Samstag , 26 September 2020
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Neuer Zuschauerrekord bei WM-Finale?

wm_suedafrikaIn der modernen Medienwelt, ungeachtet, ob es sich um Sport, Unterhaltung oder Nachrichten handelt, gibt es einen unbestechlichen Bewertungsfaktor: Die Einschaltziffern. Und wo könnten diese höher liegen als bei internationalen Sportveranstaltungen? Und auch bei diesen gibt es Abstufungen, was die weltweite Begeisterung betrifft. Als absolutes Spitzenereignis bis zum gegebenen Zeitpunkt gilt die Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking in 2008. Könnte das WM-Finale vom Sonntag an die erste Stelle rücken? Allein für Deutschland werden die Zahlen mit 25 Millionen beziffert. 

In der modernen Medienlandschaft steht nicht Qualität, sondern Quantität an erster Stelle. Im Idealfall wäre es natürlich begrüßenswert, würden sich diese beiden Kriterien ergänzen. Doch wie lässt sich Qualität bewerten? Gewiss, testen wir Autos oder Computer auf ihre Funktionsfähigkeit, lassen sich unbestreitbare Fakten anführen. Und wie sieht es bei TV-Übertragungen aus? Ist eine wissenschaftliche Dokumentation als qualitativ höherwertig einzustufen als eine Musikshow? Verweist man auf die durchschnittliche Intelligenz der Zuseher, würden Fans von Rap und volkstümlicher Musik sofort auf die Barrikaden steigen. Der Erfolg entscheidet! Und der lässt sich ausschließlich durch Einschaltquoten messen.

Was Sportveranstaltungen betrifft, so lässt sich im nachhinein sicher ebenfalls über die Qualität spekulieren, doch die Bereitschaft zur Begeisterung schlägt alle Rekorde. Das Finalspiel der Fußball-WM 2006, Italien gegen Frankreich, lockte weltweit rund 700 Millionen Menschen vor den Fernseher. Zumindest, nach Aussagen von Niclas Ericson, Direktor der FIFA-Abteilung Fernsehen. Dieser Rekord wurde, so Ericson, im Jahr 2008 übertroffen. Die Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympischen Spiele in Peking brachten mehr als eine Milliarde Zuschauer.

Kevin Alavy, Direktor eines internationalen Analyse- und Beratungsunternehmens im Bereich Sport und Unterhaltung, wartet jedoch mit deutlich niedrigeren Zahlen auf. Seiner Beurteilung nach, waren es nicht mehr als 320 Millionen Zuseher beim WM-Finale 2006, und 593 Millionen bei der Eröffnung von Peking 2008.

Ersten Schätzungen zufolge, übertrafen die internationalen Einschaltquoten der Fußball-WM in Südafrika die der Spiele im Jahr 2006 in Deutschland. Neben den aktiv beteiligten Ländern sind die Austragungszeiten der Spiele von entsprechender Bedeutung. Diese waren für Fans verschiedener Zeitzonen ausgesprochen günstig. Allerdings, um Rekorde zu brechen, bedarf es einer entsprechenden Beigeisterung der Chinesen, die traditionsgemäß für Fußball jedoch nicht sonderlich hoch liegt. Und somit wird zwar erwartet, dass die Zahlen von 2006 übertroffen worden sind, jedoch nicht hoch genug, um auch die Eröffnung der Olympischen Spiele von Peking zu schlagen.

Von der FIFA wurde bestätigt, dass beim Halbfinalspiel Deutschland gegen Spanien ein neuer Zuschauerrekord in Deutschland erzielt wurde. 30 Millionen Menschen, nicht weniger als 40 Prozent der gesamten Bevölkerung, beobachteten das Spiel live im Fernsehen.

An der allgemeinen Begeisterung für internationale Sportereignisse gibt es mit Sicherheit nichts auszusetzen. Allerdings, es wäre durchaus erfreulich, wenn sich dieses Interesse auch auf andere Bereiche ausdehnen würde, z. B., wenn es um Themen der Wirtschaft oder Politik geht, die unser aller Zukunft bestimmen. Zum gegebenen Zeitpunkt können Politiker entspannt davon ausgehen, dass es völlig ausreicht, das Volk durch Spiele zu unterhalten – und gleichzeitig eine gewisse Menge an Brot bereitzustellen.

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