Samstag , 15 Dezember 2018
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Brustoperation

Brustkorrektur – Die beliebteste Schönheitsoperation der Deutschen

Der Trend zu ästhetischen Korrekturen steigt zunehmend. Immer mehr Frauen aber auch viele Männer unterziehen sich einer Schönheitsoperation. Die Korrektur von Problemzonen und die Optimierung des Körpers ist bei vielen Deutschen beliebt. Egal ob ein größerer Busen, das Absaugen von Fett oder Intimkorrekturen, viele Kliniken und Praxen bieten mittlerweile ein großes Angebot von Eingriffen an.

Nach wie vor stehen Brustkorrekturen, insbesondere Brustvergrößerungen, an erster Stelle. Nach einer Umfrage der DGPÄC ließen circa ein Fünftel der Frauen, die einen Schönheitschirurgen aufsuchten, die Brüste vergrößern. Gefolgt von Listraffungen und Faltenbehandlungen. Der Gesundheitsskandal um gesundheitsschädliche Implantate von 2006 kann diesen Trend nicht aufhalten. Die Nachfrage nach ästhetischen Korrekturen steigt weiterhin stetig. In der Regel werden chirurgische Eingriffe vorgenommen, um die Größe oder die Form der Brüste zu verändern. Es wird dabei zwischen der Brustvergrößerung (med. Mammaaugmentation), der Bruststraffung (med.Mastopexie) und der Brustverkleinerung (Mammareduktion) unterschieden. Insgesamt werden circa 25 000 Tausend Brustvergrößerungen mit Silikonplantaten in Deutschland durchgeführt. Jeder weiss, dass Brustimplantate auch Risiken bergen können. Man sollte sich also gut informieren.

Doch woraus bestehen Brustimplantate genau und worauf sollte geachtet werden?

Was genau sind Brustimplantate?

Normalerweise sind Brustimplantate kleine Kissen aus Silikon oder einem anderen Material, die bei einer ästhetischen Korrektur in die weibliche Brust eingesetzt werden. Da es verschiedene Arten von Brustimplantaten gibt, unterscheiden diese sich demnach in ihrer äußerlichen Form und Beschaffenheit. Silikonimplantate bestehen in der Regel aus einer mehrschichtigen Hülle mit aufgerauter oder glatter Oberfläche, sowie einer speziellen Füllung aus Silikongel. Das Silikongel ist der Grund, warum die Brüste eine weiche aber dennoch stabile Struktur annehmen können und sich relativ natürlich anfühlen. Eine Alternative zu Silikonfüllungen sind Implantate, die mit Kochsalzlösungen gefüllt sind. Der Unterschied ist hierbei, dass die Implantate erst im Körper der Patientin befüllt werden. Diese Art von Implantate fühlen sich jedoch weniger natürlich an. Darüber hinaus gibt es zwei verschiedene Formen von Implantate. Zum einen gibt es runde Implantate, die eine gleichmäßige Form besitzen und die Brust voll erscheinen lassen. Dann gibt es noch die anatomischen Brustimplantate. Sie sind eher dem natürlichen Erscheinungsbild einer Brust nachempfunden und haben ein tropfenförmiges Aussehen. Die untere Vergrößerung der Brust lässt diese natürlich groß und echt erscheinen.

Welche Vorteile haben Brustimplantate und welche Risiken gibt es?

Brustimplantate können eine Möglichkeit sein, um die Brust einer Frau zu vergrößern. Viele Frauen leiden unter ihren kleinen Brüsten und entscheiden sich daher für eine solche ästhetische Korrektur, die die gewünschten Kurven einer Frau betonen sollen. Durch die heutigen Möglichkeiten können vergrößerte Brüste relativ natürlich wirken und so das Selbstbewusstsein der Patientin steigern. Mittlerweile sind die Verfahren so sicher und schonend geworden, dass keine Großen Narben nach einer solchen Operation entstehen müssen. Auch bei der Nachbehandlung von Narben gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, um die Sichtbarkeit dieser zu reduzieren. Die Kosten hierbei können stark variieren. Je nach Größe und Art des Herstellers können Implantate von 400 bis 800 Euro kosten. Dazu kommen noch die Kosten für die Operation, die sich in der Regel auf mehrere Tausend Euro belaufen und in den häufigsten Fällen nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

PRO7 SAM 2008: Brustvergrößerung bei 20-jähriger Patientin

Doch es gibt auch Risiken bei Schönheitsoperationen, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. So können schon bei der Narkose Komplikationen auftreten. Diese können von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Blutdruckabfall und sogar Herzrhythmusstörungen reichen. Auch lebenslanges Rauchen und ein ungesunder Lebenswandel können die Heilung nach der Operation drastisch beeinflussen. Im besten Fall wird vor der Operation nicht geraucht. Nach einem Eingriff sollte auf Alkohol und Zigaretten mindestens ein bis zwei Wochen ganz verzichtet werden. Generell zählen zu den häufigsten Komplikationen bei Schönheitsoperationen unter anderem Infektionen, Blutungen, Narbenwucherungen, Thrombosen, dauerhafte Schädigungen der Nerven oder zum Beispiel der Brustwarzen, sowie Abstoßreaktionen der Implantate oder generell das Absterben von Gewebe. Allgemein steigt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen, wenn minderwertige Implantate verwendet werden. Besonders wichtig ist, dass das Implantat bei der Operation richtig platziert wird und mit genügend Muskel- und Fettgewebe umhüllt wird. Eines der größten Risiken ist die Kapselfibrose, da jedes Implantat im Körper einer Frau einen Fremdkörper darstellt. Dieses wird mit der Zeit von einer elastischen Kapsel vom Körper umschlossen, um den Körper vor Bakterien und Keimen zu schützen. In seltenen Fällen kann es zu einer Verhärtung dieser Kapsel, sowie zu Spannungsgefühlen kommen. Im schlimmsten Fall kann sich die Lage des Implantates und sogar die Form der Brust verändern. Eine weitere unschöne Variante ist das Reißen des Implantates, so dass das Silikon austritt und in den Körper gelangt. Die Folge können Entzündungen und Vernarbungen sein. Wem diese Risiken zu hoch sind, kann über eine Alternative in Form Eigenfettaufbau nachdenken.

Worauf sollte bei der Arztwahl geachtet werden?

Das wichtigste neben einer guten Vor- und Nachsorge ist der operierende Arzt. Von seinem Fachwissen und Können hängt auch die Operation ab. Vor allem die Erfahrung des Arztes ist ein wichtiges Kriterium, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Im Internet kann man sich die Bewertungen der einzelnen Ärzte und auch der Kliniken durchlesen. Hierfür gibt es Portale, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben. Neben der Erfahrung und der Bewertung des Arztes spielen auch Faktoren, wie das Vertrauen und das persönliche Verhältnis zu dem Arzt eine wichtige Rolle. Eine Operation sollte nur dann wirklich durchgeführt werden, wenn der Patient sich bei dem Arzt aufgehoben fühlt und einen guten Eindruck hat.

Die richtige Vorbereitung auf die Operation

Die richtige Vorsorge vor der Operation ist sehr viel Wert. Mindestens zwei Wochen vor der Operation sollten keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden. Auch das Rauchen und das Trinken von Alkohol sollte vermieden werden, damit es nicht zu unnötigen Wundheilungsstörungen kommt. Bei Patienten ab 40 Jahren ist eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Generell sollte die Schilddrüse und Unverträglichkeiten getestet werden. Nach der Operation ist es wichtig sich genug Ruhe zu gönnen und das Duschen in den ersten Tagen zu vermeiden. Sonneneinstrahlung und das Solarium sollte mindestens drei Monate vermieden werden. Auch Sport sollte in den ersten 4-6 Wochen gestoppt werden. Danach kann langsam wieder die Tätigkeit aufgenommen werden. Zudem ist auf eine gesunde Ernährung zu achten. Auf Alkohol und Zigaretten sollte hingegen ganz verzichtet werden.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: adrenalinapura / 123RF Lizenzfreie Bilder

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