Startseite » Politik » Europäische Union » Elementare Fragen an die Politik(er/innen): Update!

Elementare Fragen an die Politik(er/innen): Update!

question marks gold colorEs war am 13. August, dass wir sowohl deutsche als auch österreichische Spitzenpolitiker mit stichhaltigen Fragen zur Eurokrise konfrontiert haben. Fragen, die von den Massenmedien grundsätzlich nicht gestellt werden. Einige durchaus interessante Reaktionen sind mittlerweile bei uns eingegangen. Aus zwei Gründen haben wir in den Schreiben darauf hingewiesen, dass wir begrüßen würden, die Stellungnahme vor dem 31. August zu erhalten. Wir haben also genügend Zeit gelassen. Einerseits ist Sommer und einige Verantwortliche sind auf Urlaub. Andererseits sind die Fragen, die von Wirtschaftswissenschaftler Dr. Otmar Pregetter ausgearbeitet wurden, sehr tiefgründig. Das heißt, mit den üblichen Floskeln lassen sie sich sicher nicht beantworten.

„Wenn Schulden das Problem sind, wie können mehr Schulden die Lösung sein?“ Oder: „Wieso verschuldet sich der Staat bei Privat-Banken, wenn nur er selbst über das Gelddruckmonopol (das er per Lizenz an die Finanzinstitute vergab) verfügt?“ Solche und ähnliche Fragen, die sich auf den Kern und die Auslöser der Eurokrise beziehen, stellten wir am 13. August an die Bundeskanzler, Bundespräsidenten und alle Parteichefs der beiden deutschsprachigen Euroländer. Die komplette Fragenliste findet sich im ursprünglichen Artikel.

Aus den Kommentaren unserer Leser geht eindeutig hervor, dass es endlich an der Zeit war, die Politiker/inner aufzufordern, zu diesen hochaktuellen Themen direkt Stellung zu nehmen. Zu lange haben wir leere Phrasen vernommen, Versprechungen und Herumgerede. Zulange schon werden die Fehler der Vergangenheit nicht nur ignoriert, sondern unverändert weitergeführt. Zu tief ist die Schuldenkrise fortgeschritten, um den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen. Es geht um unsere Zukunft und um die unserer Kinder. Denn wir alle haften gemeinsam für die öffentlichen Verbindlichkeiten, die mittlerweile bei über 25.000 Euro pro Einwohner liegen.

Wie anfangs erwähnt sind die bisher eingegangen Reaktionen durchaus interessant. Allein schon die Art und Weise der einzelnen Stellungsnahmen spiegelt sehr viel von dem wider, mit welcher Einstellung Politiker und Politikerinnen bzw. ihr Mitarbeiterstab darauf reagieren, wenn sie wirklich einmal herausgefordert werden. Das Spektrum reicht sehr weit, bis hin zu politischer Eigenwerbung: „Unsere Partei hat diesbezüglich schon mehrmals vorgeschlagen …“

Wir werden die einzelnen Stellungnahmen Anfang September, also im Laufe der kommenden Woche, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zweifellos ist es begrüßenswert, dass trotz der Urlaubszeit innerhalb von nur zwei Wochen mehrere aufschlussreiche Antworten bei uns eingegangen sind. Wir bedanken uns bei den betreffenden Damen und Herren, deren Namen wir nächste Woche nennen werden, für ihr Entgegenkommen.

Über Konrad Hausener