Samstag , 25 September 2021
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Meidet die Occupy-Demos! (Achtung, Satire!)

juchtenkaefer_gefaehrdetDie Occupy – Demonstrationen, am letzten Samstag begannen sie auch in Deutschland, sie stehen vor einem schnellen und endgültigen Aus. Wir, die Redakteurinnen und Redakteure von The Intelligence, wir stehen voll und ganz hinter dieser im Titel angegebenen, zumindest im Moment, nicht sehr populären Maßnahme. Es galt, sich ganz einfach zu entscheiden – und wir haben es getan. Dies, liebe Leserinnen und Leser, dies sollten sie jetzt ebenfalls tun. Für unsere Entscheidung gibt es mehrere, wir meinen auch sehr stichhaltige, Gründe. Nehmen sie uns das eine ab, leicht fiel uns diese Entscheidung wahrlich nicht. Nun zu unseren Gründen und Motiven:

Der Bundesverband der Privatbanken hat heute bei den entsprechenden Ministerien jeweils ein Gutachten eingereicht, welches es in sich hat. Die vom Bankenverband unterstützte „Vereinigung zum Schutz von Lebens und Umwelt“ hat durch eine Untersuchung nachgewiesen, dass quasi vor jeder Filiale einer Privatbank in der Bundesrepublik seit dem Abend des Freitags letzter Woche eine nicht unerhebliche Population des Juchtenkäfers festgestellt wurde. Sie erinnern sich? Der Juchtenkäfer war, in weitaus geringerer Anzahl, in den Skandal um die Baustelle „Stuttgart 21“ verwickelt und hat einen vorübergehenden Baumfällstopp provoziert.

Natürlich haben wir das Gutachten nicht ohne Prüfung akzeptiert. Eine neue Vereinigung, diese nennt sich „Pro Juchtia“, sie hat ihren Sitz in einem Hochhaus im Bankenviertel zu Frankfurt, überprüfte das Gutachten kostenlos auf seine Stichhaltigkeit. Diese Prüfungsstellungnahme liegt der Redaktion, warum auch immer, mittlerweile ebenfalls vor.

In einer an Deutlichkeit nicht zu überbietenden Schärfe stellt „Pro Juchtia“ fest, dass man für die Überprüfung der vermeintlichen Lebensräume von artengeschützten Juchtenkäfern einen Zeitaufwand von nicht unter 421 Jahren einzurechnen habe. Der Generalsekretär, Herr J. Ackermann, ließ uns wissen, dass er die Gelder für diese komplexen und sehr langwierigen Untersuchungen und Analysen bereits von der Deutschen Bank zugesagt bekommen habe. Dies bedeutet im Klartext, der Untersuchung steht jetzt nichts mehr im Wege.

Meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, wir haben abgewogen, und wir haben entschieden. Unterstellt man der Occupy–Bewegung humanistische Grundsätze und Ziele, dann muss dies auch für Juchtenkäfer gelten, dann muss man sich für das Wohlergehen des Juchtenkäfers entscheiden, ohne „Wenn und Aber“. Wir, die Redaktion, wir haben es getan.

Über den zweiten und wichtigen Grund wollen wir nur kurz berichten, sie informieren. Wie uns die Genehmigungsbehörden heute eidesstattlich versicherten, haben die Organisatorinnen und die Organisatoren der Veranstaltungen zu keiner Zeit die Genehmigung zum Betrieb eines Campingplatzes beantragt, noch haben sie diese erhalten. Auch das Aufstellen von WC-Konfigurationen wurde nicht beantragt und nicht genehmigt. Hinzu kommt die Gefahr für die vermuteten Juchtenkäfer-Populationen, wenn in ihrem Naturschutzgebiet, die Anerkennung wurde heute ausgesprochen, wenn dort gezeltet und gelebt wird. Aus Frankfurt wurde am Wochenende berichtet, dass der Demonstration vom Samstag mindestens elf Ameisen zum Opfer gefallen sind.

Auf heimtückische Art und Weise wurde ebenfalls eine Wespe erschlagen, als sie mittels Notwehr den blanken Hintern von Heike G. in einem der blauen Häuschen attackierte. Nicht auszudenken, trotzdem – diese Blutspur führt direkt zu unserem Gewissen. Wir, die Redakteurinnen und Redakteure von The Intelligence, wir erklären hier in aller Deutlichkeit:

Wir sind alle und durch die „Bank“ verantwortungsvolle Staatsbürger. Gerne nehmen wir unser Gnadenrecht wahr, uns auch alle zwölf Jahre an einer Demonstration zu beteiligen – aber alles in ordentlichem Gebaren, nicht und unter keinen Umständen in Anarchie und Chaos. Weiter gilt es zu sagen, die Ablehnung von Lebensmittelspekulation und Profitgier rechtfertigt unter keinen Umständen den Tod eventuell vorhandener Juchtenkäfer. Daran sollte man sich ein Beispiel nehmen, an dieser Rücksichtnahme, dem Tier gegenüber. Weiter geben wir zu bedenken, dass wir alle gerne campen, wirklich alle. Aber wir tun es nicht wild und niemals ohne Genehmigung. Nein, das tun wir wirklich nicht.

So, liebe Menschinnen und Menschen, jetzt wisst ihr Bescheid – wir gehen da nicht mehr hin, zu dieser Art von Demonstration, wir nicht.

In diesem Sinne…

© Peter Reuter

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