Mittwoch , 28 September 2016
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Antibiotika und Pille

Antibiotika und Pille – Ja oder Nein?

Bei der Einnahme von Antibiotika entsteht kein genereller Verlust der Schutzwirkung durch die Pille. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Körper zumindest minimal durch die Wirkstoffe der Antibiotika irritiert bzw. aus dem Konzept gebracht wird. Inwiefern diese minimale Störwirkung den Verhütungsschutz der Pille beeinflusst, dass kann nur Ihr Arzt beurteilen. Allerdings ist es auch durchaus möglich, dass durch parallele Einnahme überhaupt keine Probleme für den Verhütungsschutz entstehen. Nur ohne weiteres können Sie das selber nicht einschätzen, auch in diesem Fall wäre der Gang zum Arzt, um sich zumindest kurz abzusprechen, eine sinnvolle Vorgehensweise.

Wie Ihr Arzt Ihnen helfen kann

Pille und Antibiotika
Klären Sie Wechselwirkungen mit Ihrem Arzt ab / Bild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

Ihr Arzt wird Ihnen bei der Beurteilung helfen können, ob die Wirkstoffe des Antibiotika die Schutzfunktion der Pille beeinträchtigen können. Zudem ist die Wirkung nicht allgemein für jede Frau zu beurteilen, sondern jede Person reagiert auf die Wirkstoffe individuell. Ihr Arzt kann erfahrungsgemäß einschätzen, ob die Wirkstoffe des Antibiotikums sich bei der Einnahme negativ auswirken könnten.

Ein zusätzliches Indiz ist auch der Beipackzettel, wo mögliche Wechsel- oder Nebenwirkungen aufgeführt sind. Sehr oft ist es ein Problem, dass es auch Antibiotika-Präparate von verschiedenen Herstellern gibt, mit angeblich der gleichen Zusammensetzung der Wirkstoffe. Die Realität sind dann allerdings anders aus, weil aus Kostengründen bei der Produktion, dann doch kleine aber entscheidende Abweichungen bei der Zusammensetzung der Wirkstoffe gibt.

Ihr Arzt kann Ihnen aus seiner Erfahrung heraus die richtige Wahl des Antibiotikums empfehlen, wenn er weiß, dass Sie gewisse Wirkstoffe nicht vertragen.

Ihr Arzt könnte auch unter Umständen die Entscheidung treffen, wenn die Gefahr besteht, dass durch die Einnahme des Antibiotikums der Verhütungsschutz gefährdet sein könnte, auf die Einnahme zu verzichten. Das Antibiotikum wird bei schweren Erkältungen, Entzündungen aller Art oder bei Infektionen verschrieben, um das Immunsystem zu unterstützen.

Was kann bei Nebenwirkungen geschehen

Die Pille beginnt Ihre Wirkung schon im Darmbereich zu entfalten und die Pille greift im Sinne der Verhütung in den Hormonhaushalt der Frau ein. Die schlimmste Nebenwirkung wäre Durchfall, welche durch die Einnahme von Antibiotika entstehen könnte. Durchfall ist die häufigste Reaktion des Körpers, wenn der Körper einer Frau eine Unverträglichkeit für gewisse Wirkstoffe der Antibiotika aufweist.

Der Durchfall hätte den fatalen Effekt, dass die Wirkung der Pille schlichtweg aus dem Körper der Frau heraus gespült werden würde.

Der Verhütungsschutz wäre ab diesem Moment zumindest vermindert oder im schlimmsten Fall im Zusammenwirken mit anderen Wechselwirkungen vollkommen wirkungslos. Die Einnahme der Antibiotika müsste sofort gestoppt werden und ein anderes Antibiotikum von einem anderen Hersteller ausprobiert werden. Wie schon erwähnt, können auch Wechselwirkungen entstehen und deshalb sind vor allem Antibiotika mit den Wirkstoffen wie Chloramphenicol, Penicillin und auch Tetracycline für die Hormonregulierung durch die Pille eine Gefahr. Dies wurde auch offiziell durch den den Frauenärzte-Verband bestätigt. Natürlich können auch die Wechselwirkungen komplett ausbleiben, nur die Gefahr besteht nachweislich, dass die Verhütung gefährdet sein könnte.

Kondom bei Antibiotika
Kondome bringen Sicherheit, falls die Wirkung der Pille nicht gegeben ist / Bild: Pixabay.com/de – kerryank

Welche Schutzmaßnahmen wären notwendig

Sollte eine Wechselwirkung bei der Einnahme eines Antibiotikums entstehen, dann sollte natürlich die Pille weiter eingenommen werden. Wenn die Einnahme des Antibiotikums beendet wird, dann sollte während der Einnahme und eine Woche danach eine zusätzliche Verhütung wie z.b. mit Kondom vorgenommen werden. Wenn Sie die Einnahme des Antibiotikums passend zur Pillenpause beenden, dann gibt es zwei Möglichkeiten die verhütungskritische Zeit zu überwinden. Erste Möglichkeit wäre während der Pillenpause die Pille weiter zu nehmen und 7 Tag mit einem Kondom oder einem anderen Verhütungsmittel zu verhüten. Oder sie ziehen die zweite Möglichkeit in Erwägung und sie verhüten während der regulären Pillenpause und weitere 7 Tage nach der Pillenpause.

Fazit

Wenn die Einnahme von Antibiotika unausweichlich ist, dann sollten Sie unbedingt zu Ihrer eigenen Sicherheit eventuelle Neben- und Wechselwirkungen ausschließen können und dazu sollten Sie Ihren Arzt konsultieren damit sie ihr Arzt beraten kann, ob das einzunehmende Antibiotikum die Wirkung der Pille nicht beeinträchtigt. Zudem sollten Sie generell den Beipackzettel durchlesen und zu Rate ziehen, um sich zu informieren, ob bedenkliche Wirkstoffe enthalten sind. Die Einnahme von Antibiotika kann den Verhütungsschutz vermindern, jedoch nicht total verhindern. Während der Pillenpause kann die Einnahme des Antibiotikums keine Wechselwirkung auslösen. Wenn Sie innerlich Zweifel haben sollten, dann sollten sie innerhalb der kritischen Zeit, wo Sie Antibiotika einnehmen keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr riskieren.

Titelbild: Pixabay.com/de – Anqa

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