Freitag , 24 Januar 2020
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Rating – Ein Riesengeschäft, auch gegen Privatpersonen

daumen runter 2Ob sie nun Fitch, Standard & Poor´s oder Moodys heißen, ist eigentlich egal. Mir jedenfalls. Dieser lächerliche Versuch, die Finanzmarktlage auf dilettantische Weise zu beeinflussen, ist zwar geglückt, aber mich wundert es schon ein wenig, dass der weltweite Finanzapparat auf solche Signale derart abgeht.

Immerhin sind es Unternehmen. Also Personengesellschaften mit eindeutigen Gewinnabsichten. Wie uns allen hoffentlich bekannt ist, residieren diese Kameraden, welche es regelmäßig schaffen, in den Massenmedien Erwähnung zu finden, alle in den USA und haben anscheinend nichts anderes im Sinn, als möglichst viel Macht mit minimalem Kapitaleinsatz zu erreichen.

Komischerweise gelingt ihnen das sehr gut. Sie legen einfach so, ohne dass sie gefragt wurden fest, dass es außer ihrer handgemachten Skala von “AAA” bis “D” keine andere Wertigkeit auf diesem Planeten gibt. Sicher steht es jedem Unternehmen frei, selbiges zu tun, doch mir und sicherlich auch noch vielen anderen sträuben sich sämtliche Nackenhaare, wenn wir sehen, dass die deutsche Medienlandschaft dieses Konstrukt absorbiert, als wäre es ihr eigenes oder immer schon da gewesen. Der Algorithmus, mit dem diese Firmen aus den Vereinigten Staaten ihre Berechnungen durchführen und der sich als Grundlage sicherlich vieler Kritiker sicher sein dürfte, ist natürlich nicht öffentlich. Komisch, wahrscheinlich erwarte ich zu viel.

Daraus lässt sich ganz einfach ablesen, dass sich die Menschheit inklusive des Finanzwesens und fast der gesamten Medienlandschaft danach sehnt, von einer höheren Macht geführt und gesteuert zu werden. Wie sonst lässt sich ein derartiges Phänomen erklären? Interessant, nicht wahr?

Mut zur Lücke hieß wahrscheinlich auch die Devise der Schufa in unserem Land. Vormals gemeinnütziger Verein zur “allgemeinen Kreditsicherung”, ist die Schufa mittlerweile zu einer Aktiengesellschaft mutiert, macht aus ihren Gewinnabsichten keinen Hehl mehr und sammelt unaufhörlich Daten über jeden, der mal klamm war, sein Giro-Konto überzogen, ein Haus finanziert, einen Mahnbescheid erhalten hat oder ein neues Konto eröffnet.

Wir alle werden dieser Tatsache erst gewahr, wenn wir wirklich Geld brauchen, um beispielsweise eine Firma zu gründen oder eine Immobilie zu erwerben. Von dem Finanzberater der hauseigenen Bank heißt es dann lapidar: “Und hier unten bitte noch die Unterschrift für die Schufa!” Funktioniert ja auch. Schon Jahrzehnte.

Doch was die Schufa im “Kleinen” sind die Ratingagenturen mit weltweiter Wirkung. Der Leser mag mir Recht geben, wenn ich einfach nur ein europäisches Pendant fordere, um diesem Blödsinn etwas von seinem Sockel abzuknabbern, auf den er sich selbst erhoben hat. Ganz einfach nur deshalb, weil nicht verständlich ist, dass ein, zwei oder drei Agenturen sich daran machen aus dem geliebten Amerika heraus auf das weltweite Finanzgeschehen zu viel Einfluss zu nehmen.

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