Montag , 8 August 2022
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Schwimmender Garten „Physalia“ für sauberes Trinkwasser

schwimmender garten physaliaSauberes Trinkwasser ist eines der wichtigsten Güter rund um den Globus, allerdings sterben täglich rund 3000 Menschen allein aus dem Grund, weil sie keinen Zugang zu diesem wertvollen Nass haben. Nach Expertenschätzungen der Vereinten Nationen, könnte sich dieser Zustand bis zum Jahr 2030 dramatisch verschlimmern, was bedeuten würde, dass etwa die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung keinerlei Zugang zu bakterienfreiem Wasser hätte. Der schwimmende Garten „Physalia“ könnte jedoch zukünftig für dieses mehr als ernsthafte Problem eine Lösung darstellen.

Der schwimmende Garten „Physalia“, benannt nach der Quallenart Portugiesische Galeere, entstammt den Entwicklungsgedanken des belgischen Architekten Vincent Callebaut, der sich folglich für das Schiffsdesign verantwortlich zeichnet. Die „Physalia“ ist ein kleines Wunderwerk an Technik, die sich vor allem der Kräfte der Natur in Form der Sonnenenergie bedient. Mit einer Länge von 80 Metern, einer Höhe von 10 Metern und einer Breite von 15 Metern, wird dieser schwimmende reinigende Garten nicht gerade einen geringen Raum auf den Flüssen einnehmen, die für die Trinkwasserreinigung angedacht sind, doch dafür sorgen sollen, dass das lebensnotwenige Wasser auch und im Besonderen in Europa erhalten werden kann.

Die „Physalia“ zeigt sich optisch in Form eines Wales und beinhaltet die Funktion, verschmutztes Wasser auf eine ökologisch sinnvolle Art und Weise zu reinigen. Eingebaute Sonnenkollektoren sorgen dafür, dass die eingesetzten Hydro-Turbinen angetrieben werden. Die auf dem Schiffsdach befindliche Filteranlage reinigt mittels einer speziellen Titandioxid-Oberfläche und Pflanzen das angesaugte Schmutzwasser, um es folglich in einem filtrierten und sauberen Zustand wieder in das Gewässer zurückzuleiten. Diese Kombination aus biologischer Reinigung von Pflanzen und den UV-Strahlen der Sonne, die dem Titandioxid die reinigende Kraft verleihen, ermöglichen es diesem „Öko-Wal“ ohne jegliche chemischen Zusätze für sauberes Trinkwasser zu sorgen.

physalia parisDie Einsatzgebiete des schwimmenden Gartens „Physalia“ sollen auf den europäischen Gewässern, wie etwa der Donau, der Seine oder auch der Themse erfolgen, die aufgrund der vielen industriellen Wasserverschmutzungen, sowie den auf diesen Flüssen fahrenden Schiffe, eine erhebliche Beeinträchtigung in ihrer Wasserqualität aufzeigen. Wasser, das auch in Europa zum Überleben der Bevölkerung benötigt wird, denn nur davon auszugehen, dass lediglich in den sogenannten Drittländern sauberes Trinkwasser knapp wird, ist eine regelrechte Verblendung vor den Tatsachen, die schon in wenigen Jahrzehnten zu einer deutlichen Unterversorgung mit sauberem Trinkwasser führen kann.

Die Homepage von Vincent Callebaut zeigt weitere beeindruckende Bilder des Konzeptes.

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