Samstag , 24 August 2019
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Experten befürchten neuen Vulkanausbruch auf Island

katla_eruption_1918Rund anderthalb Jahre liegt der folgenschwere Ausbruch des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull zurück. Auf bis zu zwei Milliarden Euro wird der Schaden geschätzt, der Fluglinien durch die Lahmlegung des Flugverkehrs entstanden sein soll. Nun befürchten Experten, der wesentlich mächtigere Vulkan Katla könnte folgen. Mehr als 500 leichte Beben wurden allein im Vormonat in dessen Umfeld registriert.

Als im März des Vorjahres eine, von Island ausgehende, gigantische Aschewolke für ein Chaos im europäischen Flugverkehr sorgte, verwiesen Meldungen darauf, dass, geschichtlich betrachtet, einem Ausbruch des Eyjafjallajökull regelmäßig eine Eruption des wesentlich größeren Vulkans Katla folgte.

Katla ist der zentrale Vulkan eines Systems, das sich über eine Länge von etwa 100 km erstreckt. Der Krater mit einem Durchmesser von 10 km ist von einer, mehrere hundert Meter dicken, Eisschicht bedeckt. Während der letzten tausend Jahre wurden rund zwanzig Ausbrüche verzeichnet. Im Durchschnitt zwei pro Jahrhundert. Der letzte erfolgte im Jahr 1918.

Der, rund zwanzig Kilometer entfernt gelegene und wesentlich kleinere, Eyjafjallajökull zeigt sich wesentlich seltener aktiv. Seit Beginn der Besiedelung Islands gab es nicht mehr als vier Serien von Ausbrüchen und zwar in den Jahren 920, 1612/13, 1821 – 1823 und im Jahr 2010.

„Zur Zeit ereignen sich eine ganze Menge seismischer Aktivitäten“, zitiert BBC-News den, auf Island stationierten Seismologen Ford Cochran. Allein im Oktober wurden im Umfeld von Katla mehr als 500 leichte Beben gemessen, was darauf schließen lässt, dass sich Magma in Bewegung befindet. „Und dies legt zweifellos nahe, dass ein Ausbruch direkt bevorstehen könnte“, lautet die Warnung des Experten der National Geographic Society.

Der letzte schwere Ausbruch Katlas, im Oktober 1918, kündigte sich zuerst durch ein massives Erdbeben an. Dann erhob sich eine 14 km hohe Rauchsäule. Die freigesetzte Energie ließ gigantische Eismengen schmelzen, worauf sich eine Masse aus Wasser und Schlamm ergoss, die sogar das Volumen der Amazonasmündung übertraf. Die Eruptionen erstreckten sich über einen Zeitraum von 23 Tagen.

Auch wenn Island durch Vulkanausbrüche mehrere Male schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, so hat die dortige Bevölkerung doch gelernt, mit ihren Vulkanen zu leben. Besonders gefährdete Gebiete blieben unbesiedelt und alle seismischen Aktivitäten unterliegen regelmäßiger Beobachtung. Ein Artikel in den Business-News von FOX erklärt, dass insbesondere die Tourismus-Branche über die erfolgten Warnungen nicht sonderlich glücklich ist. Die Erwähnung der beiden Worte „Island“ und „Vulkan“ im selben Satz, bringe Erinnerungen an das im Vorjahr erlebte Reisechaos mit sich. Von einigen isländischen Experten wird insbesondere Cochrans Formulierung „unmittelbar bevorstehend“ (imminent) kritisiert. Neben dem gewaltigen Ausbruch im Jahr 1918, blieben leichte Aktivitäten Katlas, 1955 und 1999, ohne nennenswerte Konsequenzen.

Das folgende Video von BBC (englisch) vermittelt einen anschaulichen Überblick über die allgemeine Situation in Islands Vulkanlandschaft und verweist gleichzeitig auf die möglicherweise drohenden Gefahren.

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