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Wie gefährlich sind quecksilberhaltige Energiesparlampen wirklich?

bulb fiction pressephotoWenn Meteorologen den Begriff „Quecksilbersäule“ verwenden, so handelt es sich dabei um ein Relikt der Vergangenheit. Denn seit 2009 sind Thermometer, die Quecksilber enthalten, in der EU verboten. Im selben Jahr wurde allerdings von derselben EU beschlossen, die Bürger zur Verwendung von Quecksilberlampen zu zwingen. Es ginge um Energieeinsparung, um Umweltschutz, um den Kampf gegen die globale Erwärmung – und ums Geschäft. Wie gefährlich die ungeliebten zwangsverordneten Lampen tatsächlich sind, wird in dem Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ von Christoph Mayr ausführlich erklärt.

Ob durch die neuen Lampen, die sonderbar aussehen, die die Wohnung in ungewohntes Licht tauchen und die gleichzeitig um einiges teurer sind als herkömmliche Glühbirnen, auch tatsächlich so viel Energie eingespart wird, mag lange Diskussionen nach sich ziehen. Dass Quecksilberdämpfe hochgiftig sind, dabei handelt es sich um eine Tatsache.

Am Ende dieses Artikels findet sich eine 7-minütige Vorstellung von Christoph Mayrs Dokumentarfilm „Bulb Fiction – Die Lüge von der Energiesparlampe”, der seit Mai dieses Jahres erhältlich ist. Gezeigt wird in diesem kurzen Ausschnitt u. a. das tragische Schicksal der Familie Laus aus Linden in Oberbayern. Eine einzige Energiesparlampe zerbrach. Seit damals ist ihr 4-jähriger Sohn Max krank. Das Kopfhaar restlos verloren, wird das Kind immer wieder von Zitteranfällen geplagt. Das Haus ist auf Jahre unbewohnbar.

Quecksilberdämpfe, über die Atemwege aufgenommen, zerstören Nervenzellen im Gehirn. Der Chemiker Gary Zörner formuliert es mit folgenden Worten: „Und das reichert sich dann an und macht immer ein bisschen mehr krank und jedes kleinste bisschen mehr Quecksilber macht ein klein bisschen dümmer – weil es ja das Gehirn angreift!“

Aus Thermometern ist Quecksilber schon vor langer Zeit verschwunden. Wikipedia informiert, dass der Vertrieb von Quecksilberthermometern seit April 2009 in der EU verboten ist. Genau das Gegenteil ist jedoch mit Quecksilberlampen der Fall. Die werden uns von der EU aufgezwungen. Dass Repräsentanten von Osram und Philips, praktisch Europas einzigen Herstellern von Glühbirnen, der EU-Arbeitsgruppe angehörten, bringt den Verdacht mit sich, dass vielleicht doch eher wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Denn mit Umweltschutz kann die Verseuchung der Umwelt durch Quecksilber nicht viel zu tun haben. Abgesehen davon, dass ein großer Teil der Lampen schlicht in den Müll geworfen wird, selbst wenn sie ordnungsgemäß als Sondermüll entsorgt werden, steht noch lange kein Endlager zur Verfügung.

Selbstverständlich mangelt es nicht an Kritiken gegenüber diesem Dokumentarfilm. Es handle sich um einen „Propagandafilm“, um „EU-Skeptizismus“, um eine Verunsicherung des Konsumenten. Wenn die EU verordnet, wenn von der Industrie angeheuerte Experten die „Unbedenklichkeit“ bestätigen, dann hat das Volk dies gefälligst hinzunehmen.

Der Film ist erstklassig recherchiert, zeigt überprüfbare Beispiele und lässt erfahrene Fachleute zu Wort kommen. Hergestellt wurde er mit Unterstützung des staatlichen österreichischen Fernsehsenders ORF. Und eine durchaus positive Kritik wurde Anfang Juni von der Welt veröffentlicht. Wie ernst die Warnungen genommen werden sollen, darüber darf der Zuseher selbst entscheiden. Dass herkömmliche Glühbirnen als Alternative per EU-Diktat restlos vom Markt verschwinden sollen, dabei handelt es sich – gelinde gesagt – um eine Frechheit.

Über Konrad Hausener