Samstag , 3 Dezember 2016
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Können Erdbeben künstlich ausgelöst werden?

elf_wellen_history_channelUm es gleich vorweg zu nehmen, der folgende Beitrag stellt keinerlei Beschuldigungen oder Verdächtigungen auf. Er behandelt lediglich die Frage, ob es theoretisch möglich wäre, Erdbeben absichtlich auszulösen. Dr. Brooks Agnew ist im Jahr 1987 bei der Suche nach Erdölvorkommen ein völlig unbeabsichtigtes Missgeschick unterlaufen. Durch den Einsatz von Wellen extrem niedriger Frequenz (ELF) in einer tektonisch instabilen Zone brachte er tatsächlich die Erde zum Beben. In einem Laborversuch demonstriert er den Vorgang. Voraussetzung ist das Vorhandensein einer Spannung im Erdinneren. Ist dies der Fall, so reicht eine im Verhältnis geringe Energiemenge, um tektonische Platten in Bewegung zu setzen.

Beim am Ende eingesetzten Video (englisch) handelt es sich um einen Teil der Dokumentation „Weather Warfare“ (Wetterkrieg), die vom amerikanischen History-Channel im Jahr 2009 ausgestrahlt wurde. Darin werden verschiedene Möglichkeiten überzeugend demonstriert, durch sogenannte ELF-Wellen (Extreme Low Frequency) das Wetter zu beeinflussen. Eine von insgesamt sieben Antennenanlagen, die sowohl für zivile als auch militärische Forschungszwecke zur Verfügung stehen, trägt den Namen HAARP und ist in Alaska beheimatet. Neben drei weiteren in den Vereinigten Staaten befinden sich zwei in Russland und eine in Nordnorwegen (in der Nähe von Tromsø). Am Anfang des Videos wird übrigens in einer Teströhre demonstriert, wie sich Wasserdampf durch das Ionisieren der Partikel mit Hilfe von ELF-Wellen auflöst. Zumindest theoretisch ließen sich auf diesem Wege sowohl Trockenheiten als auch übermäßige Regenfälle bewusst steuern.

Ab 3:15 setzt sich der Dokumentationsausschnitt schließlich mit Erdbeben auseinander. Im Dezember 2001 stießen NASA-Wissenschaftler auf eine sonderbare Entdeckung. Bei der Untersuchung von mehr als 100 Erdbeben der Stärke 5,0 und darüber wurde festgestellt, dass diesen in fast allen Fällen elektrische Störungen in der Ionosphäre vorausgingen. Gleich im Anschluss kommt Dr. Brooks Agnew zu Wort, der in den 1980er-Jahren im Auftrag einer Energiegesellschaft nach Erdöl- und Erdgasvorkommen suchte. Im Frühling 1987 analysierte er den Boden mit Hilfe von besonders niedrigen ELF-Wellen in der Gegend von Roseberg im US-Bundesstaat Oregon, etwa 60 km östlich der Pazifikküste. Zu seiner großen Überraschung, setzte genau zum Zeitpunkt des Einschaltens der Wellen ein Erdbeben der Stärke 4,0 bis 4,5 auf der Richter-Skala ein. Dr. Agnew ist überzeugt, dass dieses Beben von seinem Team ausgelöst wurde.

Wie dies funktioniert demonstriert er schließlich in einem gläsernen Sandkasten, wobei er einen Stein auf schrägen Untergrund platziert. Beim Einschalten eines Lautsprechers mit nicht mehr als 30 Watt Leistung, löst sich nach wenigen Sekunden dieser Stein aus seiner labilen Position. Als ähnlich beschreibt er die Voraussetzung im Erdinneren in erdbebengefährdeten Zonen. Die Spannung ist gegeben und die von HAARP erbringbare Leistung von 3,6 Millionen Watt würde, so der Wissenschaftler, durchaus ausreichen, um massive Erdbeben auszulösen. Die Wellen werden von der Ionosphäre reflektiert, setzten sich durch die Erde und Ozeane fort und könnten auf diesem Wege, so Dr. Andrew, auf jeden beliebigen Punkt der Erde gerichtet werden. Zumindest theoretisch. Als Vergleich wird ebenfalls die Masse einer Schneelawine angeführt, die, sobald der erforderliche Spannungszustand aufgebaut ist, durch einen einzigen Tritt eines Bergwanderers in Bewegung gesetzt werden kann.

Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass in dieser Richtung Forschungen oder Experimente durchgeführt werden, so ist es nur all zu verständlich, dass darüber nicht öffentlich gesprochen wird. Nachdem sich Erdbeben ausschließlich in jenen Regionen bewusst auslösen ließen, die sich bereits im Zustand erheblicher tektonischer Spannung befinden, würde es vielleicht sogar Sinn ergeben, diesen Druck zu lösen, bevor er sich noch weiter aufbaut und, bei Selbstauslösung, noch größeren Schaden anrichtet. Selbstverständlich wäre es völlig absurd damit zu spekulieren, dass irgend jemand auf dieser Welt absichtlich oder böswillig Naturkatastrophen provozieren würde, die sowohl enormen Sachschaden als auch den Verlust von Menschenleben mit sich bringen. Die grundsätzliche Frage jedoch, ob die Möglichkeit dafür bestünde, scheint durch diese Dokumentation offensichtlich eine positive Antwort zu finden.

{youtube}nfDabr4Kd6o{/youtube}

Beim eingebetteten Video handelt es sich um den dritten von fünf Teilen der Dokumentation mit folgendem Namen: „That’s Impossible – Weather Warfare“ – History-Channel.

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