Freitag , 30 Oktober 2020
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Waldbrand – Fahrlässigkeit, Brandstiftung oder Terrorismus?

walsbrand_kalifornien_2008Waldbrände können durchaus ohne jegliches menschliches Zutun entstehen, insbesondere durch Blitzschlag. Sie sind ein Bestandteil der Naturdynamik. In modernen Zeiten steckt jedoch meist Fahrlässigkeit oder auch Brandstiftung dahinter. Der katastrophale Brand im israelischen Karmel-Gebirge, der bis jetzt 42 Menschenleben forderte, ist noch lange nicht unter Kontrolle. Zwei jugendliche Drusen wurden von der israelischen Polizei festgenommen. Es wird vermutet, dass sie das Feuer durch Fahrlässigkeit ausgelöst haben könnten. Auf die Möglichkeit eines Terroranschlages wird zwar nicht verwiesen, doch wäre ein solcher keineswegs auszuschließen.

Wie von den Medien ausführlich berichtet, wütet im israelischen Karmel-Gebirge seit Tagen ein Waldbrand. Ein gutes Dutzend Länder, Deutschland, Russland und Amerika eingeschlossen, boten sofort ihre Hilfe an. Mehr als 15.000 Menschen mussten evakuiert werden. Von den 42 Toten waren 36 Polizeikadetten, deren Autobus den Flammen zum Opfer fiel.

Wie von mehreren israelischen Zeitungen heute berichtet wird, stehen zwei Brüder, Bewohner des Drusen-Dorfes Isfiya, unter dem Verdacht, in der Nähe ihres Hauses ein Feuer gelegt zu haben, dass außer Kontrolle geraten sein könnte.

Auch wenn bis zum gegebenen Zeitpunkt keinerlei Anhaltspunkte verlautet wurden, dass es sich um einen Terroranschlag handeln könnte, die Möglichkeit dazu wäre durchaus gegeben. In einigen Ländern Südeuropas war es keine Seltenheit, dass sogar die Besitzer selbst ihre Wälder in Brand setzten, was in der Vergangenheit zu einer Umwidmung des Grundes in wesentlich wertvolleres Bauland mit sich brachte. Entsprechende gesetzliche Veränderungen führten umgehend zu einem Rückgang von Waldbränden. Nachdem es sich beim Karmel-Gebirge um ein Naturschutzgebiet handelt, taucht keineswegs der Verdacht von Grundstücksspekulation auf, doch, wie allgemein bekannt ist, herrscht seit der Gründung des Staates Israel ein Konflikt mit der ursprünglichen palästinensischen Bevölkerung. Sicherheitsmaßnahmen gegen mögliche Anschläge gehören in Israel zur Tagesordnung.

Setzen wir die immer wieder ausgeführten Angriffe von militanten Palästinensern, Raketenabschüsse vom Gaza-Streifen oder Selbstmordanschläge in Vergleich mit der Möglichkeit, einen Wald in Brand zu setzen, so können wir davon ausgehen, dass es sich bei der Brandstiftung um die gewiss am einfachsten durchzuführende Art eines Anschlages handelt, der gleichzeitig zu dramatischen Konsequenzen führt. Der Schaden, sowohl im humanitären als auch im finanziellen Bereich, liegt um ein Vielfaches höher als bei jedem beliebigen Bombenattentat.

Dass die Möglichkeit eines Terroranschlages als Auslöser der Brandkatastrophe mit äußerster Zurückhaltung behandelt wird, lässt sich gewiss auch dadurch erklären, dass es vermieden werden soll, Terroristen derartige Ideen nahe zu legen. Allerdings, wäre diese Idee wirklich von so weit hergeholt?

Dies führt gleichzeitig aber auch zur Frage, wenn es für Terroristen derart einfach sein könnte, enormen Schaden anzurichten, warum konzentrieren sich die Vorkehrungen gegen Anschläge vorwiegend auf den Flugverkehr und hin und wieder auf spezielle Bauwerke, wie etwa den Deutschen Bundestag? Ginge es Terroristen, die uns angeblich hassen, weil wir frei und wohlhabend sind, darum, unsere Länder zu zerstören, so stünden eine ganze Menge von Möglichkeiten zu Verfügung, die zwar keineswegs so spektakulär und medienwirksam wären wie der Einsturz der Twin-Towers in New York, aber wesentlich mehr Schaden anrichten würden. Und das, sowohl mit geringerem Aufwand als auch ohne Einsatz des eigenen Lebens. Hätten die 19 Hijacker vom 11. September 2001 Hochspannungsmasten an 19 verschiedenen Stellen in die Luft gesprengt, wäre die Infrastruktur großer Teile der USA über Tage oder Wochen hinweg lahmgelegt worden.

Es handelt sich natürlich nur um einigen Gedanken zum Thema. Es ist erfreulich, dass internationale Terroristen offensichtlich doch nicht so bösartig sind. Und für den Waldbrand in Israel ist es vorläufig einmal von Bedeutung, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und den Schaden in Grenzen zu halten – ungeachtet der Ursachen.

 

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