Sonntag , 26 Mai 2019
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Joachim Gauck und die glücksüchtige Gesellschaft

joachim gauckHeute hat er es uns aber gezeigt, der Herr Bundespräsident. Eine bemerkenswerte Rede, die scheinbar ihn gehalten hat, dort in Hamburg vor der Führungsakademie der Bundeswehr. Aus spiegel.de habe ich entnommen, dass er mehrmals vom Text der Rede abgewichen ist. Folgendes legt er uns unter das Kopfkissen: „Er stelle in der Bevölkerung auch eine Tendenz zum “Nicht-Wissen-Wollen” fest, kritisierte Gauck bei einem Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Es sei zwar menschlich, nicht mit Leid und Terror behelligt werden zu wollen, sagte Gauck. “Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen.” Aber: “‘Ohne uns’ als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernst nehmen”, mahnte der Präsident.“ Auch dieses Zitat entnahm ich Spiegel-Online.

Herr Gauck spricht weiter davon, dass er größere Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr von uns, von dieser Bevölkerung erwartet. Mit Leid und Terror wollen wir auch nicht behelligt werden, das könne doch wirklich nicht sein. Und so geht es laufend weiter …

Dieser Bundespräsident ist ein Präsident der klaren Worte – und er ist ein Präsident, der sich gerne auf überwundene Traditionen beruft, also auf unsere militärische Tradition ebenfalls. Nachdem er sich vor einigen Tagen für den Markt ausgesprochen hat, der schon alles regelt und besser macht, dann jetzt die Fortführung der Thesen, welche Horst Köhler, auch ein Mann des Marktes, die dieser ebenfalls vertrat.

Dieser Bundespräsident hat scheinbar auch das Grundgesetz nicht gelesen oder es interessiert ihn nicht.

Auch darin hat er sich bestens in die Berliner Politik eingeführt. Das passt schon, mit ihm und dem Markt und Berlin auf der einen Seite – und mit uns feigem und glücksüchtigem Pack auf der anderen Seite. Das mit den Gefallenen, das wird auch geregelt. Die gehören halt dazu, basta.

Lieber Herr Gauck, ich will keine deutschen Truppen mehr im Ausland, ich will auch keine deutschen oder anderen Gefallenen. Getötete Zivilisten will ich auch nicht. Und Respekt vor der Truppe, ob sie es glauben oder nicht, den habe ich auch noch.

Ich denke, dass die Truppe und wir gebraucht werden, die Interessen der Politik und des Geldes zu schützen. Wenn die Konflikte mit den wirtschaftspolitischen Mitteln bekämpft würden, über die wir verfügen, dann wären diese ganz schnell zu Ende. Das würde aber bedeuten, dass mit dem Geldverdienen kurzfristig Essig wäre. Dies ist der Finanzindustrie und dem Markt nicht zuzumuten. Ich verstehe sie doch richtig, dass uns dies einige Tote wert sein muss. Ich denke, sie bereiten gerade den Weg – und sie tun dies absichtlich und bewusst und sie wollen keinen anderen.

Hallo Herr Gauck, das wird nichts, da haben sie sich getäuscht – da haben wir etwas dagegen und wir werden dagegen ankämpfen. Im Gegensatz zu ihnen meine ich den Kampf mit friedlichen und demokratischen Mitteln.

In diesem Sinne…

© Peter Reuter

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