Montag , 8 August 2022
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Was sind die Ursachen für das weltweite Wetterchaos

fischsterben_bolivenEine unglaubliche Hitzewelle in Russland löste eine Reihe verheerender Waldbrände aus. Überschwemmungen in Indien und Pakistan, sowie Schlammlawinen in China. Ein riesiger Eisberg bricht von Grönland ab. Dazu kommen die kältesten, je gemessenen, Temperaturen in Teilen Südamerikas. Bolivianische Flüsse sind derart abgekühlt, dass eine geschätzte Zahl von einer Million Fischen verendete. Fallen wir der subjektiven Wahrnehmung zum Opfer, zeigen sich die Auswirkungen der globalen Erwärmung oder sollen wir Dr. Gianluigi Zangaris Spekulationen, dass der Golf von Mexiko dafür verantwortlich sei, Glauben schenken?

Meldungen zufolge, gibt es bereits Überlegungen, die ganze Stadt Moskau zu evakuieren. Die übliche Zahl von Todesfällen, die zwischen 360 und 380 pro Tag liegt, hat sich beinahe verdoppelt. Die Konzentration von giftigem Kohlenmonoxid in der Luft überschreitet den zulässigen Grenzwert in Moskau derzeit um mehr als das Sechsfache. Landesweit sollen es noch immer 500 Wald- und Torfbrände sein, von denen die tödliche Luftverpestung verursacht wird.

Neben den ausführlich behandelten Unwettern in Asien, ist über Teile Südamerikas, wo zur Zeit Winter herrscht, eine bisher nicht gekannte Kältewelle eingebrochen. Das folgende Video (spanisch) zeigt Flüsse in Bolivien, in denen rund eine Million Fische verendet auf der Oberfläche treiben. Tausende Alligatoren und Schildkröten sollen der Kältewelle ebenfalls zum Opfer gefallen sein. Seit Juli sind die Temperaturen derart abgesunken, dass auch das Wasser der Flüsse zu sehr abgekühlt ist, um Leben aufrecht zu erhalten.

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Klimaexperten, denen es grundsätzlich schwer fällt, sich auf vergleichbare Thesen zu einigen, sind mit Sicherheit damit ausgelastet, die Vorfälle zu analysieren. Am 12. Juli, also vor knapp einem Monat, wurde ein Bericht des Physikers Dr. Gianluigi Zangari von den Laboratori Nazionali di Frascati, die dem renommierten Nationalen Institut für Kernphysik angehören, veröffentlicht. Demzufolge hätte die Ölverschmutzung im Golf von Mexiko ein Abreißen des sogenannten Loop Current, zu deutsch: Schleifenstrom, bewirkt. Der Loop Current verbindet die Karibische Strömung mit dem Floridastrom, dem Ausgangspunkt des Golfstroms, der wiederum für die relativ milden Temperaturen in Europa verantwortlich ist. Zangaris Behauptungen basieren sowohl auf der Ausarbeitung von Satellitenfotos als auch auf physikalischen Experimenten.

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Zangari verweist nicht nur auf die soeben zitierte Verbindung, sondern auch darauf, dass praktisch alle Meeres- und Windströmungen auf unserem Planeten miteinander in Verbindung stehen. Eine Veränderung in einem Teil des Systems führt unabwendbar zu globalen Konsequenzen.

Insbesondere im Zusammenhang mit den fortschreitenden Aufräumungsarbeiten im Golf von Mexiko, werden Berichte über Zangaris Forschungsergebnisse gelegentlich in den Bereich von Gerüchten verdrängt. Nachdem auch Wissenschaftler keineswegs als unfehlbar einzustufen sind, ist es nicht auszuschließen – und es wäre absolut begrüßenswert – dass Dr. Zangari einem Trugschluss zum Opfer gefallen ist. Ob wir uns auf die Korrektheit der Berichterstattung aus offiziellen Kreisen verlassen können, ist eine Frage, die sich wohl jeder für sich selbst stellen muss. Sollten weitere Beobachtungen in diesem Zusammenhang bekannt werden, wird The Intelligence umgehend darüber informieren.

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