Samstag , 26 September 2020
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Roboter-Luftschiff und Drohnen decken Waldbrände auf

blimp_2Waldbrände sind in fast allen warmen Ländern ein immer wiederkehrendes riskantes Thema. Ob bereits ein Großbrand oder Glutnester – nicht immer ist es für Löschkommandos einfach diese aufzuspüren. Zudem benötigt das Überwachen der Glutnester ebenso viel Personal als auch das Aufspüren von Rauchquellen und aufsteigenden Gasen. An der FernUniverstität Hagen konnte nun eine technische Neuentwicklung vorgestellt werden, die mittels eines Roboter-Luftschiffes, ferngesteuerten Mini-Helikoptern und einem Panzer, derartigen Schwierigkeiten effektiv entgegentreten kann. 

„Blimp“, so wurde das neun Meter lange Roboter-Luftschiff von den Forschern genannt, könnte zukünftig eine deutlich höhere Sicherheit beim Aufspüren und Überwachen von Waldbränden ermöglichen. Ausgestattet mit vielfältigen technischen Raffinessen, kann das kleine halbautonome Luftschiff Gebiete überfliegen, zeitgleich Unmengen von Daten registrieren, die wiederum an einen Computer der „Basis“ gesendet und umgehend ausgewertet werden können. Von der Einsatzleiterstelle aus werden die notwendigen Gegenmaßnahmen eingeleitet, die sowohl mit dem Aussehenden von ferngesteuerten Mini-Helikoptern, den Drohnen, als auch mit dem Losschicken eines speziellen Lösch-Panzers einhergehen. Der Panzer selbst, kann sich seinen Weg zur Brandstelle bahnen und dort auf eine Entfernung von bis zu 50 Metern einen oberschenkeldicken Wasserstrahl zum Löschen des Brandes abgeben.

„Das Fliegende Auge“ der Hagener FernUniversität, ist unbemannt und mit 25 Kubikmetern nicht brennbarem Helium gefüllt. Zahlreiche Sensoren tasten die Waldfläche ab, um somit zur Erkennung von Glutnestern, Rauch, aufsteigendem Gas oder einem bereits lodernden Feuer, einen rechtzeitigen Hinweis an den Brandlöschtrupp geben zu können. Hierbei wird das Roboter-Luftschiff mittels WLAN, Funk und GPS überwacht und gesteuert, wobei selbst die Steuerung und Überwachung via Mobilfunknetze erfolgen kann. Neben der Tatsache, dass „Blimp“ im Brandschutz seinen Einsatz finden kann, zeigt sich aufgrund der unterschiedlichen Sensoren und Video-, Thermo- und Infrarotkameras im Roboter-Luftschiff, dass selbst Personen dadurch aufgefunden und gerettet werden können.

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An dem Projekt „Internationale Waldbrandbekämpfung – iWBB“ sind insgesamt neun Forschungseinrichtungen und Firmen beteiligt gewesen, die für eine effektive Koordination der verschiedenen Abläufe, Bau- und Testphasen im nordrhein-westfälischen Hemer ein „Forschungszentrum für Systemtechnik“ errichtet hatten. Für einen Zeitraum von zwei Jahren und mit fünf Millionen Euro an Entwicklungsgeldern, wurde dieses Projekt, das bereits von Waldbrandgefährdenden Ländern wie Frankreich oder Griechenland mit Interesse betrachtet wird, von dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie gefördert.

Weiterführende Informationen zu dieser wissenschaftlich-technischen Innovation des Roboter-Luftschiffes, finden sich auf der Webseite der FernUniversität Hagen.

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