Mittwoch , 19 Februar 2020
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Warnung: Bankschalter könnten geschlossen bleiben

geldautomat_geschlossenDie Information stammt aus Österreich. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass auch andere EU-Länder ähnliche Maßnahmen vorbereiten. Die absolut seriöse österreichische Tageszeitung Die Presse berichtet in ihrer Online-Ausgabe von einem Notfallsplan, falls sich die Krise zuspitzen sollte. Dazu gehört, Bankschalter vorübergehend geschlossen zu halten, um einen sogenannten „Run“ zu vermeiden. So etwas kann es bei uns nicht geben? Auch eine Krise wie die derzeitige gibt es, seit Ende des zweiten Weltkrieges, zum ersten Mal.

Wer sich mit den wirtschaftlichen Entwicklungen nicht direkt auseinander setzt, wer bloß hin und wieder einen Blick auf die Schlagzeilen wirft, ist sich des Umfanges der Probleme kaum bewusst. Ein paar internationale Treffen, ein paar neue Finanzspritzen, und die Probleme werden sich schon in den Griff bekommen lassen. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Angela Merkel am 8. Oktober 2008 die Chefredakteure der namhaften Medien zu sich bieten ließ, um ihnen Anweisungen bezüglich der Berichterstattung im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise zu geben. Natürlich, um eine Panik zu vermeiden. Gewiss stecken keine bösen Absichten dahinter. Wer jedoch erwartet, regelmäßig offen und ehrlich informiert zu werden, der sollte über derartige Schritte einmal nachdenken.

Trotz gewisser Richtlinien, an die sich die Zeitungen meist uniform halten, finden sich doch hin und wieder brisante Informationen. Wer glaubt, dass nur jene Storys von Bedeutung sind, die sich breiter Berichterstattung erfreuen und regelmäßig Wiederholung finden, der darf sich am Ende nicht wundern, wenn einschneidende Überraschungen auf ihn warten.

Die Presse berichtet von möglichen Aufmarschplänen der Exekutive in Österreich, die das Schließen von Bankschaltern und Geldautomaten beinhalten. Ohne nähere Details, erfolgte eine Bestätigung dieses Vorhabens durch das Innenministerium. Schon am 19. Mai sollen die notwendigen Gesetzesnovellen im Parlament abgesegnet werden.

Als Rechtfertigung oder Erklärung wird wörtlich angeführt: „Vom Prinzip her will man argentinische und griechische Zustände wie ein Erstürmen von Banken oder eine Massenpanik vermeiden.“

Die in Argentinien angesprochene Situation ereignete sich vor zehn Jahren. Massive wirtschaftliche Einbrüche ließen Arbeitslosigkeit und Geldknappheit rapide ansteigen. Eine nennenswerte Zahl von Bürgern verfügte über Ersparnisse. Und plötzlich wurden diese von den Banken zurückgehalten. Menschen, die kurz davor in gewissem Wohlstand lebten, die über beachtliche „Notgroschen“ verfügten, wurde der Zugang zum eigenen Geld verwehrt.

Wenn in einem EU-Land Pläne bekannt werden, gesetzliche Maßnahmen zu schaffen, Bürgern den Zugang zum eigenen Geld zu unterbinden, dann lässt sich keinesfalls ausschließen, dass in anderen EU-Ländern an ähnlichen Projekten gebastelt wird. Sollte eine nennenswerte Zahl von Menschen dem Bankensystem plötzlich nicht mehr vertrauen, so ist es durchaus richtig, dass das Abheben von Guthaben die Probleme vorantreibt. Andererseits, wenn der Einzelne glaubt, dass er im Notfall auf seine Ersparnisse zurückgreifen kann, die Autoritäten gleichzeitig aber planen, in Notfällen gerade dies zu verhindern, dann sollte schon jetzt entsprechende Vorsorge getroffen werden. Unsere Plattform, The Intelligence, ist nicht groß genug, um eine Panik auszulösen. Somit erlauben wir uns ohne Scheu, auf diese Gefahr zu verweisen.

Zu erwarten, dass sich derart gravierende Maßnahmen im vorhinein abzeichnen werden, wäre ein grober Fehler. Auch dazu schreibt Die Presse: „Schließlich sind veröffentlichte Pläne wohl nur noch halb so wirksam!“

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