Samstag , 31 Oktober 2020
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Kein Golf-Krieg zwischen Europa und USA, nur der Ryder-Cup

golf_driver_ballWenn man es so hört dann könnte man denken, dass es sich um ein Wettessen eines weltweit bekannten Schokoriegels handelt. Doch weit gefehlt, es geht um das wohl prestigeträchtigste Golfturnier der Welt. Der alle zwei Jahre ausgetragene Kampf zwischen den USA und Europa um die Vorherrschaft im Golfsport. Kommenden Freitag ist es wieder soweit, in Wales ist die komplette Golfelite der beiden Kontinente versammelt um ihren Meister zu finden. Seit 1927 wird dieses Turnier, das nach einem Golf-Fan namens Samuel Ryder benannt wurde, ausgetragen.

In den ersten Jahren war es ein Wettkampf zwischen den USA und Großbritannien. Ab dem Jahr 1979 würde aus Großbritannien ganz Europa. Man sollte denken, dass es in diesem Sport nur um Einzelspieler geht, die von Turnier zu Turnier reisen und in den beiden großen Vereinigungen (PGA-Tour und European-Tour) für das große Geld spielen. Eigentlich ist es auch so, es sei denn der Ryder-Cup steht an.

Wie man sich für die beiden Teams qualifiziert ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt diverse Turniere in denen man Punkte für die jeweilige Rangliste sammelt und sich darüber direkt ins Team spielt. Auf diese Qualifikation haben beide Team-Captains keinen Einfluss. Das spannende und medienträchtig Vermarktete war allerdings die Vergabe der Wildcards durch die Team-Captains. Natürlich „beschummeln” uns die Amerikaner dabei, denn Collin „Monti” Montgomerie darf drei und sein amerikanisches Pendant Corey Pavin vier Wildcards vergeben.

Nun ist es soweit, die Teams sind bereits in Wales und bereiten sich im Celtic Manor Golfclub auf dieses wichtige Weltgolf-Sportereignis vor. Auch die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste Tiger Woods. Dieser Ausnahmesportler hat ja bekanntermaßen durch andere Schlagzeilen für ein unglaubliches Aufsehen gesorgt. Um einmal ein Bild davon zu bekommen, was Herr Woods für den Golfsport bedeutet, als er nach seinem familiären Skandal das erste mal wieder aufgeteet hat, waren die Einschaltquoten höher als bei der Vereidigung von Barack Obama. Die Amerikaner sind anscheinend „Golf-Verrückt” und Tiger Woods ein Segen für den übertragenden Sender.

In Europa ist das ein bisschen anders gelagert, will man dieses Turnier live im TV sehen, dann braucht man ein Abo des Bezahlsenders SKY. Trotz der, wirklich herausragenden Erfolge Martin Kaymers findet Golf im deutschen Fernsehen nicht statt. Ich persönlich finde es schade, spreche da aber sicher nicht für den Rest der Republik. Nun zurück zum Turnier!

Wenn man den Tweets, ja es gibt wunderbare Twitternachrichten zum Beispiel von Ian Poulter, glauben darf, dann freuen sich diese Sportmillionäre wie kleine Kinder auf das Event. Es hat den Anschein, dass die Nominierung einem „Ritterschlag” gleich kommt. Das hängt natürlich sowohl mit dem Prestige dieses Turniers, aber auch mit der uralten Tradition des Golfsport an sich zusammen. Der Spielmodus dieses Turniers vereint sowohl das Könnens der einzelnen Spieler, als auch das Spielen in einem Team wunderbar miteinander. Den Spielmodus hier an dieser Stelle zu erklären, würde den Golflaien dann doch eher verwirren. Wer aber ab Freitag die Möglichkeit hat, dass Turnier zu sehen, wird spüren wie spannend Golf sein kann.

Die USA gehen übrigens als Titelverteidiger an den Start, aber mit der Bürde auf fremden Boden spielen zu müssen. Ähnlich wie im Fußball sind auch hier die Fans der 12., oder genauer gesagt der 13. Mann und in Wales wird es, davon ist auszugehen, eher schwer für die US-Boys.

Für jeden Golf-Verrückten ist dieses Turnier natürlich ein „MUSS”, aber es würde mich sehr freuen, wenn die breite Öffentlichkeit es auch wahrnehmen würde. In unserem Lande gilt Golf ja immer noch als ein Sport der besseren Gesellschaft, man kann jedoch mit Recht behaupten, dass das ein Vorurteil ist und Golf immer mehr zum Breitensport wird. Ein solches Event, zu sehen im öffentlichen Fernsehen, würde sicher einen großen Teil dazu beitragen, diese Vorurteile abzubauen. Golf ist mehr als den kleinen weißen Ball über die Wiese zu schubsen.

Um zurück zum Spiel zu kommen, auch hier darf man sich einer Fußballer-Floskel bedienen: Die Wahrheit ist auf dem Platz! Und was auf dem Platz ab Freitag vormittag alles passiert, erfahren sie – auch ohne Pay-TV – live über unseren Twitter Sport-Account @intelligenceSP.

Hier nun die beiden Teams, die in Wales um den begehrten Ryder-Cup spielen:

Europa:

  • Luke Donald
  • Ross Fisher
  • Peter Hanson
  • Padraig Harrington
  • Miguel Angel Jimenez
  • Martin Kaymer (Deutschland)
  • Graeme McDowell
  • Rory McIlroy
  • Edoardo Molinari
  • Francesco Molinari
  • Ian Poulter
  • Lee Westwood

USA:

  • Phil Mickelson
  • Hunter Mahan
  • Bubba Watson
  • Jim Furyk
  • Steve Stricker
  • Dustin Johnson
  • Jeff Overton
  • Matt Kuchar
  • Stewart Cink
  • Rickie Fowler
  • Zach Johnson
  • Tiger Woods

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