Montag , 26 August 2019
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Wenn Schäuble es sagt …

schaeuble karlspreis… dann wird schon was dran sein. Und Schäuble behauptet, die Krise sei beendet! In wessen Auftrag er wohl handelt? Eine Schuldenkrise durch angestiegene Schulden für überwunden zu erklären, widerspricht jeder Logik. Die einzige Veränderung gegenüber der Zeit vor der Krise besteht darin, dass die Bürger, insbesondere in Südeuropa, für weniger Geld arbeiten, dass Renten gekürzt werden, dass in vielen anderen Bereichen eingespart wird. In Bereichen, unter denen Bürger leiden. Hauptsache scheint immer nur zu sein, das Vertrauen der „internationalen Investoren“ und das der „Märkte“ wieder herzustellen.

Bei Schäubles voreilig veröffentlichten Sparmaßnahmen für die Zeit nach der Wahl soll es sich um eine Fehlinformation handeln. So erklärt das Ministerium.

Es wäre also ratsam, den Spiegel-Artikel vom 21. Dezember, in dem die „fälschlich angekündigten Sparmaßnahmen“, wie die Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes und das Anheben des Pensionsalters, bekanntgegeben wurden, gut aufzubewahren. Für den Tag danach. Denn zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit können wir davon ausgehen, dass genau diese Punkte nach der Wahl zur Diskussion stehen werden. Bei der „fälschlich durchgeführten Veröffentlichung“ der „zur Zeit nicht existierenden Konzepte“, kann es sich – wo wird man uns erklären – nur um einen Zufall handeln.

Die konzernorientierten Medien werden aber ohnehin kaum daran erinnern. Genauso wenig wie sie an Wahlversprechen aus dem Jahr 1999 erinnern, in denen klipp und klar festgestellt wurde, dass es absolut auszuschließen sei, dass Deutschland durch die Einführung des Euro jemals für die Schulden anderer Länder aufkommen müsse.

Nachdem wir nun schon lange genug von dieser Krise gehört und gelesen haben, nachdem wir zwei Billionen Euro öffentlicher Schulden, was 25.000 Euro pro Bürger entspricht, nicht mehr für erwähnenswert erachten, klingt die Schlagzeile „Schäuble erklärt die Euro-Krise für beendet“ höchst willkommen. Es ging doch ohnehin nur darum, so deutet der Finanzminister an, die Reformwilligkeit einiger Länder durchzusetzen. Reform bedeutet dabei immer: Mehr Arbeit für weniger Gegenleistung.

Von wirtschaftlicher Stagnation im kommenden Jahr kann natürlich keine Rede sein. Immerhin sind ja 0,3% bis 1% „Wachstum“ vorhergesagt. Dass es sich bei „Wachstum“, das unter der offiziellen Teuerungsrate liegt, um eine tatsächliche Stagnation handelt, scheint sowohl den Politikern als auch den Lohnschreibern der Konzernmedien zu entgehen.

„Moderate Lohnerhöhungen“ hält der Minister zwar „für möglich“, „aber man sollte in wirtschaftlich unruhigen Zeiten Maß halten und nicht übertreiben.“ Also, die Krise ist zwar – so Schäuble – beendet, aber wirtschaftlich unruhig sind die Zeiten natürlich immer noch. Unruhig genug, um den Gürtel vielleicht doch noch um ein oder zwei Löcher enger zu schnallen.

Tatsache ist, dass diese Krise, die aufgrund des Schuldgeldsystems zwingend eintreten musste, niemals bewältigt werden kann, solange dieses Schuldgeldsystem angewandt wird. Solange Staaten im Namen des Volkes beim internationalen Finanzsektor Kredite aufnehmen und die Bürger dadurch in die Schuldsklaverei zwingen, kann diese Krise nicht beendet sein. Wer immer so einen Unsinn von sich gibt, dass mehr Schulden eine Schuldenkrise beilegen könnten, belügt die Menschen. Wer immer behauptet, nur „Verschwörungstheoretiker“ und sonstige Außenseiter hätten am Schuldgeldsystem etwas zu bemängeln, führt die Bürger, entweder aus Dummheit, Ignoranz oder aus Gründen der persönlichen Bereicherung, in die Irre.

Unser derzeitiges Wirtschafts- und Geldsystem dient nicht den Bürgern, sondern ausschließlich einer internationalen Finanzelite. Krisenjahr um Krisenjahr sinkt die Kaufkraft des arbeitenden Teils der Bevölkerung, während die Reichtümer einiger Weniger unentwegt ansteigen. Ist dies noch immer nicht offensichtlich genug, um die Menschen endlich wachzurütteln?

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