Samstag , 18 Januar 2020
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Tödlicher Friedensprozess

israelische_luftstreitkraefteSeit wie vielen Jahren schwelt der Konflikt zwischen dem Staat Israel und dem Nichtstaat Palästina? Wie viele Menschen, vor allem auf Seiten der Palästinenser, haben ihr Leben verloren? Wie oft wurden Friedensverhandlungen neu aufgenommen? Während sich Benjamin Netanjahu, Mahmoud Abbas und Hillary Rodham Clinton erneut am Verhandlungstisch einfinden, erfolgen Meldungen von Hamas-Angriffen gegen Israel, ohne Opfer, und einem Luftangriff israelischer Kampfbomber auf einen Tunnel zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten, bei dem ein Palästinenser getötet und mehrere verwundet wurden.

Die Friedensverhandlungen zwischen dem Staat Israel und palästinensischen Führern, mit nicht immer unparteiischen amerikanischen Spitzenpolitikern als Vermittler, werden seit Jahren immer wieder neu aufgenommen. Nicht nur, dass eine scheinbar unüberwindbare Barriere die Standpunkte der beiden Verhandlungsparteien trennt, regelmäßig erfolgen neue Gewalttaten. Immer wieder schlagen, von Palästinensern abgeschossene, Raketen auf israelischem Gebiet ein und richten Sachschäden an. Vergeltungsschläge der israelischen Armee fordern gleichzeitig Menschenleben.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sowie die US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton fanden sich am Mittwoch zu einer neuen Verhandlungsrunde im Friedensprozess ein. Das Treffen wurde von Meldungen über Raketen- und Mörserangriffen auf israelische Gebiete, die geringe Sachschäden anrichteten, überschattet. Gleichzeitig wurde aus palästinensischen Kreisen verlautet, dass bei einem israelischen Luftangriff auf einen Tunnel zwischen dem besetzten Gaza-Streifen und Ägypten ein Arbeiter getötet und zumindest zwei weitere verwundert wurden.

Seit Beginn der sogenannten Gaza-Blockade fehlt es den dort lebenden, rund 1,5 Millionen, Menschen an lebensnotwendigen Gütern, bis hin zu Nahrungsmitteln und Medikamenten. Nachdem auch von den ägyptischen Behörden die Grenze geschlossen wurde, sind unterirdische Tunnel die einzige Verbindung zur Außenwelt, um die, von den Israelis zur Verfügung gestellten, kargen Rationen zu ergänzen. Schiffe mit Hilfsgütern internationaler Aktivisten werden von den israelischen Kriegsstreitkräften regelmäßig abgefangen.

Von israelischer Seite werden gleichzeitig Vorwürfe erhoben, dass Waffen und Munition durch diese Tunnel geschmuggelt werden könnten. Nachdem diese Möglichkeit nicht auszuschließen ist, wird von der internationalen Gemeinschaft das Recht Israels auf Selbstverteidigung in den Vordergrund gerückt.

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