Samstag , 24 August 2019
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Video aus der Todeszone von Fukushima

fukushima_cnnDie Erde bebt weiter in Japan. Und die Frage, wann die Atomreaktoren von Fukushima unter Kontrolle gebracht werden, bleibt weiterhin offen. Von teilweiser Kernschmelze wird berichtet, doch die wahren Ausmaße der Katastrophe scheinen keineswegs offengelegt. Die Evakuierungszone wurde auf 30 km erweitert. Ein japanischer Journalist näherte sich dem Kraftwerk bis auf anderthalb Kilometer. Von CNN wurde das Video ausgestrahlt. Kein Mensch, nicht einmal Wachpersonal, hält sich in der Zone auf. Hunde laufen verlassen durch die Straßen und erahnen wohl kaum, welches Schicksal auf sie wartet.

Es ist nicht leicht, einen objektiven Überblick über die Ausmaße der Nuklear-Katastrophe von Fukushima zu finden. Seit einem Monat bemühen sich Experten aus aller Welt, der Lage Herr zu werden. Eine kurze Meldung bei Energy News zitiert den Nuklear-Ingenieur Tetsunari Iida, der meint, dass die Reaktoren zu heiß seien, um sie in Beton einzubetten. Gleichzeitig wird auf die Aussage einiger japanischer Experten verwiesen, die von sich gegeben haben sollen, dass alle Bemühungen scheitern könnten, wenn nicht um mehr internationale Hilfe gebeten wird. Ist diese nicht ohnehin schon in vollem Ausmaß gegeben?

Vor knapp zwei Wochen tauchten spärliche Berichte über das Schicksal der fieberhaft kämpfenden Ingenieure auf. Es sind 300, die in Schichten von jeweils 50 alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen einsetzen, um die Kernenergie halbwegs unter Kontrolle zu halten. Die Mutter eines dieser Helden erklärte: „Mein Sohn und seine Kollegen habe es ausführlich besprochen und sie haben sich, wenn nötig, dem Tod verschrieben, um die Nation zu retten.“ Es ist zu erwarten, dass zumindest einen Teil dieser Gruppe, die mit dem Begriff „Fukushima 50“ bezeichnet wird, in naher Zukunft das akzeptierte Schicksal ereilen wird.

Wie schlimm die Situation für Japan, und vielleicht sogar für den Rest der Welt, wirklich ist, bleibt Thema von Spekulationen. Wie der japanische Journalist, der sich mit seiner Kamera bis auf anderthalb Kilometer dem Atomkraftwerk genähert hatte, wissen ließ, ist es nur der Geigerzähler, der vor der todbringenden Strahlung warnt. Kein Gefühl, kein Geruch, nicht die geringste Warnung verweist auch nur in irgend einer Form auf die präsente Gefahr.

Die Straßen sind gesperrt und teilweise unbefahrbar. In einer Distanz von rund 15 km begegneten ihm noch einige Fahrzeuge. Je weiter er sich nähert, desto mehr gleicht der Anblick Geisterstädten. Hunde laufen verlassen durch die Straßen, auf der Suche nach Futter. Er erzählt, dass er alle möglichen Vorkehrmaßnahmen getroffen hätte, Medikamente, zur Abschwächung der Wirkung. Schutzanzug hätte er keinen getragen. Gegen Gammastrahlen würde einer solcher ohnehin nicht schützen.

Das Video, das gestern von CNN ausgestrahlt wurde, zeigt keine Schreckensbilder, keine verkohlten Menschkörper, keine Zerstörungen durch Explosionen. Es zeigt schlicht die Gegend um das Kraftwerk von Fukushima in gespenstischer Stille. Und die Hoffnung, dass die Menschen, die in den dortigen Städten gelebt haben, jemals wieder in ihre Häuser zurückkehren können, scheint immer mehr zu schwinden. Das ungekürzte Video wurde bei Youtube eingesetzt:

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