Pentagon ausgelöst wurde. Es gibt allerdings eine ganze Menge verlässlicher Zeugenaussagen, durch welche die Flugzeug-These widerlegt wird. Und vielleicht auch deswegen, weil die US-Regierung schlichtweg behauptet, Bin Laden getötet zu haben, ohne auch nur irgend jemandem seine Leiche zu zeigen?

Wie mittlerweile nun doch ziemlich bekannt ist, handelt es sich bei den hier aufgezählten Punkten nur um die markantesten. Es gibt absolut seriöse Bücher, in denen alle Details mit entsprechender Ausführlichkeit behandelt werden. Eines davon von Andreas von Bülow verfasst, der von 1976 bis 1980 die Position eines Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium der Verteidigung inne hatte, und anschließend als Bundesminister für Forschung und Technologie amtierte. Also, Mahmud Ahmadinedschad befindet sich, zumindest in Bezug auf seine Zweifel an der offiziellen 9/11-Darstellung, in guter Gesellschaft.

Und was gibt es über Al-Kaida zu sagen?

Nun, behandeln wir zuerst dieses ominösen „Inspire-Mazagin“, das von einer Organisation mit Namen „Al-Quaeda in the Arabian Peninsula“ (AQAP) herausgegeben wird. Die erste Ausgabe erschien im Juli 2010. Bei der hier behandelten, in der stolz erklärt wird, dass Al-Kaida ja doch für diese Terroranschläge verantwortlich sei, handelt es sich um die siebte. Wäre es möglich, dass eine Organisation dahinter stecken könnte, die unter anderem Namen besser bekannt ist? Nun, es handelt sich um eine Spekulation, aber möglich wäre es natürlich durchaus.

Adam Curtis, ein bekannter britischer Filmemacher, fertigte schon im Jahr 2004 eine Dokumentation über die wahren Hintergründe von Al-Kaida an. Eine Zusammenfassung der darin ausführlich erklärten Fakten findet sich im Artikel „Gibt es Al-Kaida wirklich“ (mit Video „The Shadows in the Cave“ auf englisch).

Zur Zeit des sowjetischen Überfalls auf Afghanistan diente Osama Bin Laden als CIA-Agent. Die Widerstandskämpfer wurden von der CIA finanziert. Plötzlich finden sich auch Berichte, dass Al-Kaida-Kämpfer US-Interessen in Libyen unterstützen. Könnte es vielleicht sein, dass es sich bei all dem, was als Al-Kaida Bezeichnung findet, um einen Zweig der CIA handelt?

Das sei nur schwer vorstellbar? Warum? Weil man den Amerikanern so etwas nicht zutrauen könne? Einem Land, das schon 1990 dem Irak vor dem damaligen Einmarsch in Kuwait durch die US-Botschafterin in Bagdad, April Glaspie, mitteilen ließ, dass man sich nicht in innerarabische Angelegenheiten einmischen werde? Ein Land, das vor den Vereinten Nationen die Lüge von Massenvernichtungswaffen im Irak präsentierte? Ein Land, das für den Tod von mehr als einer Million Menschen im Irak verantwortlich ist? Ein Land, das sich schon 1964 im Golf von Tonkin den Anlass für die Eskalation des Vietnam-Krieges selbst fabriziert hatte? Es gäbe noch eine Menge mehr aufzuzählen. Davon auszugehen, dass die Regierung eines westlichen Staates doch nicht Lügen würde, erfordert wohl mehr als bloß Naivität.

Wer natürlich fest daran glaubt, dass die besagten Terroranschläge vom 11. September von einer afghanischen Höhle aus gesteuert wurden, dem wurde durch diese Vorwürfe gegen Mahmud Ahmadinedschad ein neues Argument in die Hand gegeben. Der Rest darf sich wieder einmal darüber amüsieren, für wie dumm man uns hält.

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