Donnerstag , 19 Januar 2017
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Strompreise 2014 – neuen KWK-Aufschlag beachten!

Im Herbst 2013 haben die Übertragungsnetzbetreiber den neuen KWK-Aufschlag festgelegt. Dieser bundesweite Belastungsausgleich wird auf der Grundlage des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes errechnet. Die Förderzahlungen richten sich nach den Prognosewerten der Netzbetreiber, mit welchen Belastungen im laufenden Jahr zu rechnen ist. Danach werden die aktuell anwendbaren Aufschläge entsprechend dem KWK-Gesetz ermittelt. Der Aufschlag auf Netzentgelte der Letztverbraucherkategorie A beträgt in diesem Jahr 0,181 ct/kWh (bis 100.000 kWh je Abnahmestelle). Aus den Erläuterungen der Anbieter über die Zusammensetzung der Strompreise wird dieser Kostenfaktor meist nicht ersichtlich.

Die Funktion der Übertragungsnetzbetreiber

Foto: Erich Westendarp  / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

Nur in Ausnahmefällen verfügen die großen Energiekonzerne in Deutschland über die reine Infrastruktur für die Stromversorgung ihrer Kunden. Es sind vielmehr die Übertragungsnetzbetreiber, die den Strom „verteilen“ und dafür bezahlt werden. Diese Kosten schlagen sich wie Leistungen, Steuern und EEG-Umlage auf den Strompreis nieder.

Wie sich die Aufgabe der Übertragungsnetzbetreiber hierzulande genau definiert, ist für den Laien nicht ganz leicht nachzuvollziehen, denn bei der Energielieferung handelt es sich um eine sehr vielschichtige Materie. Dass beispielsweise ein Haushalt in Bayern mit Strom beliefert wird, den eine Windanlage an der Ostsee erzeugt hat, erscheint nicht auf Anhieb sinnvoll. Das liegt daran, wie in Deutschland der Strom und die Lasten verteilt werden. Die Übergangsnetzbetreiber verfügen über die Infrastruktur und sind für ihre Wartung verantwortlich. Sie sorgen außerdem dafür, dass die Energieproduzenten Zugang zu den Quellen haben.

Es sind also die Hochspannungsleitungen der Übertragungsnetzbetreiber, die unsere Landschaften wie ein Netz überspannen und nicht die der Konzerne wie E.ON oder Vattenfall. Der sogenannte KWK-Aufschlag ist die Pauschale, die die Übertragungsnetzbetreiber für ihre Dienstleistungen verlangen. Er wird jährlich neu von den Betreiber-Unternehmen festgelegt und wirkt sich daher auf die Strompreise aus. Vorgeschrieben wurde die Ausgleichszahlung für die Kräft-Wärme-Kopplung vom Gesetzgeber. Normalerweise werden diese Kosten direkt an die Endverbraucher weitergegeben. Zwar sind die Beträge sehr niedrig und erhöhen sich von Jahr zu Jahr nur minimal. Ein Kostenfaktor bleiben sie dennoch, vor allem wenn der Stromverbrauch sehr hoch ist. Unter diesem Aspekt lohnt sich die Überlegung, den Stromanbieter zu wechseln, zusätzlich.

Stromanbieter wechseln: ein Kinderspiel

Es sind also diverse Faktoren, die bei den Strompreisen in Deutschland eine Rolle spielen. Die vergleichsweise geringfügige KKW-Umlage schlägt dabei nicht so stark zu Buche wie die EEG-Umlage, die immer wieder als Argument für Preissteigerungen angeführt wird. Diese Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien ist in diesem Jahr um 0,963 Cent auf 6,24 Cent je Kilowattstunde gestiegen. Für private Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von durchschnittlich 3.500 Kilowattstunden bedeutet das einen Anstieg auf 3,30 Euro monatlich.

Experten gehen davon aus, dass die bestehenden Gesetze in absehbarer Zeit geändert werden müssen. Alle Betroffenen stehen auf dem Standpunkt, die momentanen Kosten seien zu hoch und die eigentlichen Ziele der Umlage würden nicht erreicht. Bis es so weit ist, dass sich die Umlagekosten ändern, rattert der Stromzähler weiter und lässt die Rechnungen steigen. Um sich detailliert zu informieren, wie sich dieser Bereich der monatlichen Lebenshaltungskosten eingrenzen lässt, lohnt sich ein Preisvergleich beispielsweise im Internet. Verbraucher, die nach einen günstigen Stromtarif für den eigenen Haushalt suchen, können sich anhand der Online-Rechner zum Vergleichen der unterschiedlichen Tarife in ihrer Region eine Übersicht verschaffen. Die Werte aus der letzten Abrechnung sowie die Postleitzahl reichen aus, um zu erfahren, wo Strom zum günstigsten Preis zu bekommen ist.

Auch wenn die Umlagen weiter steigen und den Strompreis in die Höhe treiben: Mithilfe der praktischen Tools für den Stromvergleich lassen sich im Internet stets faire Tarife und Bedingungen herausfiltern – unabhängig von den Großkonzernen unter den Stromanbietern in Deutschland.

Quelle: http://www.stromanbietervergleich.de/

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