Dienstag , 29 September 2020
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Frauen und Mütter im globalen Vergleich

mutter kind stillenPünktlich zum Muttertag konnte die Organisation Save the Children einen Bericht veröffentlichen, der sich mit einem weltweiten Vergleich von Frauen, sowie Müttern und deren länderspezifischen Situation befasst. In welchem Land herrschen im Besonderen unter den Aspekten Gesundheit, Bildung oder auch Lebenserwartung für Mädchen, Frauen und Mütter die besten Lebensbedingungen?

Deutschland ist innerhalb der europäischen Länder ebenfalls mit in dem Bericht aufgeführt, zeigt im globalen Vergleich hierbei zwar keine absoluten Spitzenwerte, kann jedoch einen mehr als positiv zu bezeichnenden 10. Platz in der Rankingliste einnehmen. Eine erfreuliche Nachricht, die sich darauf bezieht, dass eine deutsche Frau durchschnittlich 83 Jahre alt wird, im Kindesalter zehn Jahre eine Bildungseinrichtung besucht und mit einem prozentualen Anteil von 66% eine der modernen Verhütungsmethoden einsetzt, sowie bis auf wenige Ausnahmen, eine umfassende medizinische Begleitung während einer Schwangerschaft und Geburt an ihrer Seite hat.

Erschreckend ist hierbei unter anderem der Vergleich zur Lage von Frauen und Müttern in Afghanistan. Save the Children Mitarbeiter konnten für dieses Land Zahlen ermitteln, die sehr nachdenklich stimmen. So liegt die Lebenserwartung von afghanischen Frauen bei lediglich 44 Jahren und mit nur rund fünf Jahren Schulbesuch besteht lediglich die Hälfte dessen an Lernzeit, wie sie hierzulande üblich ist. Dass etwa alle dreißig Minuten eine afghanische Frau bei der Geburt ihres Kindes stirbt, da 86% der Schwangeren ihre Babys ohne jegliche Geburtshilfe zur Welt bringen müssen, zeigt zusätzlich wie prekär die Lage in dem Land ist.

Schwangerschaft und Geburt als Lebensgefahr

Doch nicht nur dort, sondern in vielen weiteren Ländern rund um den Globus finden sich Situationen, die für Frauen und Mütter, sowie ihre Kinder alles andere als positiv zu bewerten sind. So konnte die Organisation wieder einmal feststellen, dass geschätzt weltweit 50 Millionen Frauen die Geburt ohne medizinische Begleitung durchführen müssen, begründet durch die Tatsache, dass in vielen der insgesamt 160 Länder, die mit in die Untersuchungen von Save the Children miteinbezogen waren, der Weg bis zu einem Arzt oder gar eine Klinik für die Schwangeren oder Gebärenden zu weit ist. Somit herrscht für Frauen in Ländern, wie beispielsweise Afghanistan, Niger oder Chad allein aufgrund einer Schwangerschaft und Geburt Lebensgefahr. Eine Gefahr, die im weiteren Ländervergleich mit der Müttersterblichkeit bei der Geburt, in Ländern wie Griechenland (eine von 25.000 Frauen) oder auch Irland (eine von 47.600 Frauen) deutlich reduziert ist.

Und welche Länder führen nun, unter dem Einbezug der Faktoren Gesundheit, Zugang zu Essen, Bildung, medizinischer Hilfe, sowie der sich aus der Komplexität der Umstände eines Landes ergebenden Bedingungen, zu den besten für Mädchen, Frauen und Mütter? Hier liegt eindeutig Norwegen auf dem ersten Platz, jedoch dicht gefolgt von Australien und Island. Wie bereits erwähnt nimmt die Bundesrepublik Deutschland den zehnten Platz im globalen Vergleich ein und liegt somit knapp hinter Belgien. Interessant ist es zudem zu wissen, dass von den insgesamt 160 Ländern rund um den Globus die USA lediglich den 28. Rang einnehmen und somit selbst von manchen afrikanischen Staaten noch hinter sich gelassen werden konnte.

Obwohl sich weltweit bereits vieles für Mädchen, Frauen und besonders für Mütter verbessert hat, besteht nachwievor ein großer Handlungsbedarf. Dieser findet sich nicht nur im Sinne einer Aufklärung über Hygiene, Schwangerschaft, Geburt oder Stillen, sondern auch und im Besonderen hinsichtlich dem Thema Bildung, da diese eine der wichtigsten Grundlagen dafür ist, dass sich die Zustände in den einzelnen Ländern sowohl für die einzelne Frau als auch für alle Frauen im jeweiligen Staat, einschließlich den Lebensbedingungen derer Kinder, zu einem positiven Lebensverlauf ändern können.

Quelle: www.savethechildren.de

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