Freitag , 24 Januar 2020
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Elektrofahrräder im Test

Leidenschaftliche Fahrradfahrer kennen die Vorteile der muskelkraftunterstützen Fortbewegung auf zwei Rädern. Neben dem Umweltschutz, spielt natürlich auch die Bewegung eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das Auto stehenzulassen und alternativ aufs Fahrrad umzusteigen. Doch wer bereits in die Jahre gekommen ist und trotzdem nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, wird feststellen dass es mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird, aktiv in die Pedale zu treten. Besonders für Senioren geeignet und aktuell voll im Trend liegend: Elektrofahrräder – die Alternative zum gewöhnlichen Fahrrad. Elektrofahrräder für das Motto: mobil im Alter.

Ein Vergleich lohnt sich

elektrofahrradElektrofahrräder werden immer beliebter. Da ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Hersteller die unterschiedlichsten Modelle anbieten. Um bei diesem umfangreichen Angebot noch den Überblick zu behalten, gilt es die Elektrofahrräder ausführlich miteinander zu vergleichen. Das Internet bietet dazu die perfekte Gelegenheit. Um die erforderlichen Tests der einzelnen Modelle kümmert sich regelmäßig die Stiftung Warentest. Die entsprechenden Testergebnisse werden dabei regelmäßig zur Verfügung gestellt und informieren Verbraucher über positiv und negativ bewertete Modelle.

Katastrophale Testergebnisse

Die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest, fallen in Bezug auf Elektrofahrräder eher beschaulich aus. Über die Hälfte der getesteten Modelle ist bei technischen Überprüfungen durchgefallen. Und diese Überprüfungen sind sehr umfangreich gestaltet worden. Das katastrophale Ergebnis zeigt deutliche Sicherheitsmängel auf, welche für den Nutzer gravierend sein können. Wie auch im Stiftung Warentest Ergebnis zu lesen ist, wurden unter anderem die Rahmenkonstruktion, die Bremsen und die Bedienung im Test unter die Lupe genommen.

Das Elektrofahrrad und die Spezifikationen

Grundsätzlich wird die Eigenleistung des Fahrers durch einen Elektromotor unterstützt. Diese Unterstützung richtet sich nach Geschwindigkeiten bis 25 Kilometer pro Stunde. Auf diese Weise erreicht der Fahrer diese Geschwindigkeit leichter und schneller als ohne Motorenunterstützung. Diese unterstützende Motorenleistung der Elektrofahrräder, wird als “eingebauter Rückenwind” bezeichnet. Komplett lässt sich auf das Treten der Pedale jedoch nicht verzichten, denn ohne Muskelkraft kommt der Fahrer nicht voran. Diese Umstand kann sowohl positiv, als auch negativ bewertet werden. Zum einen kommt der sportliche Aspekt in Bezug auf Elektrofahrräder nicht zu kurz, zum anderen müssen auch ältere Herrschaften in die Pedale treten, um das Gerät vorwärts bewegen zu können. Aufgeladen werden Elektrofahrräder jedoch an gewöhnlichen Steckdosen, weshalb diese problemlos in den Haushalt integriert werden können. Grundsätzlich werden bei Elektrofährrädern die selben Kriterien bewertet, wie bei normalen Fahrrädern.

Speziell ausgewählte Test-Modelle

Im aktuellen Test wurden nach eigenen Angaben keine willkürlich ausgewählten Modelle geprüft. Vielmehr haben sich die Tester auf einen vorsätzlich ausgewählten Mix konzentriert, welcher das größte Teilsegment des Marktes repräsentiert. Dabei werden rund 80 Prozent des Gesamtmarktes durch sogenannte Komforträder ausgemacht. Unter Komforträdern versteht man die Modelle, welche einen tiefen Einstig haben, um das Aufsetzen so bequem wie möglich zu gestalten. Im Test der Stiftung Warentest wurden Hersteller wie zum Beispiel KTM, Top Velo, Sinus, Leviatec, Fischer, Raleigh, Flyer oder Victoria überprüft. Allesamt sind im Test durchgefallen. Fünf Modelle der genannten Hersteller konnten dem Belastungstest nicht standhalten. Dabei sind verschiedene Teile der Elektrofahrräder gebrochen. Darunter der Lenker, der Rahmen oder auch die Hinterachsenaufnahme. Viele der getesteten Räder sendeten starke elektromagnetische Störsignale aus. Bei einem Modell waren diese Wellen so stark, dass damit der Funkdienst der Feuerwehr und auch der Polizei stark gestört wurde.

Die einzelnen Hersteller im Test

Im Stiftung Warentest Ergebnis konnte die Lebensdauer der getesteten Akkus nicht überzeugen. Eine kurze Akkuleistung kann das Fahrvergnügen stark beeinträchtigen, weshalb Kunden noch vor dem Kauf unbedingt die Spezifikationen vergleichen sollten. Desweiteren hat die Stiftung Warentest auch Modelle aus der preisgünstigen Kategorie getestet. Darunter die Hersteller Kalkhoff und Pegasus, deren Elektrofahrräder den elektromagnetischen Grenzwert bei weitem überschritten haben. Auch wenn der Testwert nicht überzeugen konnte, so erhielten diese Modelle dennoch das Urteil “ausreichend”. Lediglich die Modelle Stevens und Obra RT und (Kettler) wurden im Warentest mit einem “gut” bewertet.

Der Testsieger für eine lange Lebensdauer

Nutzer von Elektrofahrrädern sollten auf den Vorderradantrieb verzichten und stattdessen ein Gerät mit Mittelmotor wählen, sofern die zurückzulegende Strecke häufig über unwegsames Gelände geplant ist. Alternativ empfiehlt sich auch ein Elektrofahrrad mit Hinterradmotor. Der Grund dafür ist die Gewichtverlagerung des Motors, welcher am Vorderrad fixiert ist. In Kurven ist der gewichtige Motor nämlich deutlich zu spüren. Wer sich trotz schlechtem Ergebnis im Stiftung Warentest für den Kauf eines Elektrofahrrads entschieden hat, sollte natürlich auf die Testsieger zurückgreifen. Alle Testsieger können auf der Seite der Stiftung Warentest nachgelesen werden. Grundsätzlich können Verbraucher jedoch davon ausgehen, dass sich die Testsiegermodelle zu erkennen geben werden. Spezielle Hinweise, beispielsweise in Form von Aufklebern suggerieren dem Verbraucher, welches Modell im Stiftung Warentest überzeugen konnte.

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