Mittwoch , 19 Februar 2020
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Krebs ist eine Zivilisationskrankheit

krebsgeschwuerIn der Antike war Krebs praktisch unbekannt. Das stellte ein Team von Wissenschaftlern von der Universität Manchester beim Untersuchen ägyptischer Mumien nun fest. Die Analyse fossiler Knochen, sowohl von Tieren als auch von Neandertalern, bestätigt dieses Resultat. Die Studie historischer Literatur führt schließlich zu dem Schluss, dass Erkrankungen an Krebs, von extrem seltenen Ausnahmen abgesehen, erst im 17. Jahrhundert einsetzten. Und seit damals sind sie im Fortschreiten. Statistisch gesehen entwickelt mittlerweile jeder dritte Europäer im Laufe seines Lebens Krebs.

Die Untersuchung mehrerer hundert Mumien führte zu dem Resultat, dass nur in einem einzigen Fall ein Krebsgeschwür festzustellen war. Professor Michael Zimmerman erklärte dazu: „Auf Grund des Fehlens chirurgischer Eingriffe im Altertum, würde Krebs in allen Fällen nachweisbar sein.“ Selbst unter Tausenden von Gebeinen von Neandertalern, wurde nur ein einziger Fall von Krebs festgestellt. Griechische Texte zeigen zwar auf, dass der Unterschied zwischen bösartigen und gutartigen Geschwüren bekannt war, trotzdem handelte es sich um ein ausgesprochen seltenes Leiden.

Den jüngsten Studien entsprechend, zeigen sich erst in der Literatur des 17. Jahrhunderts operative Eingriffe zur Entfernung von Brustkrebs. Im 18. Jahrhundert tauchte der Begriff des „Schornsteinfegerkrebs“ auf. Im Russ enthaltene sogenannte Benzo(a)pyren lösten in einer nennenswerten Anzahl von Fällen Hodenkrebs aus. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine Häufung von Nasenkrebsfällen unter Tabakschnupfern festgestellt.

Die vorliegende Studie zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass eine Unmenge von Daten zur Verfügung steht, auch deckt sie einen Zeitraum mehrerer Jahrtausende. Die daraus resultierende Schlussfolgerung besagt, dass die Natur den Menschen grundsätzlich nicht mit kebseregenden Einflüssen konfrontiert, sondern dass diese erst durch das Fortschreiten der Zivilisation entstanden. Kontakte mit Kohlenstaub, Asbest, Nickel oder Benzol, um nur einige zu nennen, gehören zu den auslösenden Faktoren ebenso wie falsche Ernährung oder – wie könnte man darauf jemals vergessen – der Genuss von Tabak. Dass radioaktive Belastungen das Entstehen von Geschwüren ebenso fördern könnten wie der enorme Anstieg elektromagnetischer Wellen im Äther, wäre natürlich keinesfalls auszuschließen. Die Zahl der, seit 1945 durchgeführten, Zündungen atomarer Sprengköpfe zu Testzwecken liegt immerhin auch im vierstelligen Bereich.

Quelle: Mail-Online

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